Serge Gnabry von FC Bayern München bejubelt seinen Treffer zum 2:0 mit den Teamkollegen im Bundesliga-Spiel gegen 1. FC Union Berlin in der Allianz Arena am 21. März 2026. Alexander Hassenstein / Getty Images

Bundesliga heute: F Bayern München fühlt sich bereit – Ruhe vor dem Sturm

Der FC Bayern reist gestärkt in die Crunchtime: der klare 4:0-Sieg gegen Union Berlin, eine in Form befindliche Offensive und die Bundesliga-Führung (+9) geben Selbstvertrauen für die anstehenden Duelle mit Real Madrid und das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bayer Leverkusen. Personell entspannt sich die Lage mit der erwarteten Rückkehr von Manuel Neuer, Jamal Musiala und Alphonso Davies im April und einer kurzfristigen Pause für Harry Kane, doch die Länderspielpause bleibt ein Risiko für Verletzungen und Aleksandar Pavlovic ist wegen Hüftbeschwerden fraglich.

Mario Basler wird am 25. September 2016 vor dem Bundesliga-Spiel zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem FC Schalke 04 in der Wirsol Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim gesehen. Foto: Alexander Scheuber / Bongarts via Getty Images

BR24 Sport: Mario Basler greift Bundestrainer Nagelsmann an: „Völlig unglaubwürdig“

Mario Basler fährt in der Bayern‑1‑Sendung Heute im Stadion schwere Geschütze gegen Bundestrainer Julian Nagelsmann auf, bezeichnet dessen Kaderpolitik als völlig unglaubwürdig und kritisiert vor allem die Nominierungen von Antonio Rüdiger (nur auf Bewährung) und Leroy Sané (kein CL‑Einsatz) als absolute Schweinerei. Zudem attackiert er den DFB, kündigt an, seine Lizenz‑Mitgliedschaft zu beenden, zweifelt an Nagelsmanns Autorität und spekuliert über einen möglichen Rücktritt nach der WM, lobt gleichzeitig Bayern‑Trainer Vincent Kompany und sieht die deutsche Mannschaft mit dem aktuellen Kader allenfalls als Viertelfinal‑Kandidat.

Mario Götze von Eintracht Frankfurt ist am 14. Februar 2026 beim Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach im Deutsche Bank Park in Frankfurt am Main im Einsatz. Foto: Fabio Deinert / Getty Images

Eintracht Frankfurt: Weltmeister Mario Götze aus Bundesliga-Kader gestrichen!

Eintracht-Trainer Albert Riera hat Mario Götze überraschend nicht in den 20-Mann-Kader fürs Auswärtsspiel in Mainz berufen, obwohl der Weltmeister nicht verletzt ist — laut Verein liegen die Gründe überwiegend im sportlichen Bereich und in der taktischen Kaderwahl. Die Rückkehr von Younes Ebnoutalib und Can Uzun zwang zu harten Entscheidungen; Götze saß schon in den beiden vorherigen Partien jeweils 90 Minuten auf der Bank. Parallel dazu laufen weit fortgeschrittene Vertragsverhandlungen über eine Verlängerung um voraussichtlich ein Jahr, die durch die Nichtberücksichtigung offenbar nicht gefährdet sind.

Serhou Guirassy von Borussia Dortmund wird am 21. März 2026 beim Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Hamburger SV im Signal Iduna Park in Dortmund von Jordan Torunarigha des Hamburger SV bedrängt. Foto: Dean Mouhtaropoulos / Getty Images

Fußball heute: Dortmund dreht nach „deutlicher“ Halbzeitansprache das Spiel gegen den HSV

Borussia Dortmund wandelte ein 0:2 gegen den Hamburger SV noch in ein 3:2 um – Ramy Bensebaini verwandelte zwei Elfmeter, Serhou Guirassy traf zum zwischenzeitlichen 2:2. Trainer Niko Kovač sprach von einer „deutlichen“ Halbzeitansprache und forderte mehr Konstanz, Sportdirektor Sebastian Kehl lobte vor allem die starke zweite Halbzeit. Trotz des Sieges und 61 Punkten bleibt die Saison wegen des Ausscheidens im DFB‑Pokal und der Champions League nur begrenzt zufriedenstellend; Kehl ordnete das Ergebnis realistisch im Meisterschaftsrennen (Bayern 70) ein.

Alexander Blessin, Cheftrainer des FC St. Pauli, gibt am 14. Februar 2026 in der BayArena in Leverkusen vor dem Bundesliga-Spiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FC St. Pauli ein Interview. Foto: Christof Koepsel / Getty Images

FC St. Pauli Trainer Blessin zur WM 2026 Debatte: Das ist doch berechtigt

Alexander Blessin hat als erster Bundesliga-Trainer eine frühzeitige Debatte zur WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) angestoßen und gefordert, Menschenrechte, Sicherheit und organisatorische Verantwortung nicht erst während des Turniers, sondern bereits im Vorfeld zu klären, wobei er auf die Probleme von Russland 2018 und Katar 2022 verwies.
St. Pauli-Präsident Oke Göttlich regte ein Nachdenken über einen möglichen Boykott an, betonte aber, er wolle vor allem Denkanstöße geben; der DFB lehnte einen Boykott ab und DFB-Präsident Bernd Neuendorf kritisierte Göttlich, während Göttlich eine klare Positionierung des Verbands vor dem Turnierstart fordert.

Said El Mala vom 1. FC Köln wartet an der Seitenlinie neben Cheftrainer Lukas Kwasniok während des Bundesliga-Spiels gegen den FC St. Pauli im RheinEnergieStadion am 6. Dezember 2025 in Köln. Lars Baron / Getty Images

1. FC Köln: Trainer Lukas Kwasniok vor dem Aus

Nach dem wilden 3:3 im 100. Rheinderby gegen Gladbach steht Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln sichtbar unter Druck; er kündigte an, um diesen verdammten Job hier zu kämpfen, während Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler ein klares Bekenntnis vermied und ein ergebnisoffenes Gespräch ankündigte. Eric Martels später Kopfball (84.) sicherte immerhin einen Punkt, doch der FC steckt weiter im Tabellenkeller – sieben Spiele ohne Sieg und nur zwei Dreier aus den letzten 18 Partien unterstreichen die Formkrise und lassen Kwasnioks Zukunft offen.

Serge Gnabry von FC Bayern München bejubelt seinen Treffer zum 2:0 mit den Teamkollegen im Bundesliga-Spiel gegen 1. FC Union Berlin in der Allianz Arena am 21. März 2026. Alexander Hassenstein / Getty Images

Bundesliga Spieler des Tages: Nationalspieler Serge Gnabry vom FC Bayern München)

Serge Gnabry erzielte beim souveränen 4:0 gegen Union Berlin zwei Treffer, prägte als Ersatz auf der Zehn das Offensivspiel und erhielt dafür Lob von Teamkollegen wie Joshua Kimmich. Die bis 2028 verlängerte Vertragsbindung gibt dem Klub Planungssicherheit; Trainer Vincent Kompany und Sportdirektor Christoph Freund betonten seine Bedeutung, mahnten aber zugleich zur richtigen Belastungssteuerung.

Deutschland bei der WM 2026: Wirtz, Musiala, Havertz (Fotos AFP)

Deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM 2026: Wirtz, Musiala, Havertz: Das ewige Warten auf das Dreigestirn

Die WM-Vorbereitung Deutschlands wird von Verletzungen, Reha-Phasen und fehlendem Rhythmus der Offensivkräfte Florian Wirtz, Jamal Musiala und Kai Havertz geprägt, sodass der oft beschworene „Dreizack“ seit dem kurzen Auftritt in Budapest kaum noch zusammengespielt hat — die drei fehlten zusammen 20 von 30 Länderspielen. Nagelsmann erinnert an die vielversprechende Szene im Puskás-Stadion, doch mit Musiala weiter in individueller Reha (voraussichtlich ohne Einsätze gegen Schweiz und Ghana) wächst die Unsicherheit, ob das Trio rechtzeitig für die Testspiele und die WM ready ist.

Leroy Sané bejubelt seinen Treffer zum 3:0 gemeinsam mit Aleksandar Pavlovic im WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei in der Red Bull Arena in Leipzig am 17. November 2025. Maja Hitij / Getty Images

Nationalspieler Pavlovic verletzt: Reise zur Nationalmannschaft fraglich – Länderspiele in Gefahr

Der 22‑jährige Bayern‑Mittelfeldspieler Aleksandar Pavlovic fehlte beim 4:0 gegen Union Berlin wegen Hüftbeschwerden, nachdem er schon in der Champions‑League‑ Partie gegen Atalanta angeschlagen ausgewechselt worden war. Sportdirektor Christoph Freund betonte, man werde die Belastung genau prüfen und vorsichtig vorgehen, weshalb Pavlovics Abreise zur Nationalmannschaft fraglich ist. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte ihn für die Tests am 27. März in Basel gegen die Schweiz und drei Tage später in Stuttgart gegen Ghana nominiert, ein Ausfall würde eine kurzfristige Reaktion des DFB erfordern.

Mittelfeldspieler Lothar Matthäus (l.) und der Stürmer Pierre Littbarski feiern mit der WM-Trophäe, nachdem ihre Mannschaft den Titelverteidiger - Argentinien - im WM-Finale am 08. Juli 1990 in Rom durch einen Elfmeter von Verteidiger Andreas Brehme mit 1:0 besiegt hat. Es ist der dritte Weltmeistertitel für Deutschland (1954, 1974 und 1990). AFP-FOTO

WM 1990 Held & DFB Rekordnationalspieler: Lothar Matthäus wird 65

Lothar Matthäus wird 65 und blickt als Weltmeister von 1990 und langjähriger Leistungsträger der DFB‑Elf — 150 Länderspiele, 75‑mal Kapitän — auf eine herausragende Karriere zurück, geprägt vom Treffer in San Siro und dem Triumph in Rom. Auch nach Stationen bei Borussia Mönchengladbach, Bayern, Inter und New York (19 Vereinstitel, 464 Bundesliga‑Einsätze) ist er weiterhin präsent – als TV‑Experte, Kolumnist und Protagonist eines neuen Films über den WM‑Sommer 1990.