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Die WM 2026 ist noch nicht einmal richtig in Fahrt, da sorgt schon der erste Platzverweis-Alarm für Gesprächsstoff. Beim Auftaktspiel Mexiko gegen Südafrika wurden direkt drei Rote Karten gezeigt, so viele wie noch nie in einer WM-Eröffnung. Hier alle Gelbe und Rote Karten bei dieser WM.

Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio aus Brasilien war dabei der Mann im Mittelpunkt. Der 40-Jährige verwies gleich drei Spieler des Turniers vom Platz und setzte damit ein frühes Ausrufezeichen. Experte Manuel Gräfe ordnete die Szene als außergewöhnlich ein und sprach von einer Leistung, die sich an der Spielleitung messen lassen müsse.
Ein historischer WM-Auftakt mit drei Platzverweisen
Schon das erste Spiel lieferte einen Wert, der in der WM-Geschichte einzigartig ist. Nie zuvor hatte es bei einem Eröffnungsspiel drei Rote Karten gegeben, alle Entscheidungen waren korrekt. Anders als bei einer Gelb-Roten Karte zählten hier die direkten Platzverweise. Insgesamt verteilte Sampaio am Ende drei Rote Karten, damit stand sofort ein historischer Rekord für die WM-Eröffnung.
Für Südafrika erwischte es Yaya Sithole in der 35. Minute wegen einer Notbremse und Themba Zwane in der 36. Minute wegen einer Tätlichkeit. Später folgte in der Nachspielzeit auch noch Mexikos César Montes, ebenfalls nach einer Notbremse. Die Partie zwischen Mexiko und Südafrika endete 2:0, doch die drei Platzverweise bestimmten den Abend fast ebenso stark wie das Ergebnis.

Wie rot kann diese Weltmeisterschaft noch werden?
Die frühe Härte lenkt den Blick auf die Frage, ob dieser Turnierstart schon der Vorgeschmack auf eine außergewöhnlich strenge WM ist. Sampaio stellte mit seinen drei Roten Karten jedenfalls einen Maßstab auf, der sofort diskutiert wird. Der Vergleich mit früheren Turnieren zeigt, wie besonders dieser Auftakt ist.
Bei der Heim-WM 2006 in Deutschland wurden in 64 Partien insgesamt 28 Spieler vom Platz gestellt. Bei der Weltmeisterschaft 2022 in Mexiko und Südafrika waren es nur vier Rote Karten im gesamten Turnierverlauf. Als Referenz für eine eher strenge Linie dient auch die WM 1998 in Frankreich, bei der es insgesamt 18 Rote Karten gab.
Wer hält die WM-Rekorde bei Rot?
Die Bestmarke für die meisten direkten Platzverweise bei einer WM liegt nach wie vor bei zwei Spielern: Zinédine Zidane für Frankreich und Rigobert Song für Kamerun mussten jeweils zweimal vorzeitig vom Feld. Ob die WM 2026 diesen Wert oder sogar den Gesamttrend historischer Turniere sprengt, bleibt nach diesem Auftakt offen.
Fest steht aber schon jetzt, dass der erste Spieltag Maßstäbe gesetzt hat. Die drei Roten Karten von Wilton Pereira Sampaio könnten sich im weiteren Turnierverlauf als frühes Signal dafür erweisen, wie locker oder streng die Unparteiischen in diesem Sommer mit Karten umgehen.
Fairness-Tabelle der WM 2026
Aktualisierung immer nach Schlußpfiff des letzten Spieles!