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Mit einer glanzvollen Eröffnungsfeier und einem verdienten 2:0 gegen Südafrika hat Mexiko das erste Spiel der WM 2026 erfolgreich für sich entschieden. Vor 80.000 euphorisierten Zuschauern im Aztekenstadion traf Julian Quinones früh, Raúl Jiménez legte nach der Pause nach. Drei Rote Karten prägten eine Partie, die der Co-Gastgeber nach der Pause klar kontrollierte.

Shakira, Show und ein früher Mexiko-Schock für Südafrika
Schon vor dem Anpfiff verwandelte sich das legendäre Stadion in Mexiko-Stadt in eine Bühne voller Glanz und Glamour. Shakira begeisterte die Massen, später sang Andrea Bocelli, zudem trat der nigerianische Künstler Burna Boy mit der Pop-Superstar auf und performte den WM-Song „Dai Dai“. Auch FIFA-Präsident Gianni Infantino zeigte sich mit der echten WM-Trophäe, im Beisein des mexikanischen Hollywood-Stars Salma Hayek, vor der Menge. Rudi Völler, der als DFB-Sportdirektor eigens angereist war, schwärmte am ZDF-Mikrofon: „Eine unglaubliche Atmosphäre, da geht die Post ab“.

Auf dem Rasen legte Mexiko dann sofort nach. Angetrieben von der frenetischen Kulisse wirkte „El Tri“ von Beginn an beflügelt, während Südafrika kaum ins Spiel fand. Bereits in der 5. Minute prüfte Jiménez Torhüter Ronwen Williams, vier Minuten später schlug es dann ein: Yaya Sithole leistete sich am eigenen Strafraum einen folgenschweren Fehlpass an Érik Lira, Quinones nutzte das Geschenk eiskalt und traf durch Williams‘ Beine zum 1:0. Der Angreifer von Al-Qadisiya in Saudi-Arabien sorgte damit für den ersten Treffer der 23. Weltmeisterschaft.
Wm 2026 Tabelle der Gruppe A
Südafrika verliert die Ordnung, Mexiko nutzt die Überzahl
Die Südafrikaner kamen offensiv kaum zur Entfaltung, weshalb die Begegnung zunächst an Tempo verlor. Erst kurz vor der Pause zog Mexiko noch einmal an. Jiménez scheiterte in der 42. Minute an Williams, nur wenige Augenblicke später setzte Quinones den Ball an den Pfosten.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Südafrika defensiv anfällig. Direkt in der 46. Minute spielte Williams Mexikos Álvaro Fidalgo den Ball am Strafraum in die Füße, doch der Favorit ließ diese Möglichkeit liegen. Kurz darauf wurde es für die Afrikaner noch bitterer, als Sithole den enteilten Brian Gutierrez als letzter Mann von den Beinen holte und dafür die Rote Karte sah. In Unterzahl geriet Südafrika weiter unter Druck und verlor schließlich sogar zwei Spieler mehr: Themba Zwane wurde sechs Minuten vor Schluss wegen einer Tätlichkeit vom Platz gestellt, César Montes sah in der 90.+2 Minute für eine Notbremse ebenfalls Rot.

Jiménez macht alles klar, Mexiko darf auf die K.o.-Runde hoffen
Mit der zahlenmäßigen Überlegenheit setzte Mexiko den entscheidenden Schlag. In der 67. Minute köpfte Jiménez zum 2:0 ein und machte den Auftaktsieg endgültig perfekt. Der Treffer riss sogar Box-Superstar Saúl „Canelo“ Álvarez von seinem Sitz.
Für Mexiko ist der gelungene Start im Neuland der 48er-WM nicht nur ein Prestigeerfolg, sondern auch ein wichtiges Signal. Der Co-Gastgeber der größten Weltmeisterschaft der Geschichte war damit in der Neuauflage des Eröffnungsspiels von 2010 in Johannesburg, das 1:1 endete, erfolgreich und darf bereits auf die K.o.-Runde schielen. Im und um das Stadion herum blieb der Tag dennoch nicht nur sportlich geprägt, denn außerhalb der Arena kam es nach den seit Tagen andauernden Protesten, unter anderem der Lehrergewerkschaft, auch zu tumultartigen Szenen. Tausende Menschen drängten am Donnerstag in die Fanzone auf dem Zócalo, wobei Metallbarrieren den Zugang erschwerten, wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete. In Stadionnähe kam es zudem zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Im Aztekenstadion selbst hatten die Mexikaner zu Beginn jedenfalls die besseren Antworten. Der legendäre Spielort, an dem schon die WM 1970 und 1986 eröffnet worden waren, erlebte mit der Mischung aus Feuerwerk, Landesfarben, Pop-Show und Fußball einen Auftakt, wie ihn sich die Gastgeber kaum besser hätten ausmalen können.
