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Am Wochenende startet die WM 2026 mit einer Reihe von WM-Spielen, die vom ersten Moment an für internationale Spannweite sorgen. Mit Katar, Brasilien, Haiti, Australien und Deutschland sind gleich mehrere Geschichten dabei, die sportlich wie abseits des Platzes Stoff liefern. Hier unser PDF Fußball WM 2026 Spielplan + Turnierbaum zum Ausfüllen + Ausdrucken

Favoriten, Außenseiter und große Namen
Den Auftakt der markanten Spielserie machen am Samstag um 21.00 Uhr MEZ im Levi’s Stadium in Santa Clara Katar und die Schweiz in Gruppe B, live im ZDF und bei MagentaTV. Der Gastgeber der WM 2022 hat es nun auch erstmals auf sportlichem Weg zu einer Endrunde geschafft, bleibt allerdings ein klarer Außenseiter. Für die WM-Mission setzt der wohlhabende Golfstaat auf die Erfahrung von Julen Lopetegui. Der spanische Coach, der auf Vereinsebene bereits Real Madrid und West Ham United betreut hat, gibt bei dieser Weltmeisterschaft sein Debüt, nachdem er 2018 unmittelbar vor dem Turnierstart in seiner Heimat entlassen worden war. Die Schweiz geht als Favorit in die Partie und auch in die Gruppe B, die Aufregung um das Visum von Breel Embolo war nur kurzzeitig ein Thema.

In Gruppe C trifft Brasilien in der Nacht auf Sonntag um 0.00 Uhr MEZ im MetLife Stadium in East Rutherford auf Marokko, ebenfalls im ZDF und bei MagentaTV. Der Rekordweltmeister wartet seit 24 Jahren auf seinen sechsten Titel. Doch die Selecao ist längst nicht mehr so dominant wie zu Zeiten von Ronaldo, Ronaldinho oder Roberto Carlos, als Spektakel fast zum Standard gehörte. Nun lastet viel Verantwortung auf Vinícius Júnior und auch auf Neymar. Der Routinier hat seit fast 1000 Tagen kein Länderspiel mehr bestritten und arbeitet nach seiner Verletzungspause am Comeback. Marokko reist mit Selbstvertrauen an und peilt einen Coup wie in Katar an, als die Mannschaft um Achraf Hakimi als erstes afrikanisches Team das Halbfinale erreichte. Hakimi betonte: „Wir sind bereit, bei der Weltmeisterschaft große Dinge zu erreichen“.
Haiti und Schottland schließen sich am Sonntag um 3.00 Uhr MEZ im Gillette Stadium in Boston an, übertragen von der ARD und MagentaTV. Schon vor dem ersten Anpfiff gab es für Haiti eine besondere Trikotgeschichte. Die FIFA untersagte kurzfristig die Darstellung einer Kriegsszene auf dem blauen Jersey. Gezeigt wurde dort die Schlacht von Vertières aus dem Jahr 1803, die Haitis Unabhängigkeit sicherte. Das Trikot war bereits in zwei Testspielen in Florida getragen worden, ehe der Weltverband einschritt. Im 26-köpfigen Kader steht zudem Josué Duverger, Torwart des Oberligisten FC Cosmos Koblenz.
Debüts, Premieren und besondere Wege
Australien eröffnet gegen die Türkei am Sonntag um 6.00 Uhr MEZ im BC Place Stadium in Vancouver die Gruppe D, MagentaTV überträgt. Die Socceroos setzen dabei auf Kontinuität und Vertrauen. Noch vor dem Turnier verlängerte Australien den Vertrag mit Tony Popovic bis zur Asienmeisterschaft im kommenden Jahr. Für den 52-Jährigen ist die Partie gegen die Türken eine besondere Etappe, denn er ist der erste Australier, der sowohl als Spieler als auch als Trainer bei einer WM dabei war. 2006 stand Popovic beim Sommermärchen in Deutschland selbst für die Socceroos auf dem Platz. Seine eigene WM-Premiere erlebt zugleich Arda Güler. Der 21 Jahre alte Offensivspieler werde in der Türkei verehrt, sagte Nationalcoach Vincenzo Montella, „ein bisschen wie Maradona in Neapel“.
Später am Sonntag, um 19.00 Uhr MEZ, trifft Deutschland im NRG Stadium in Houston auf Curacao, live in der ARD und bei MagentaTV. Der Karibikstaat stellt den kleinsten Teilnehmer in der Geschichte der Weltmeisterschaft. Von den 26 Spielern des Kaders wurde nur Tahith Chong auch tatsächlich auf Curacao geboren, alle anderen kamen in den Niederlanden zur Welt, ebenso wie Trainer Dick Advocaat. Die Insel ist mit 444 Quadratkilometern nur etwa ein Sechstel so groß wie das Saarland und zählt rund 155.000 Einwohner, also ungefähr so viele wie Paderborn. Zugleich ist Curacao ein autonomes Land und Teil des Königreichs der Niederlande. Etwa 145.000 Menschen mit Wurzeln auf Curacao leben heute in den Niederlanden.

Europäische Schwergewichte im Blick
In Gruppe F empfängt die Niederlande am Sonntag um 22.00 Uhr MEZ Japan im AT&T Stadium in Arlington, zu sehen bei MagentaTV. Die Elftal geht nach einer ernüchternden Vorbereitung mit gedämpfter Euphorie in das Turnier. Virgil van Dijk sprach offen davon, dass die Mannschaft „noch ein paar Schritte gehen“ müsse. Das 1:2 gegen Algerien und das 2:1 gegen Usbekistan stärkten das Selbstvertrauen nicht gerade, zudem fehlen mit Jurrien Timber, Matthijs de Ligt und Xavi Simons mehrere wichtige Profis. Trotzdem gibt Wout Weghorst die Marschrichtung vor und sagt: „Es gibt für uns nur ein Ziel und das ist, Weltmeister zu werden.“
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Direkt danach steigt am Montag um 1.00 Uhr MEZ in Gruppe E das Duell zwischen der Elfenbeinküste und Ecuador im Lincoln Financial Field in Philadelphia, übertragen von der ARD und MagentaTV. Nach Deutschlands Auftakt wird Julian Nagelsmann diese Partie der beiden nächsten Vorrundengegner genau verfolgen. Einige Ivorer kennt der Bundestrainer bereits aus der Bundesliga, darunter Leipzigs Yan Diomande, der mit starken Auftritten auf sich aufmerksam gemacht hat und längst das Interesse internationaler Topklubs geweckt hat. Die Elfenbeinküste überraschte in der Vorbereitung mit einem Sieg gegen Frankreich. Ecuador reist seinerseits mit dem Rückenwind von 19 Spielen ohne Niederlage in die USA.
Den Abschluss des Wochenendes bildet in der Nacht auf Montag um 4.00 Uhr MEZ in Monterrey das Spiel zwischen Schweden und Tunesien in Gruppe F, live bei MagentaTV. Die Schweden haben die WM-Qualifikation komplett verpatzt und in einer Gruppe mit der Schweiz, Kosovo und Slowenien in sechs Partien keinen einzigen Sieg geholt. Erst die Nations League rettete den Weg zur Endrunde, weil die Skandinavier ihre Gruppe dort gewannen und sich über die Playoffs das Ticket sicherten. Mit Erfolgen über die Ukraine und Polen gelang schließlich der Sprung zur WM, in der Vorbereitung blieb allerdings auch wieder ein Sieg aus. Die Mannschaft um Arsenal-Star Viktor Gyökeres geht deshalb als Wundertüte ins Turnier, während Tunesien als unangenehmer Gegner erwartet wird.