Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 WM-Spieltag 3: Entscheidungen, Rekorde und der Blick aufs Sechzehntelfinale
- 1.1 Deutschland kassiert den ersten Dämpfer
- 1.2 Das Sechzehntelfinale steht fest
- 1.3 Kap Verde setzt das WM-Märchen fort
- 1.4 Historischer Erfolg für die DR Kongo
- 1.5 Kane, Messi und ihre Rekorde
- 1.6 Portugal verpasst den Gruppensieg
- 1.7 Eigentor-Rekord bleibt in Reichweite
- 1.8 WM-Zuschauerrekord schon nach der Vorrunde pulverisiert
- 1.9 Die Außenseiter prägen diese WM
- 2 Alle Ergebnisse des 3. Spieltages in der Übersicht
- 3 WM-Spieltag 2: Deutschland mit Gruppensieg, Schlotterbeck-Schock und Undav-Show
- 4 WM-Spieltag 2: Messi, Rekorde und erste Entscheidungen
- 4.1 Die ersten Tickets fürs Sechzehntelfinale sind vergeben
- 4.2 Für einige Teams ist die WM schon vorbei
- 4.3 Messi schreibt WM-Geschichte
- 4.4 Torjägerliste voller Superstars
- 4.5 Hydration Breaks sorgen weiter für Diskussionen
- 4.6 132 Minuten Wetterchaos in Frankreichs Rekordspiel
- 4.7 Curacaos Keeper stellt WM-Rekord auf
- 4.8 Das Rudern geht um die Welt
- 4.9 Ronaldo trifft bei seiner sechsten WM
- 4.10 Die Außenseiter sorgen für WM-Magie
- 5 Alle Ergebnisse des 2. Spieltages in der Übersicht
- 6 WM-Spieltag 1: Außenseiter mit Mut, Stars mit Ausrufezeichen
- 7 WM-Spieltag 1: Taktik, Trinkpausen und die Sache mit dem Rhythmus
- 8 WM-Spieltag 1: Hitze, Rasen und ein überraschend ordentliches Niveau
- 9 WM-Spieltag 1: Stimmung zwischen Protest, Party und echter Begeisterung
- 10 Alle Ergebnisse des 1. Spieltages in der Übersicht
Die drei WM-Spieltage der Gruppenphase der Fußball WM 2026 lieferten reichlich Gesprächsstoff, auch wenn die ganz große Überraschung ausblieb. Während sich die Außenseiter und Debütanten Respekt verdienten, setzten die Topstars mit Toren und Gala-Auftritten die Schlaglichter. Dazu prägten Trinkpausen, Taktikfragen, Rasen-Diskussionen und ein insgesamt überraschend ordentliches Niveau das Turnierbild. Die WM 2026 Vorrunde in Zahlen & Rekorde: Messi, Ronaldo, DFB-Team.

Historische Torflut: WM 2026 erreicht 100-Tore-Marke in Rekordtempo
Update (18.6., 17:45 Uhr): Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 ist torreich gestartet. Am ersten Spieltag fielen in den 24 Vorrundenpartien insgesamt 75 Treffer, was einem Schnitt von 3,13 Toren pro Spiel entspricht. Damit erlebt das Turnier den treffsichersten Auftakt seit der WM 1958 in Schweden, als auf dem ersten Spieltag sogar 3,6 Tore pro Begegnung erzielt wurden. Die bisherigen Partien in Nordamerika sorgen damit für einen historischen Bestwert in der modernen WM-Geschichte und unterstreichen den offensiven Charakter des Turniers.
WM-Spieltag 3: Entscheidungen, Rekorde und der Blick aufs Sechzehntelfinale
Mit dem dritten Vorrundenspieltag ist die Gruppenphase der WM 2026 abgeschlossen. Die letzten Tickets für das Sechzehntelfinale wurden vergeben, einige Favoriten leisteten sich noch einen Dämpfer, während Außenseiter ihre Fußballmärchen weiterschrieben. Gleichzeitig sorgten Messi, Kane und die DR Kongo für weitere historische Momente.
Deutschland kassiert den ersten Dämpfer
Der Gruppensieg war bereits vor dem Anpfiff sicher, doch gegen Ecuador setzte es eine verdiente 1:2-Niederlage. Julian Nagelsmann schickte dabei keineswegs eine B-Elf aufs Feld, vielmehr offenbarte die DFB-Auswahl gegen aggressiv pressende Ecuadorianer ungewohnte Schwächen. Die Pleite dient als Warnsignal vor der K.o.-Phase, auch wenn Deutschland als Sieger der Gruppe E ins Sechzehntelfinale einzieht.
Das Sechzehntelfinale steht fest
Mit Abschluss der Gruppenphase sind alle 32 Teilnehmer der K.o.-Runde ermittelt. Deutschland trifft auf Paraguay, während unter anderem Frankreich gegen Schweden, England gegen die DR Kongo und Argentinien auf Kap Verde spielen.
Damit stehen bereits zum Auftakt der K.o.-Phase mehrere reizvolle Duelle fest.
Kap Verde setzt das WM-Märchen fort
Die größte Überraschung der Vorrunde heißt weiterhin Kap Verde. Das torlose Remis gegen Saudi-Arabien reichte dem WM-Debütanten zum Einzug ins Sechzehntelfinale. Nun wartet mit Titelverteidiger Argentinien um Lionel Messi die wohl größte Bühne, die das kleine Inselland je erlebt hat.
Historischer Erfolg für die DR Kongo
Auch die DR Kongo schreibt WM-Geschichte. Mit dem 3:1 gegen Usbekistan zog die Mannschaft erstmals überhaupt in die K.o.-Runde einer Weltmeisterschaft ein und trifft dort auf England. Damit gehört sie neben Kap Verde zu den größten Überraschungen des bisherigen Turniers.

Kane, Messi und ihre Rekorde
Harry Kane erzielte beim 2:0 gegen Panama sein elftes WM-Tor und ist damit alleiniger Rekordtorschütze Englands. Lionel Messi wurde gegen Jordanien zunächst geschont, kam nach der Pause ins Spiel und traf per Freistoß. Der Argentinier erhöhte damit seinen WM-Rekord auf 19 Treffer und führt mit sechs Treffern weiterhin die Torjägerliste an.
Portugal verpasst den Gruppensieg
Portugal kam im abschließenden Gruppenspiel gegen Kolumbien nicht über ein Unentschieden hinaus und musste den Südamerikanern den Gruppensieg überlassen. Cristiano Ronaldo blieb diesmal ohne Treffer und muss mit seiner Mannschaft nun den schwierigeren Weg durch die K.o.-Runde nehmen.
Eigentor-Rekord bleibt in Reichweite
Die WM 2026 bleibt auch in einer kuriosen Statistik auf Rekordkurs. Nach Abschluss der Gruppenphase stehen elf Eigentore zu Buche, nur eines weniger als der WM-Höchstwert von zwölf Eigentoren aus Russland 2018. Da im Sechzehntelfinale und den weiteren K.o.-Runden noch 32 Partien ausstehen, ist gut möglich, dass die Bestmarke in den kommenden Tagen eingestellt oder sogar übertroffen wird. Die erste Weltmeisterschaft mit 48 Teams könnte damit auch in dieser Kategorie Geschichte schreiben.

WM-Zuschauerrekord schon nach der Vorrunde pulverisiert
Die WM 2026 hat bereits nach Abschluss der Gruppenphase Geschichte geschrieben. Insgesamt 4.644.549 Zuschauer verfolgten die ersten 72 Partien in den Stadien der USA, Kanadas und Mexikos. Damit wurde der bisherige WM-Rekord von 3.587.538 Fans bei der Weltmeisterschaft 1994 in den USA bereits deutlich übertroffen, obwohl noch die komplette K.o.-Phase mit 32 Spielen aussteht. Bleibt der bisherige Zuschauerschnitt von rund 64.500 Besuchern pro Partie bestehen, werden bis zum Finale noch einmal gut zwei Millionen Fans hinzukommen. Die WM 2026 dürfte damit als erste Weltmeisterschaft die Marke von sechs Millionen Stadionbesuchern deutlich knacken und den bisherigen Rekord um mehr als drei Millionen Zuschauer übertreffen.
Die Außenseiter prägen diese WM
Ob Kap Verde, die DR Kongo, Südafrika oder auch die Elfenbeinküste: Die erweiterte Weltmeisterschaft zeigt bislang, dass längst nicht nur die klassischen Fußball-Großmächte für Schlagzeilen sorgen. Viele vermeintliche Außenseiter nutzen ihre Chance und verleihen dem Turnier einen eigenen Charakter, der weit über die Favoriten hinausreicht.
Alle Ergebnisse des 3. Spieltages in der Übersicht
WM-Spieltag 2: Deutschland mit Gruppensieg, Schlotterbeck-Schock und Undav-Show
Deutschland hat das Sechzehntelfinale vorzeitig erreicht und steht sogar schon als Gruppensieger fest. Doch neben der starken Form von Deniz Undav und einem weiteren Rekord von Manuel Neuer sorgt vor allem der WM-Ausfall von Nico Schlotterbeck für Gesprächsstoff im DFB-Lager.
Deutschland kommt als Gruppensieger weiter
Der Last-Minute-Sieg gegen die Elfenbeinküste (2:1) und Curacaos überraschendes 0:0 gegen Ecuador haben der DFB-Elf nicht nur das Sechzehntelfinale, sondern bereits vorzeitig Platz eins in Gruppe E beschert.
WM-Aus für Schlotterbeck
Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt. Nico Schlotterbeck zog sich beim 2:1 gegen die Elfenbeinküste einen Innenbandriss im linken Sprunggelenk zu und fällt mehrere Monate aus. Für die deutsche Mannschaft ist der Ausfall des gesetzten Innenverteidigers einer der schwersten Rückschläge der bisherigen WM, zumal eine Nachnominierung nach Turnierbeginn nicht mehr möglich ist.
Neuer überholt Lloris
Manuel Neuer hat mit seinem 21. WM-Einsatz einen weiteren Meilenstein erreicht. Der deutsche Kapitän zog an Frankreichs Hugo Lloris vorbei und ist nun der Torhüter mit den meisten Einsätzen in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft.
Ecuador-Spiel wird Test unter Wettbewerbsbedingungen
Weil Deutschland den Gruppensieg bereits vor dem letzten Spieltag sicher hat, könnte Julian Nagelsmann gegen Ecuador Belastungen steuern und einigen Reservisten Spielpraxis geben. Dabei rückt auch ein möglicher WM-Einsatz von Ersatzkeeper Oliver Baumann in den Fokus. Nach zwei Siegen und 9:2 Toren geht es für die DFB-Elf auch darum, ohne weitere Ausfälle und Sperren in die K.o.-Runde einzuziehen.
Undav fordert Messi heraus
Mit drei Toren und zwei Vorlagen hat Deniz Undav ebenso viele Scorerpunkte gesammelt wie Lionel Messi und gehört zu den größten Überraschungen der bisherigen WM.

WM-Spieltag 2: Messi, Rekorde und erste Entscheidungen
Erste Qualifikanten, erste Rekorde und die ersten großen Überraschungen: Nach zwei Spieltagen nimmt die WM 2026 richtig Fahrt auf. Von Messis historischem Rekord bis zum Höhenflug der Außenseiter die wichtigsten Entwicklungen im Überblick.
Die ersten Tickets fürs Sechzehntelfinale sind vergeben
Nach zwei Spieltagen haben sich bereits mehrere Nationen vorzeitig für das Sechzehntelfinale qualifiziert. Mexiko, die USA, Deutschland, Frankreich, Norwegen, Argentinien und Kolumbien können den letzten Gruppenspieltag ohne Druck angehen und ihre Planungen für die K.o.-Runde aufnehmen.
- Platz eins ist Deutschland nicht mehr zu nehmen: Auf das 7:1 gegen Curacao ließ die DFB-Elf ein 2:1 gegen die Elfenbeinküste folgen. Weil Ecuador gegen Curacao nicht über ein 0:0 hinauskam, steht Deutschland bereits vorzeitig auf Platz eins der Gruppe E.
- Messi schießt Argentinien im Alleingang weiter: Mit fünf Toren in den ersten beiden Spielen hat Lionel Messi die Albiceleste praktisch im Alleingang in die K.o.-Runde geführt.
- Kolumbien überrascht mit perfekter Bilanz: Mit zwei Siegen aus zwei Spielen haben die Südamerikaner als erstes Team der Gruppe K das Sechzehntelfinale erreicht und sich frühzeitig in den Kreis der Geheimfavoriten gespielt.
- Frankreich und Norwegen marschieren gemeinsam weiter: In Gruppe I sind die Entscheidungen an der Spitze bereits gefallen. Sowohl Frankreich als auch Norwegen haben nach zwei Siegen das Ticket für die Runde der letzten 32 gelöst.
- Mexiko setzt als Gastgeber ein Ausrufezeichen: Der Co-Gastgeber ist die erste Mannschaft überhaupt, die das Sechzehntelfinale erreicht hat, und steht schon vor dem letzten Spieltag als Gruppensieger fest.
- USA bestätigt die Heimstärke: Die Amerikaner haben ihre ersten beiden Spiele gewonnen und sich damit vorzeitig den ersten Platz in Gruppe D gesichert.

Für einige Teams ist die WM schon vorbei
Während zahlreiche Nationen noch um den Einzug in die K.o.-Phase kämpfen, mussten Haiti, die Türkei, Tunesien, Jordanien und Panama ihre Hoffnungen auf das Sechzehntelfinale bereits begraben. Für sie geht es am letzten Spieltag nur noch um einen versöhnlichen Abschied.
Messi schreibt WM-Geschichte
Lionel Messi hat bei dieser Weltmeisterschaft eine weitere historische Marke erreicht. Mit seinen fünf Treffern in den ersten beiden Gruppenspielen zog der Argentinier nicht nur an Miroslav Klose vorbei, sondern ist nun mit insgesamt 18 WM-Toren alleiniger Rekordtorschütze der Turniergeschichte. Der 38-Jährige baut damit sein ohnehin schon beeindruckendes Vermächtnis weiter aus und jagt bei seiner wohl letzten Weltmeisterschaft einen Rekord nach dem anderen.
Torjägerliste voller Superstars
Im Rennen um die Torjägerkrone haben sich bereits einige der größten Namen des Weltfußballs in Stellung gebracht. Lionel Messi führt die Wertung nach zwei Spieltagen mit fünf Treffern an. Dahinter folgen Erling Haaland für Norwegen und Kylian Mbappé für Frankreich mit jeweils vier Toren. Auch Deutschlands Deniz Undav und Kanadas Jonathan David mischen mit je drei Treffern in der Spitzengruppe mit. Die Jagd auf den Goldenen Schuh verspricht Hochspannung.
Hydration Breaks sorgen weiter für Diskussionen
Kaum ein WM-Thema wird derzeit so stark diskutiert wie die verpflichtenden Trinkpausen. Viele kritisieren die Unterbrechungen als Eingriff in den Spielfluss und vermuten vor allem kommerzielle Gründe hinter der Maßnahme.
132 Minuten Wetterchaos in Frankreichs Rekordspiel
Die Partie gegen den Irak wurde wegen eines Unwetters mehr als zwei Stunden unterbrochen und sorgte für die bislang längste Spielunterbrechung des Turniers.
Curacaos Keeper stellt WM-Rekord auf
Torhüter Eloy Room wurde beim 0:0 gegen Ecuador zum Mann des Spiels. Mit 15 Paraden stellte der Schlussmann einen neuen Rekord für die meisten gehaltenen Schüsse ohne Gegentor in einem 90-minütigen WM-Spiel auf.
Das Rudern geht um die Welt
Norwegens Nationalmannschaft hat mit ihrem gemeinsamen Ruderjubel eines der ikonischen Bilder der bisherigen WM geschaffen und liefert damit nicht nur sportlich Gesprächsstoff.
Ronaldo trifft bei seiner sechsten WM
Cristiano Ronaldo hat gegen Usbekistan gleich doppelt getroffen und damit Fußballgeschichte geschrieben. Der portugiesische Superstar ist mit 41 Jahren der erste Spieler überhaupt, der bei sechs verschiedenen Weltmeisterschaften mindestens ein Tor erzielt hat.
Die Außenseiter sorgen für WM-Magie
Ob Curacaos Punktgewinn gegen Ecuador, Kap Verdes Remis gegen Spanien oder Norwegens Höhenflug mit Erling Haaland: Auch die vermeintlich kleineren Nationen prägen bislang die Geschichten dieser Weltmeisterschaft.

Alle Ergebnisse des 2. Spieltages in der Übersicht
WM-Spieltag 1: Außenseiter mit Mut, Stars mit Ausrufezeichen
Curacao bekam gegen Deutschland zwar deutlich mit 1:7 zu spüren, wie hart eine WM sein kann, doch viele andere Außenseiter hielten bemerkenswert dagegen. Kap Verde zwang Spanien beim 0:0 in die Frustrationsrolle, Katar ärgerte die Schweiz beim 1:1, die DR Kongo nahm den Portugiesen ebenfalls ein 1:1 ab. Auch Jordanien machte es Österreich lange unbequem und verlor erst mit 1:3, Haiti unterlag den Schotten nur knapp mit 0:1, Panama kassierte gegen Ghana erst in letzter Minute das 0:1, und die Usbeken waren gegen Kolumbien beim 1:3 alles andere als leichte Beute. Die große Sensation blieb zwar aus, doch die sogenannten kleinen Nationen und WM-Neulinge haben sich schon ordentlich Reputation erspielt.
Bei den Favoriten ließen die ganz großen Namen hingegen kaum Wünsche offen. Lionel Messi begeisterte die Fußballwelt mit einem Dreierpack, Kylian Mbappé, Erling Haaland und Harry Kane trafen jeweils doppelt. Jürgen Klopp brachte das Spektakel als MagentaTV-Experte mit den Worten auf den Punkt: „Das Wettschießen hat begonnen“. Nur Cristiano Ronaldo erwischte bei Portugals verpatztem Start gegen die DR Kongo einen bitteren Nachmittag. Der 41-Jährige kam lediglich auf 25 Ballkontakte und war über weite Strecken kaum eingebunden.
WM-Spieltag 1: Taktik, Trinkpausen und die Sache mit dem Rhythmus
Auch abseits der Tore verändert sich das Turnierbild spürbar. Der Anstoß mit einem langen Ball weit in der gegnerischen Hälfte, um sofort ins Pressing zu kommen, ist zwar kein neues Mittel, doch Paris Saint-Germain hat diese Idee als zweimaliger Champions-League-Sieger salonfähig gemacht. Überhaupt wirkt vieles auf den ersten Blick bekannter, als es die Turniermechanik vermuten lässt. Das 4-4-2, das zuletzt vom 4-2-3-1 und vom 3-4-2-1 verdrängt wurde, erlebt wieder eine Renaissance. Weil im Viervierteltakt gespielt wird und damit regelmäßig Unterbrechungen entstehen, lassen sich Abläufe schneller umstellen.
Eine zentrale Rolle spielen dabei die verpflichtenden „hydration breaks“. Offiziell dienen sie dem Schutz der Spieler, doch viele Fans vermuten dahinter eher einen weiteren Geldstrom für die FIFA. Denn die übertragenden Sender nutzen die jeweils rund dreiminütigen Pausen natürlich auch für Werbung. Hinzu kommt, dass die Unterbrechungen unabhängig von Hitze oder klimatisierten Arenen angesetzt werden. Für die Mannschaften sind sie zugleich praktische Auszeiten, in denen neue Anweisungen unmittelbar auf dem Platz ankommen.
WM-Spieltag 1: Hitze, Rasen und ein überraschend ordentliches Niveau
Die Witterung hat bislang kaum Schlagzeilen produziert. Die Stadien in dem heißen Texas, also in Dallas und Houston, sind klimatisiert, ebenso die Arena in Atlanta. Abgesehen von einzelnen Hitzewarnungen und Gewittern, vor allem in Texas und an der Ostküste, blieben wetterbedingte Probleme aus. In Kalifornien, also in Los Angeles und Santa Clara, lagen die Temperaturen in der ersten Turnierwoche meist zwischen 20 und 30 Grad Celsius. Bei vielen Spielen wären die Trinkpausen eigentlich gar nicht nötig gewesen.

Weniger zufrieden sind die Profis dagegen mit dem Untergrund. Stars reagieren bekanntlich empfindlich, wenn es um ihren Arbeitsplatz geht, und längst nicht jeder ist mit den Rasenflächen in den 16 WM-Arenen einverstanden. Frankreichs Adrien Rabiot schimpfte über den Platz im Final-Stadion: „Der Platz… ich weiß nicht mal, ob man es so bezeichnen kann.“ Dabei hatte die FIFA über Jahre hinweg keine Mühen gescheut, um mit speziellen Grasarten, künstlicher Beleuchtung, Bewässerung, Belüftung und Untergrundtechnik möglichst einheitliche und perfekte Spielflächen zu schaffen. Bei den unterschiedlichen Klimazonen in den USA, Mexiko und Kanada war das ohnehin eine enorme Aufgabe, zumal viele Stadien eigentlich NFL-Arenen sind. Entsprechend überrascht es nicht, dass auch andere mit dem Ergebnis hadern.
Sportlich fällt die erste Bilanz dennoch positiv aus. Trotz der Erweiterung auf 48 Teams waren vor dem Turnier viele einseitige Partien erwartet worden, doch die „Kleinen“ traten überwiegend mutig auf. Bis auf wenige Ausnahmen boten die ersten Tage viel Unterhaltung, und lediglich ein 0:0 stand zu Buche, als sich Kap Verde gegen Europameister Spanien leidenschaftlich einen Punkt erkämpfte. Besonders positiv fielen die USA mit dem 4:1 gegen Paraguay, Deutschland mit dem 7:1 gegen Curacao und England mit dem 4:2 gegen Kroatien auf.
WM-Spieltag 1: Stimmung zwischen Protest, Party und echter Begeisterung
Die Atmosphäre rund um das Turnier bleibt allerdings zwiespältig. Hohe Ticketpreise, restriktive Einreiseregeln der USA, Gewalt und Proteste in Mexiko drücken die Euphorie eines ohnehin politisch belasteten Mega-Events in drei Ländern bisher spürbar. Doch es gibt auch die anderen Bilder: Die legendäre „Tartan Army“ der Schotten sorgt erneut für Furore, norwegische Fans „rudern“ sich in die Schlagzeilen, und auch die Amerikaner entdecken ihre Begeisterung für Soccer. Vor allem dann, wenn die eigene Mannschaft aufläuft. Schließlich hat das Turnier gerade erst begonnen.