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Fußball WM heute: Aufstellung Spanien gegen Argentinien. Mit diesen beiden Startelfen gehen Europameister und Weltmeister am Sonntag, dem 19. Juli 2026, um 21:00 Uhr MESZ in das WM-Finale im MetLife Stadium bei New York (live im ZDF und bei MagentaTV). Spanien vertraut auf sein perfekt ausbalanciertes 4-2-3-1, Argentinien schickt in seinem 4-4-2 eine Elf aufs Feld, die zu großen Teilen schon vor vier Jahren Weltmeister wurde. Hier kommen die voraussichtlichen Aufstellungen mit der Analyse aller Mannschaftsteile. Gepfiffen wird das Endspiel vom Slowenen Slavko Vincic, Video-Assistent ist der Deutsche Bastian Dankert.

Die offiziellen Aufstellungen im WM-Finale
kommen um ca. 20:00 Uhr
Die voraussichtlichen Aufstellungen im WM-Finale 2026
Spanien (4-2-3-1): Unai Simón – Pedro Porro, Pau Cubarsí, Aymeric Laporte, Marc Cucurella – Rodri, Fabián Ruiz – Lamine Yamal, Dani Olmo, Álex Baena – Mikel Oyarzabal
Argentinien (4-4-2): Emiliano Martínez – Nahuel Molina, Cristian Romero, Lisandro Martínez, Nicolás Tagliafico – Rodrigo de Paul, Leandro Paredes, Enzo Fernández, Alexis Mac Allister – Lionel Messi, Julián Álvarez
(Voraussichtliche Aufstellungen, Quelle: kicker)

So ist Spanien aufgestellt: Mittelfeld in perfekter Balance
Diese Mannschaft hat keinen echten Schwachpunkt, sie tritt als kompakte Einheit auf. Torhüter Unai Simón hat seinen Anteil am WM-Rekord von 649 Minuten ohne Gegentor, wurde bisher aber selten richtig geprüft; gegen Belgien und Frankreich fiel er mit einigen unbestraften Ausflügen auf, bei hohen Bällen ist er dagegen stark. An der Viererkette beißt sich die Konkurrenz die Zähne aus: Die Außenverteidiger Pedro Porro und Marc Cucurella machen nicht nur ihre Seiten dicht, sondern sind auch offensiv brandgefährlich, in der Innenverteidigung harmonieren Routinier Aymeric Laporte und der 19-jährige Pau Cubarsí, als würden sie schon ewig zusammenspielen.
Dass ein Pedri inzwischen zum Bankdrücker wurde, sagt alles über das Mittelfeld aus: Die Doppelsechs um Rodri und Fabián Ruiz erobert und verteilt die Bälle, in keinem Spiel hatte Spanien nicht ein deutliches Übergewicht in der Zentrale. Offensiv sprüht Dani Olmo vor Ideen. Im Angriff fehlt zwar ein Top-Scorer, das ist aber der kontrollierten Offensive geschuldet: Mikel Oyarzabal ist der arbeitende Mittelstürmer, Lamine Yamal ist die lange Verletzungspause noch anzumerken, sodass Álex Baena links teilweise mehr Akzente setzt. Überragend sind die Joker: Ferran Torres braucht keine Anlaufzeit, von Superjoker Mikel Merino ganz zu schweigen. Trainer Luis de la Fuente zog nach dem misslungenen WM-Start gegen Kap Verde die richtigen Lehren und brachte die Maschine rechtzeitig zum Laufen.
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Personelle Sorgen gibt es vor dem Endspiel keine mehr: Luis de la Fuente hat am Freitag grünes Licht für Lamine Yamal und Pedro Porro gegeben. „Ihm geht es gut. Alle haben gut trainiert“, sagte der Nationaltrainer über seinen 19-jährigen Flügelstürmer. Yamal und Porro hatten am Donnerstag nach dem Halbfinale gegen Frankreich noch individuell trainiert. Yamal laborierte an den Folgen eines Tritts gegen den linken Oberschenkel, den er sich ausgerechnet bei jener Aktion zugezogen hatte, die zum Foulelfmeter und zur frühen Führung durch Mikel Oyarzabal führte. „Das war sehr schmerzhaft für ihn, aber jetzt geht es ihm gut, er ist in bester Verfassung, es gibt keine Probleme“, betonte de la Fuente. Im Training trug Yamal einen Verband am linken Oberschenkel. Bei Porro, der gegen Frankreich in der Schlussphase ausgewechselt worden war und das 2:0 erzielt hatte, handelte es sich um muskuläre Ermüdung. Der Schlüssel zur spanischen Ordnung bleibt ohnehin Rodri: „Rodri ist unser Rückgrat“, sagt de la Fuente über den Mann, mit dem er 2015 schon die U19 zum EM-Titel führte, auf den Tag genau elf Jahre vor diesem Finale.
Spaniens Bank: „keine elf, sondern 26 Stammspieler“
Wie tief dieser Kader ist, beschreibt Weltmeister David Silva, der 2010 selbst im spanischen Endspiel-Aufgebot stand. „Es gibt keine elf, sondern 26 Stammspieler. Ganz egal, wer reinkommt, er macht es mindestens genauso gut wie der, der für ihn weichen muss“, sagte der 40-Jährige dem Münchner Merkur. Genau deshalb hätten die zwischenzeitlichen Ausfälle von Lamine Yamal, Rodri und Mikel Merino im Turnierverlauf aufgefangen werden können.
Der beste Beleg dafür ist Merino selbst: Der Mittelfeldspieler kam in der K.o.-Runde zweimal von der Bank und traf jeweils zum Sieg, beim 1:0 im Achtelfinale gegen Portugal und beim 2:1 im Viertelfinale gegen Belgien. Auf seine Jokerrolle angesprochen, winkte er vor dem Finale ab: „Ehrlich gesagt spielt es keine Rolle, wer der Held ist.“ Für die Aufstellung heißt das: Selbst wenn de la Fuente wie erwartet mit der bekannten Elf beginnt, hat er nach 60 Minuten noch Wechseloptionen, die ein Finale drehen können.

So ist Argentinien aufgestellt: Kapitän Messi überstrahlt alles
Spielerisch überzeugte der Titelverteidiger bislang kaum, bestach aber mit mentaler und physischer Stärke, und mit dem Vertrauen in den überragenden Kapitän Lionel Messi, der fast in jedem Spiel traf oder auflegte. Torhüter Emiliano Martínez strahlte gerade in den engen Schlussphasen der K.o.-Spiele Ruhe und Präsenz aus. In der Abwehr gibt es eine Diskrepanz: Über die rechte Seite mit Nahuel Molina oder Gonzalo Montiel war die Elf anfällig, in der Innenverteidigung agieren Lisandro Martínez und Cristian Romero dagegen aufmerksam und giftig.
Dass der Torhüter überhaupt auf dem Platz steht, ist dabei keine Selbstverständlichkeit: Emiliano Martínez spielt diese WM mit einem gebrochenen rechten Ringfinger. Die Verletzung zog er sich im Mai beim Aufwärmen vor dem Europa-League-Finale zu, gegen eine Operation entschied er sich bewusst, um bei der Weltmeisterschaft dabei sein zu können. „Meine Hand schmerzt noch immer“, sagte der 33-Jährige, der in der Gruppenphase kaum trainieren konnte. Lionel Scaloni stellte ihn trotzdem nie infrage, die Mannschaft habe „blindes Vertrauen“ in ihren Keeper.
Das Mittelfeld-Quartett setzte sich in der K.o.-Runde fast nur aus Sechsern zusammen: Die Kampfkraft ist enorm, das Tempo über die Außenbahnen fehlt dafür. Zuletzt steigerten sich vor allem Enzo Fernández und Alexis Mac Allister, die Torschützen und Vorbereiter des Halbfinal-Comebacks. Im Angriff übernehmen Julián Álvarez und bei Bedarf Lautaro Martínez die Laufwege, die Messi nicht mehr geht, und verteidigen oft tief in der eigenen Hälfte. Trainer Lionel Scaloni, der gleich auf 17 Weltmeister im Kader vertraut, setzt trotz durchwachsener Leistungen auf Kontinuität und nimmt nur selten personelle Änderungen vor, wie zuletzt die Hereinnahme von Leandro Paredes.
Das Duell der Trainerbänke hat dabei eine besondere Note: Als Scaloni vor neun Jahren im Ausbildungszentrum des spanischen Verbands in Las Rozas seine UEFA-Pro-Lizenz machte, war ausgerechnet de la Fuente einer seiner Lehrer. „Er war mein Mentor und hat mir alles beigebracht, was ich weiß“, sagt Scaloni, der mit einer Spanierin liiert ist und dessen Familie auf Mallorca lebt: „Es tut mir sehr, sehr leid, aber ich werde alles geben, um das Spiel zu gewinnen und Herrn de la Fuente zu schlagen.“
Für Spaniens Aufstellung hat das Duell mit Messi eine ganz konkrete Konsequenz: Einen Bewacher wird de la Fuente nicht auf den Kapitän ansetzen. Eine Manndeckung schloss er „aus leidvoller Erfahrung“ ausdrücklich aus, stattdessen gelte es, „aufmerksam zu sein und ihn genau im Auge zu behalten“. Die Doppelsechs Rodri und Fabián Ruiz bleibt also in ihrer Grundordnung, die Absicherung übernimmt der jeweils ballnahe Block.

Neun Weltmeister von 2022 stehen wieder in der Startelf
Argentiniens Aufstellung ist ein Stück WM-Geschichte: Gleich neun der elf voraussichtlichen Starter standen schon beim legendären WM-Finale 2022 gegen Frankreich (3:3, 4:2 im Elfmeterschießen) in der Anfangsformation. Emiliano Martínez, Nahuel Molina, Cristian Romero, Nicolás Tagliafico, Rodrigo de Paul, Enzo Fernández, Alexis Mac Allister, Lionel Messi und Julián Álvarez begannen damals in Lusail, wie unser Rückblick auf die Aufstellungen des WM-Finales 2022 zeigt.

Nur zwei Positionen sind neu besetzt: In der Innenverteidigung hat Lisandro Martínez, 2022 noch Einwechselspieler, den inzwischen zurückgetretenen Nicolás Otamendi beerbt. Und im Mittelfeld ersetzt Leandro Paredes den legendären Ángel Di María, dessen Flügelrolle im heutigen 4-4-2 schlicht nicht mehr existiert. Aus dem 4-3-3 von Katar wurde ein kampfstarkes 4-4-2, der Kern des Weltmeisters aber blieb über vier Jahre praktisch unangetastet. Genau diese Eingespieltheit ist Scalonis größtes Kapital im Duell mit Spaniens Ballbesitzmaschine.
Wer überträgt das WM-Finale heute im TV?
Das Finale läuft am Sonntag live und kostenlos im ZDF (Vorberichte ab 19:30 Uhr), parallel überträgt MagentaTV den Finaltag ab 18:30 Uhr in UHD/4K, unter anderem mit den Experten Thomas Müller, Mats Hummels und Bundestrainer Jürgen Klopp.
FAQ: Aufstellung Spanien gegen Argentinien
In welcher Formation spielt Spanien im WM-Finale?
Spanien spielt voraussichtlich im 4-2-3-1 mit der Doppelsechs Rodri und Fabián Ruiz sowie Mikel Oyarzabal als einziger Spitze.
In welcher Formation spielt Argentinien im WM-Finale?
Argentinien setzt auf ein 4-4-2 mit einem kampfstarken Mittelfeld aus vier gelernten Sechsern und dem Duo Lionel Messi und Julián Álvarez im Angriff.
Wie viele Weltmeister von 2022 spielen im Finale 2026?
Neun der elf voraussichtlichen argentinischen Starter standen bereits im WM-Finale 2022 in der Startelf. Nur Lisandro Martínez (für Nicolás Otamendi) und Leandro Paredes (für Ángel Di María) sind neu.
Ist Lamine Yamal im WM-Finale fit?
Ja. Luis de la Fuente hat Entwarnung gegeben: „Ihm geht es gut. Alle haben gut trainiert.“ Yamal hatte nach dem Halbfinale wegen der Folgen eines Tritts gegen den linken Oberschenkel nur individuell trainiert und trug im Training einen Verband, laut seinem Trainer ist er aber „in bester Verfassung, es gibt keine Probleme“. Ebenfalls einsatzbereit ist Pedro Porro, bei dem es sich um muskuläre Ermüdung handelte.
Wann wird die offizielle Aufstellung veröffentlicht?
Die offiziellen Aufstellungen gibt die FIFA wie üblich rund eine Stunde vor dem Anstoß bekannt, also am Sonntag gegen 20:00 Uhr MESZ.
Stand: 18. Juli 2026, 11:24 Uhr