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David Silva blickt der spanischen Nationalmannschaft mit großem Optimismus entgegen und erwartet im WM-Finale gegen Argentinien am Sonntag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und Magenta TV) den zweiten Titelgewinn der Verbandsgeschichte. Der Schlüssel zum Erfolg liege für den früheren Weltmeister nicht allein in der spielerischen Klasse, sondern vor allem im außergewöhnlichen Zusammenhalt der Truppe.

Silva schwärmt von der Tiefe des spanischen Kaders
Im Gespräch mit dem Münchner Merkur brachte der ehemalige Mittelfeldregisseur die Stärke der aktuellen Auswahl auf einen einfachen Nenner: Es gebe im spanischen Team praktisch keine Reservisten mehr im klassischen Sinn. „Wenn sich diese Mannschaft durch etwas auszeichnet, dann dadurch, dass es keine elf, sondern 26 Stammspieler gibt. Ganz egal, wer reinkommt, er macht es mindestens genauso gut wie der, der für ihn weichen muss“, erklärte der 40-Jährige. Genau diese Breite im Kader habe es der Furia Roja ermöglicht, selbst den Ausfall von Leistungsträgern wie Lamine Yamal, Rodri oder Mikel Merino aufzufangen, ohne spielerische Substanz einzubüßen.
Silva zieht dabei direkte Parallelen zu seiner eigenen goldenen Generation, mit der er 2010 in Südafrika den ersten WM-Titel für Spanien holte. „Das ist eine Familie wie wir damals“, so der Europameister von 2008 über den familiären Zusammenhalt im aktuellen Kader.
Auch das Quäntchen Glück gehört dazu
Trotz aller Euphorie über die individuelle Qualität und die mannschaftliche Geschlossenheit warnte Silva davor, den Faktor Zufall im K.o.-Fußball zu unterschätzen. Ein Turniersieg lasse sich nicht allein durch guten Fußball erzwingen, es brauche stets auch die berühmte Portion Losglück. Als Beispiel nannte er einen Moment aus dem eigenen Finalerfolg von 2010: „In manchen Situationen brauchst du auch das nötige Quäntchen Glück, hätten wir das nicht gehabt, wäre Robbens Schuss im Endspiel 2010 vielleicht nicht auf Casillas‘ Fuß, sondern im Netz gelandet.“
Anerkennung auch für das frühe deutsche Aus
Trotz des vorzeitigen Turnierendes der deutschen Mannschaft fand Silva versöhnliche Worte für den DFB. Zwar sei ein Stück der typischen deutschen Mentalität und Widerstandsfähigkeit zuletzt verloren gegangen, dennoch äußerte sich der Spanier überzeugt von einer baldigen Trendwende. „Wir sprechen von Deutschland. Sie werden zurückkommen, und zwar noch stärker, davon bin ich felsenfest überzeugt“, betonte Silva mit Blick auf die Zukunft der deutschen Auswahl.