Aufstellung Frankreich gegen England heute: Die voraussichtlichen Aufstellungen im Spiel um Platz 3

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Fußball WM heute: Mit welchen Aufstellungen gehen Frankreich und England ins Spiel um Platz 3? Angepfiffen wird am Samstag, dem 18. Juli 2026, um 23:00 Uhr MESZ (17:00 Uhr Ortszeit) im Hard Rock Stadium von Miami, zu sehen ist das kleine Finale exklusiv bei MagentaTV. Am Abend vor dem Anpfiff haben beide Trainer ihre Personalplanung präzisiert: Thomas Tuchel wird rotieren, verteidigt seine viel kritisierten Entscheidungen aus dem Halbfinale aber ausdrücklich („Ich bereue meine Entscheidungen nicht“), und Didier Deschamps stellt in Miami zum 185. und letzten Mal eine französische Elf auf. Die FIFA rechnet bei Frankreich mit gleich mehreren Wechseln, bei England sogar mit einem neuen Torwart. Wie viele Spieler er austauscht, ließ Tuchel offen: „Ich weiß nicht, wie viele, ich habe mich noch nicht entschieden.“ Hier kommen die voraussichtlichen Aufstellungen, zum Vergleich die Startelfen aus den Halbfinals und der Platz für die offiziellen Aufstellungen, sobald sie da sind.

Frankreichs Nationalmannschaft posiert für das Mannschaftsfoto vor dem Viertelfinale der WM 2026 gegen Marokko am 9. Juli 2026 im Boston Stadium
Frankreichs Mannschaftsfoto vor dem Viertelfinale gegen Marokko: Im Spiel um Platz 3 dürfte Didier Deschamps in seinem letzten Spiel als Nationaltrainer einige Positionen neu besetzen. (Getty Images)
Weltmeisterschaften
18.7.2026
- 23:00
Frankreich
- -
England

Die offiziellen Aufstellungen im Spiel um Platz 3

kommen um ca. 22:00 Uhr

Frankreich
S S S S N
- : -
England
S S S S N
Tage
Stunden
Minuten
Sekunden
16
Mike Maignan
19
Theo Hernández
15
Ibrahima Konaté
26
Maxence Lacroix
2
Malo Gusto
13
N'Golo Kanté
18
Warren Zaïre-Emery
20
Désiré Doué
24
Rayan Cherki
11
Michael Olise
10
Kylian Mbappé
13
D. Henderson
25
D. Spence
5
John Stones
6
Marc Guéhi
 
T. Chalobah
17
M. Rogers
8
E. Anderson
16
K. Mainoo
11
Marcus Rashford
9
Harry Kane
20
N. Madueke
field field

Die voraussichtlichen Aufstellungen im Spiel um Platz 3

Frankreich (4-2-3-1): Mike Maignan – Malo Gusto, Maxence Lacroix, Ibrahima Konaté, Theo Hernández – Warren Zaïre-Emery, N’Golo Kanté – Michael Olise, Rayan Cherki, Désiré Doué – Kylian Mbappé

England (4-3-3): Dean Henderson – Trevoh Chalobah, Marc Guéhi, John Stones, Djed Spence – Kobbie Mainoo, Elliot Anderson, Morgan Rogers – Noni Madueke, Harry Kane, Marcus Rashford

(Voraussichtliche Aufstellungen, Quelle: FIFA)

Bei Frankreich bleibt vor allem einer: Kylian Mbappé. Der Kapitän hat mit dem Rennen um den Goldenen Schuh einen handfesten Grund zu spielen, er steht bei acht Turniertoren und damit gleichauf mit Lionel Messi, der erst im Finale kontern kann. Drumherum baut Didier Deschamps in seinem letzten Spiel als Nationaltrainer um: Rayan Cherki, Warren Zaïre-Emery und Désiré Doué rücken in die Startelf, in der Innenverteidigung übernehmen Maxence Lacroix und Ibrahima Konaté, hinten rechts Malo Gusto. Routinier N’Golo Kanté sortiert im Mittelfeld die Ordnung. Mbappé hat dabei etwas gutzumachen: Gegen Spanien blieb er in seinem 21. WM-Spiel für Frankreich erst zum zweiten Mal überhaupt ohne Torschuss aufs Tor, das einzige andere Mal gelang das ausgerechnet England im Viertelfinale 2022. Offensive Alternativen hat Deschamps genug, Ousmane Dembélé kommt bei diesem Turnier auf fünf Tore und zwei Vorlagen, Michael Olise auf fünf Vorlagen.

England wechselt sogar auf der Torwartposition: Für Jordan Pickford soll Dean Henderson beginnen. Davor bilden Trevoh Chalobah, Marc Guéhi, John Stones und Djed Spence die Viererkette, im Mittelfeld bekommen Kobbie Mainoo und Morgan Rogers neben Elliot Anderson ihre Chance. Vorn führt Kapitän Harry Kane das Sturmtrio an, flankiert von Noni Madueke und Marcus Rashford. Kane und Jude Bellingham stehen bei je sechs Treffern, für die Torjägerkrone bräuchten sie einen Gala-Abend. Bellingham traf dabei besonders auffällig, er legte in der Gruppenphase zwei Doppelpacks in Folge gegen Mexiko und Norwegen nach.

Tuchel kündigt Wechsel an, nennt aber keine Zahl

Auf der Pressekonferenz in Miami Gardens hat Thomas Tuchel bestätigt, dass er personell verändern wird. Wie stark, ließ er ausdrücklich offen: „Ich weiß nicht, wie viele, ich habe mich noch nicht entschieden.“ Damit bleibt die englische Startelf bis rund eine Stunde vor dem Anpfiff eine Rechenaufgabe. Sicher ist nur, dass nicht dieselben elf Spieler beginnen wie im Halbfinale.

Bemerkenswert ist, dass Tuchel zwar die Aufstellung ändert, seine Entscheidungen aus Atlanta aber ausdrücklich verteidigt. England führte dort noch fünf Minuten vor Schluss 1:0 und kassierte zwei späte Gegentore, kritisiert werden seither der Rückzug in Halbzeit zwei, die defensiven Wechsel, die Umstellung auf eine Fünferkette und vor allem die Auswechslung von Anthony Gordon für Ezri Konsa während der zweiten Trinkpause. Tuchels Antwort darauf fällt eindeutig aus: „Ich bereue meine Entscheidungen nicht. Ich hatte das Gefühl, dass wir etwas anderes für die Mannschaft tun mussten. Ich habe eine Entscheidung getroffen und dabei meinem Instinkt, meiner Intuition, meiner Erfahrung vertraut. Niemand kennt den Ausgang einer anderen Auswechslung.“

Die Schuldfrage lässt er ebenfalls nicht an sich heran, ohne sich wegzuducken: „Wenn es einfacher ist, wenn jemand die Schuld auf sich nimmt, dann nehme ich die Schuld. Aber ich werde mich an diesem Spiel nicht beteiligen. Denn für mich gibt es niemanden, dem man die Schuld geben kann.“ Für das kleine Finale formuliert er trotzdem einen klaren Anspruch: „Niemand will morgen in diesem Spiel stehen. Alle vier Halbfinalisten wollten nach New York. Aber es ist ein offizielles WM-Spiel. Es ist die Chance auf das beste Ergebnis für England seit 60 Jahren.“

Wie schwer das 1:2 gegen Argentinien nachwirkt, machte der Nationaltrainer deutlich: „Wir tragen von allen den größten Schmerz. Das ist unsere Narbe, die wir jetzt tragen müssen. Es ist eine sehr schmerzhafte Niederlage, und wir müssen damit leben.“ Überwinden werde seine Mannschaft sie trotzdem: „Wir werden sie nutzen, wir werden eine Reaktion zeigen, und die beginnt ab morgen.“ Wer daraus ableitet, ein Spiel um Platz 3 lasse sich kaum noch aufladen, bekommt von Tuchel eine klare Antwort: „Mentalität ist nichts, was man an- und ausschaltet. Es ist ein Moment, um zu zeigen, woraus wir gemacht sind, was wir das ganze Turnier über gezeigt haben.“

John Stones ordnete die Lage nüchtern ein: „Es ist sehr leicht, ‚Was wäre wenn?‘ zu sagen. Es ist schwer, das sofort zu verarbeiten, aber das ist die grausame Lage, in der wir gerade sind.“ Dass es nur drei Tage nach dem Halbfinale schon weitergeht, hält der Innenverteidiger für hilfreich: „Ich denke, dass es morgen so schnell weitergeht, ist ein weiterer guter Fokus, um eine Bronzemedaille zu holen.“

Darf Harry Kane wieder offensiver spielen?

Diese Frage beschäftigt nach dem Halbfinale sogar das Weiße Haus. US-Präsident Donald Trump kritisierte im Trump Tower Tuchels defensive Ausrichtung nach der englischen Führung: „Sie führten, und dann haben sie ihren besten Spieler in die Abwehr gestellt, ein klein bisschen offensiv müssen wir schon sein, oder? Aber was weiß ich schon vom Coaching.“ Das sei „vielleicht ein Fehler“ gewesen. Kane selbst lobte Trump in den höchsten Tönen, der Kapitän habe bei dieser WM „fantastisch“ gespielt, außerdem erinnerte er an eine gemeinsame Golfrunde: „Wir haben einmal Golf miteinander gespielt, er ist ein großartiger Typ.“ In der FIFA-Elf steht Kane wieder in der Spitze eines Dreiersturms, deutlich weiter vorn als in der Schlussphase gegen Argentinien.

Tuchel selbst reagierte auf die prominente Kritik spürbar gereizt und konterte die Nachfrage mit einer Gegenfrage: „Sie benutzen Donald Trump als Ihren Zeugen in diesem Fall?“ Kanes tiefe Position hält er für eine Selbstverständlichkeit und keineswegs für eine Sonderregelung für den Kapitän: „Das macht man so, wenn man im Block verteidigt. Wenn man in einen tiefen Block gedrängt wird, verteidigen alle.“ Ob Kane gegen Frankreich mehr Freiheiten bekommt, hängt damit weniger an einer Grundsatzentscheidung als am Spielverlauf.

So spielten Frankreich und England im Halbfinale

Zum Vergleich die Elfen, mit denen beide Teams ins Halbfinale gingen: Sie zeigen, wie stark die Trainer für das kleine Finale umbauen. Damals schickten beide ein 4-2-3-1 auf den Platz.

Die Startelf von Frankreich

Frankreich (4-2-3-1) im Halbfinale gegen Spanien: Mike Maignan – Jules Koundé, Dayot Upamecano, William Saliba, Lucas Digne – Aurélien Tchouaméni, Adrien Rabiot – Ousmane Dembélé, Michael Olise, Bradley Barcola – Kylian Mbappé

Beim 0:2 gegen Spanien fand dieses Aufgebot kein Mittel, Frankreich blieb über weite Strecken ohne Torschuss. Didier Deschamps musste sich für seine Taktik viel Kritik anhören, ausgerechnet in seinem vorletzten Spiel als Nationaltrainer. Ob er im Abschiedsspiel auf dieselben Namen setzt, ist offen: Die Belastung nach sieben Spielen ist hoch, und Spieler wie Desiré Doué warten auf ihre Minuten. Sicher ist nur, dass Mbappé im Fernduell um den Goldenen Schuh mit Lionel Messi (beide acht Tore) einen guten Grund hat, zu spielen.

Die Startelf von England

England (4-2-3-1) im Halbfinale gegen Argentinien: Jordan Pickford – Reece James, John Stones, Marc Guéhi, Djed Spence – Declan Rice, Elliot Anderson – Anthony Gordon, Jude Bellingham, Morgan Rogers – Harry Kane

Diese Elf führte durch Anthony Gordon mit 1:0 und stand kurz vor dem ersten WM-Finale seit 60 Jahren, ehe Enzo Fernández und Lautaro Martínez die Partie drehten. Thomas Tuchel steht seitdem in der Kritik, weil er seine Mannschaft nach der Führung tief verteidigen ließ. Für ihn ist Bronze sportlich zweitrangig, für die Stimmung im Mutterland des Fußballs aber nicht: Ein Sieg würde die Debatte um seine Person spürbar entschärfen.

Die Startelf Englands beim Teamfoto vor dem WM-2026-Halbfinale gegen Argentinien am 15. Juli 2026 im Atlanta Stadium. (Richard Pelham / Getty Images)
Englands Startelf vor dem Halbfinale gegen Argentinien: Nach dem 1:2 steht Thomas Tuchel unter Druck. (Richard Pelham / Getty Images)

Worauf es bei den Aufstellungen ankommt

Zwei Trainer, zwei völlig unterschiedliche Vorzeichen: Für Didier Deschamps ist Miami nach 14 Jahren das letzte Spiel als Frankreichs Nationaltrainer, Zinédine Zidane soll übernehmen und ist sich laut französischen Medienberichten mündlich längst mit dem Verband einig. „Es geht um den dritten Platz, und dafür werden wir alles geben“, sagt Deschamps, der die Köpfe seiner Spieler nach dem Halbfinal-Aus erst einmal aufrichten muss. Am Tag vor dem Abflug nach Miami schauten Profis wie Desiré Doué und Adrien Rabiot noch wehmütig auf den Fernseher, auf dem das zweite Halbfinale lief.

Bei England geht es für Thomas Tuchel um mehr als den Trostpreis. Gary Lineker witzelte nach dem Aus, ob Tuchel „so etwas wie ein deutscher Spion“ sei, Joe Cole forderte grundsätzlich einen englischen Trainer für England, Patrick Vieira hielt dagegen: „Es wäre irre, ihn zu feuern. Das war sein erstes großes Turnier.“ Tuchel selbst will bleiben, sein Vertrag läuft bis nach der Heim-EM 2028. Das Spiel wollten laut ihm „weder die Franzosen noch meine Spieler“, entsprechend dürfte auch er frische Kräfte bringen. Unsere Einschätzung zum Ausgang steht in der Prognose zum Spiel um Platz 3.

Deschamps‘ letztes Spiel: „Morgen fällt der letzte Vorhang“

Für Didier Deschamps ist Miami der Schlusspunkt einer sehr langen Amtszeit, es ist sein 185. und letztes Spiel als Nationaltrainer. Sein Debüt als Frankreichs Nationaltrainer gab er am 15. August 2012 in Le Havre, einem 0:0 im Test gegen Uruguay, seither sind knapp 14 Jahre vergangen. „Morgen fällt der letzte Vorhang“, sagte er am Freitag in Miami Gardens, „mir wird die Mannschaft natürlich fehlen.“ Die Nationalmannschaft sei „seit 25 Jahren Teil meines Lebens“. Ein lockeres Abschiedsspiel will er daraus aber nicht machen: „Als Cheftrainer werden wir gemeinsam mit meinem Stab alles tun, um zu gewinnen. Ich hoffe, dass es uns gelingt, aber das Wichtigste ist, dass wir alles geben.“ Für die Aufstellung heißt das: Deschamps dürfte rotieren, aber keine reine Reserveelf aufbieten.

Ibrahima Konaté, der nach fünf Jahren beim FC Liverpool kürzlich zu Real Madrid gewechselt ist und in der FIFA-Elf in der Innenverteidigung steht, dankte seinem Trainer ausdrücklich: „Er hat dem französischen Volk so viel Freude bereitet. Es stimmt, es gab auch Enttäuschungen, aber wir dürfen all das Glück nicht vergessen, das er uns geschenkt hat.“ Vor dem Gegner hat der Innenverteidiger großen Respekt: „Sie haben wie Löwen gegen Argentinien gekämpft. Ich finde, England ist ein eingeschworenes Team mit einer reichen Fußballhistorie.“

Wer überträgt Frankreich gegen England?

Das kleine Finale läuft exklusiv bei MagentaTV und ist nicht im Free-TV zu sehen, ARD und ZDF zeigen es nicht. Die Vorberichte starten um 22:00 Uhr mit Tabea Kemme und Laura Wontorra, Christian Straßburger kommentiert, auf dem Taktik-Kanal TV2 analysieren Alex Klich und Manuel Baum, dazu kommen Jan Henkel und Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich. Dort werden auch die offiziellen Aufstellungen als Erstes zu sehen sein.

Wann werden die offiziellen Aufstellungen veröffentlicht?

Rund eine Stunde vor dem Anpfiff, also gegen 22:00 Uhr MESZ. Sobald sie da sind, stehen sie oben in diesem Artikel im Spielbogen.

In welcher Formation spielen Frankreich und England?

Beide Teams begannen ihr Halbfinale im 4-2-3-1. Im Spiel um Platz 3 ist mit Rotation zu rechnen, an den Grundformationen dürfte sich aber wenig ändern.

Spielt Kylian Mbappé im Spiel um Platz 3?

Offiziell bestätigt ist nichts, er hat aber einen sportlichen Grund: Mbappé steht bei acht Turniertoren und liegt damit im Rennen um den Goldenen Schuh gleichauf mit Lionel Messi, der erst im Finale am Sonntag kontern kann.

Spielt Harry Kane im Spiel um Platz 3?

Auch das ist offen. Kane traf bislang sechsmal, für die Torjägerkrone bräuchte er einen ganz besonderen Abend in Miami.

Stand: 18. Juli 2026, 18:03 Uhr

Live Ticker Frankreich gegen England – Miami Hard Rock Stadium WM 2026 Stadion

ℹ️ 18:25 Uhr

So überträgt MagentaTV: Vorberichte ab 22:00 Uhr, exklusiv und ohne Free-TV

Das Spiel um Platz 3 läuft in Deutschland „exklusiv“ bei MagentaTV, ein Free-TV-Sender zeigt die Partie nicht, weder ARD noch ZDF. Die Vorberichte starten um 22:00 Uhr, Anpfiff ist um 23:00 Uhr MESZ. Laura Wontorra moderiert aus dem Stadion, Tabea Kemme ist als Expertin dabei. Christian Straßburger kommentiert die Partie, die Taktik-Analyse übernimmt Jan Henkel, Schiedsrichter-Experte ist Patrick Ittrich. Auf dem Taktik-Feed analysieren Alex Klich und Manuel Baum, dazu gibt es einen Spezial-Kommentar von Chiara Vischer und Charlotte Stapenhorst. Die Field-Reporterin steht noch nicht fest.

ℹ️ 18:10 Uhr

Worum es heute noch geht: 2 Millionen Dollar und eine Premiere

Bedeutungslos ist die Partie finanziell nicht: Der Dritte bekommt rund 29 Millionen Dollar, der Vierte 27 Millionen. Für England geht es zudem um eine Premiere, denn Bronze hat die Mannschaft noch nie geholt, 1990 verlor sie das kleine Finale gegen Italien, 2018 gegen Belgien. Ein Sieg wäre Englands bestes WM-Ergebnis seit dem Titel 1966. Frankreich winkt die siebte Top-3-Platzierung. Die Buchmacher sehen die Equipe vorn, und auch in einer Leserabstimmung von The Athletic tippten 79 Prozent auf Frankreich. Anpfiff ist um 23:00 Uhr MESZ, alle Infos zur Begegnung hier.

ℹ️ 17:45 Uhr

Analyse: Wurde Frankreich vor dem Halbfinale zu wenig gefordert?

Ein Erklärungsversuch für das 0:2 gegen Spanien: Frankreich kam bis zum Halbfinale zu bequem durch. Die Gruppenphase gewann die Equipe mit 10:2 Toren, Schweden und Paraguay wurden souverän abgeräumt, Marokko trat im Viertelfinale ohne Ismael Saibari an und blieb offensiv harmlos, Norwegen rotierte in der Gruppe fast komplett durch und verlor 1:4. Spanien musste sich derweil gegen Portugal und Belgien jeweils spät durchbeißen. Dazu zwei Zahlen, die stutzig machen: Gegen Spanien blieb Frankreich zum dritten Mal in diesem Turnier ohne Torschuss in der ersten Halbzeit, und in den letzten beiden Weltmeisterschaften hat kein Team mehr Elfmeter verursacht (sechs).

ℹ️ 17:15 Uhr

Der Goldene Schuh ist noch zu holen

Für Kylian Mbappé geht es heute Abend um mehr als Bronze. Der Franzose steht bei acht Toren und drei Vorlagen und damit exakt gleichauf mit Lionel Messi, der eine Vorlage mehr hat. Trifft Mbappé in Miami, zieht er an Messi vorbei. Dahinter lauern Jude Bellingham und Harry Kane mit je sechs Treffern, Ousmane Dembélé kommt auf fünf. Erling Haaland ist mit sieben Toren bereits ausgeschieden. Alle Zahlen in der Torschützenliste.

ℹ️ 16:40 Uhr

Tuchel: „Es wird mit jedem einzelnen Tag schmerzhafter“

Thomas Tuchel hat auf der Abschluss-Pressekonferenz beschrieben, wie sehr das Halbfinal-Aus nachwirkt. „Nach einer Art Schock am Anfang wird es mit jedem einzelnen Tag schmerzhafter. Es wird eine Narbe für uns bleiben. Leider nicht die erste und sehr wahrscheinlich nicht die letzte.“ Die Schuldfrage wollte er nicht bedienen: „Wenn es einfacher ist, wenn jemand die Schuld auf sich nimmt, dann nehme ich die Schuld. Aber ich werde mich an diesem Spiel nicht beteiligen.“ Seine Wechsel verteidigt er weiter: „Ich bereue meine Entscheidungen nicht.“ Auf Donald Trumps Kritik an Harry Kanes tiefer Rolle antwortete er nur: „Sie benutzen Donald Trump als Ihren Zeugen in diesem Fall?“

ℹ️ 15:45 Uhr

Shearer wettert gegen das Spiel um Platz 3: „Absoluter Unsinn“

Alan Shearer fordert die Abschaffung der Partie. „Die FIFA redet so viel über den Schutz der Spieler, und jetzt sind sie aus dem Turnier raus, können nichts mehr gewinnen, und trotzdem lässt man sie nach Miami reisen“, sagte Englands Rekordtorjäger. „Die Spieler sollten auf dem Heimweg sein oder längst im Urlaub, statt noch drei oder vier Tage herumzuhängen für ein bedeutungsloses Spiel, das es nur gibt, um mehr Geld zu verdienen.“ Und: „Sie werden in 20 Jahren nicht zurückblicken und sagen, wir waren stolz auf Platz 3.“ Das Spiel um Platz 3 gibt es seit 1934 und wird seit 1954 bei jeder Männer-WM ausgetragen.

ℹ️ 11:00 Uhr

Klopp erst am Sonntag im Einsatz

Wer Jürgen Klopp bei MagentaTV sehen will, muss bis zum Finale warten: Der designierte Bundestrainer ist heute Abend nicht im Einsatz. In einer Videobotschaft wies er zudem Berichte über angebliche Aussagen zu England und Tuchel zurück. „Ich habe in den letzten drei, vier, fünf Tagen mit niemandem gesprochen“, sagte Klopp: „Verrückte Welt, verrückte Welt. Glaubt nicht alles, was ihr lest, diesmal ist es definitiv falsch.“

ℹ️ 10:45 Uhr

Trump mischt sich ein: Kritik an Tuchel, Lob für Kane

Auch US-Präsident Donald Trump äußerte sich zu Englands Halbfinale. Tuchels Defensivtaktik sei „vielleicht ein Fehler“ gewesen: „Sie führten, und dann haben sie ihren besten Spieler in die Abwehr gestellt, ein klein bisschen offensiv müssen wir schon sein, oder? Aber was weiß ich schon vom Coaching.“ Harry Kane, mit dem er einst Golf spielte, nannte er „fantastisch“ und „einen großartigen Typen“.

ℹ️ 10:30 Uhr

Tuchel kündigt Wechsel an, nennt aber keine Zahl

Personell wird sich einiges ändern, festlegen wollte sich Tuchel aber nicht: „Ich weiß nicht, wie viele, ich habe mich noch nicht entschieden.“ Erfahrungsgemäß rotieren beide Trainer im Spiel um Platz 3 kräftig, was der zweiten Reihe Einsatzzeit und dem Spiel oft einen offenen Schlagabtausch beschert.

ℹ️ 10:20 Uhr

Tuchel: „Die Chance auf das beste Ergebnis seit 60 Jahren“

Thomas Tuchel fordert von England eine Reaktion auf das Halbfinal-Aus. „Wir tragen von allen den größten Schmerz. Das ist unsere Narbe, die wir jetzt tragen müssen“, sagte der Nationaltrainer. Bronze wäre Englands bestes WM-Ergebnis seit dem Titel 1966, zuletzt war das Team 1990 Vierter: „Es ist die Chance auf das beste Ergebnis für England seit 60 Jahren. Mentalität ist nichts, was man an- und ausschaltet.“ John Stones ergänzte, der schnelle Rhythmus helfe: „Dass es morgen so schnell weitergeht, ist ein weiterer guter Fokus, um eine Bronzemedaille zu holen.“

ℹ️ 10:05 Uhr

Konaté über Deschamps: „Er hat so viel Freude bereitet“

Innenverteidiger Ibrahima Konaté sprach für die Mannschaft: „Zuallererst möchte ich ihm, seinem Stab und allen danken, die ihn auf seinem langen Weg unterstützt haben. Er hat dem französischen Volk so viel Freude bereitet. Es stimmt, es gab auch Enttäuschungen, aber wir dürfen all das Glück nicht vergessen, das er uns geschenkt hat.“ Vor dem Gegner warnte er: „Sie haben wie Löwen gegen Argentinien gekämpft.“ Ein Sieg wäre für Frankreich die siebte Top-3-Platzierung bei einer WM.

ℹ️ 09:55 Uhr

Deschamps' letztes Spiel: „Morgen fällt der letzte Vorhang“

Für Didier Deschamps ist Miami der Schlussstrich. Am 15. August 2012 hatte er sein Debüt als Frankreichs Nationaltrainer gegeben, mit einem 0:0 in Le Havre gegen Uruguay, seither sind mehr als 5000 Tage vergangen. „Mir wird die Mannschaft natürlich fehlen“, sagte der Weltmeistertrainer von 2018 auf der Abschluss-Pressekonferenz: „Die französische Nationalmannschaft und alles, was sie beruflich für mich bedeutet, ist das Schönste, was mir passiert ist. Sie ist seit 25 Jahren Teil meines Lebens.“

ℹ️ 09:40 Uhr

Heute geht es um Bronze: Frankreich gegen England

Das vorletzte Spiel dieser Weltmeisterschaft steigt heute um 23:00 Uhr MESZ im Hard Rock Stadium in Miami Gardens. Frankreich verlor das Halbfinale 0:2 gegen Spanien, England unterlag Argentinien 1:2. MagentaTV überträgt das Spiel um Platz 3 exklusiv, ein Free-TV-Sender zeigt die Partie nicht. Die Vorberichte starten um 22:00 Uhr.

ℹ️ 23:33 Uhr

Deschamps vor dem Abschied: „Der Schlussvorhang fällt“

Der französische Verband hat Didier Deschamps am Vorabend in Miami noch einmal zu Wort kommen lassen. Es ist sein 185. und letztes Spiel als Nationaltrainer. „In meinem Kopf weiß ich ganz genau, dass morgen der Schlussvorhang fällt. Ohne jemanden zum Weinen bringen zu wollen: Ich weiß, dass mir die Nationalmannschaft fehlen wird, aber ich hatte das Privileg, mit diesem Trikot ganz oben zu sein“, sagte der Weltmeister von 1998 als Spieler und 2018 als Trainer. „Der Schlussvorhang fällt, aber das Leben geht weiter.“