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Lothar Matthäus zieht eine große Linie zwischen Jürgen Klopp und Franz Beckenbauer. Der deutsche Rekordnationalspieler sieht im designierten Bundestrainer viele Eigenschaften, die einst auch den „Kaiser“ geprägt haben, vor allem Ausstrahlung und internationale Strahlkraft. Für Matthäus ist Klopp damit weit mehr als nur ein populärer Name für die Zukunft des DFB.

Matthäus rückt Klopp in die Nähe von Beckenbauer
In seiner Sport-Bild-Kolumne schrieb Matthäus, was Beckenbauer und Klopp vor allem verbinde, sei ihre Wirkung auf andere. „Was Beckenbauer und Klopp vor allem gemeinsam haben, ist ihre Ausstrahlung. Ihre internationale Strahlkraft“, schrieb Matthäus. Zugleich hob er weitere Merkmale hervor, die beide aus seiner Sicht auszeichnen: „Charisma, Authentizität, Verlässlichkeit und eine klare Linie, menschlich wie fußballerisch – dafür stand Franz Beckenbauer. Und dafür steht auch Jürgen Klopp“, ergänzte der 59-Jährige.
Klopp sei allerdings auch deshalb so beliebt, weil seine Karriere als Spieler nicht an Beckenbauers Weltklasse heranreichte. Anders als der Fußball-Weltstar Beckenbauer habe er als Aktiver „bei Weitem nicht so begnadet und erfolgreich“ agiert, es aber dennoch „ganz nach oben geschafft“. Genau das mache ihn bei vielen Fans zu einem besonderen Fall, so Matthäus. Klopp gelte als einer von ihnen und verkörpere den Traum vom Aufstieg, der durch ehrliche Arbeit wahr geworden sei.
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Respekt auf der Weltbühne und ein starker Ruf in der Branche
Hinzu komme Klopps außergewöhnliches Standing im internationalen Fußball. Matthäus bescheinigte ihm aufgrund seiner Erfolge als Übungsleiter einen „enorm guten Ruf in der Branche“ und eine „weltweit höchste Anerkennung“. Diese Wertschätzung werde etwa bei einer WM deutlich, wenn Klopp auf Stars wie Lionel Messi, Kylian Mbappé oder Zlatan Ibrahimovic treffe. „Alle begegnen ihm voller Respekt“, schrieb Matthäus. Der designierte Bundestrainer sei eben „normal – und trotzdem ganz besonders“.
Warum Klopp aus Matthäus‘ Sicht gut zur Nationalelf passt
Auch mit Blick auf die Zukunft der Nationalmannschaft findet Matthäus in Klopps bisheriger Laufbahn klare Argumente. Dessen Teams seien nie von einem oder wenigen absoluten Superstars abhängig gewesen. Stattdessen hätten sie immer dadurch überzeugt, „dass sie wirklich funktionierende Mannschaften waren“. Dazu seien sie „körperlich robust und zweikampfstark“ gewesen. Genau das müsse auch für das DFB-Team unter Klopp gelten, betonte Matthäus. „Nur mit Fliegengewichten gewinnt man keine Meisterschaften“, schrieb er.
Außerdem sei Klopp bekannt für seine Nähe zu den Spielern und werde, ähnlich wie Franz Beckenbauer, auch für die Nationalspieler nahbar sein. Geschenke werde es bei ihm aber ebenfalls nicht geben, da ist sich Matthäus sicher.