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Frankreich steht im Halbfinale der WM 2026. Der Turnierfavorit setzte sich im Viertelfinale gegen Marokko am späten Donnerstagabend im Gillette Stadium von Foxborough bei Boston mit 2:0 durch und zog damit zum dritten Mal nacheinander unter die letzten Vier ein. Frankreich traf durch Kylian Mbappé (60.) und Ousmane Dembélé (66.) innerhalb von sechs Minuten. Zuvor hatte Mbappé einen Foulelfmeter an Marokkos Torhüter Yassine Bono vergeben, der Marokko lange im Spiel hielt. Für die Atlas-Löwen endet damit ein historischer Turnierlauf im Viertelfinale, die Neuauflage des Halbfinals von 2022 ging erneut an Frankreich. Im Halbfinale wartet der Sieger aus Spanien gegen Belgien. So reagiert die internationale Presse.

Frankreich: Mbappés Erlösung und der Blick nach vorn
In Frankreich dominiert ein Wort die Berichterstattung: Erlösung. Foot01 feiert „das Traumtor von Mbappé, das Frankreich befreit“ und beschreibt, wie der Kapitän nach seinem verschossenen Elfmeter mit einer sehenswerten Drehschuss-Bewegung doch noch das 1:0 erzielte. Der Sender M6 jubelte auf X: „Es zahlt sich am Ende aus. Mbappé öffnet den Fuß und befreit die Bleus endlich.“
Eurosport Frankreich bringt den Abend auf die Formel „Die Bleus dominieren Marokko ohne zu zittern und ziehen ins Halbfinale ein“ und hebt neben Mbappés Treffer dessen vorsorgliche Auswechslung in der 77. Minute hervor, als der Kapitän mit einem Problem am Knöchel vom Feld ging. Foot Mercato und ICI von France.tv ordnen den 2:0-Erfolg als effizienten Pflichtsieg des Favoriten ein, bei dem Dembélé früh die Weichen Richtung Halbfinale stellte.
Ein offizielles Jubel-Kommuniqué des französischen Verbands FFF lag kurz nach Abpfiff noch nicht vor, auch die Pressekonferenz von Trainer Didier Deschamps stand zu diesem Zeitpunkt noch aus. Vor dem Spiel hatte Deschamps mit Blick auf die Schiedsrichter-Debatte betont: „Der Gegner ist Marokko, nicht der Schiedsrichter.“ Die offiziellen Reaktionen des Verbands reichen wir nach, sobald sie veröffentlicht sind.
Marokko: Stolz trotz des bitteren Endes
In Marokko und ganz Afrika überwiegt trotz der Niederlage der Stolz. Das panafrikanische Portal Africa Top Sports zeichnet unter dem Titel „Marokko: die Erzählung eines Kontinents auf dem Vormarsch“ nach, wie in Casablanca bis tief in die Nacht gefeiert wurde: Tausende rote Fahnen mit dem grünen Stern, Hupkonzerte und Freudenschreie. Als einziges verbliebenes afrikanisches Team habe Marokko einen ganzen Kontinent hinter sich versammelt.
Sportlich benennt die marokkanische Presse den entscheidenden Faktor schon vor dem Anpfiff: den Ausfall von Torjäger Ismael Saibari. Wie Al Jazeera berichtete, kam die Partie für den Angreifer nach seiner Verletzung gegen Kanada „zu früh“, so Trainer Mohamed Ouahbi. Der dreifache Turnier-Torschütze war Marokkos bester Stürmer. Gegen Frankreichs Klasse fehlte in der Offensive die Durchschlagskraft, in der ersten Halbzeit blieb Marokko nahezu ohne Torgefahr.
Dabei hatte Ouahbi im Vorfeld klargemacht, dass sich sein Team nicht mit dem Viertelfinale zufriedengeben wolle. Das Leitmedium Hespress zitierte den Trainer mit der Ansage, die Atlas-Löwen lehnten jede „Bonus-Mentalität“ ab. Am Ende war ausgerechnet Torhüter Yassine Bono trotz seiner Elfmeter-Parade und mehrerer Glanztaten der auffälligste Marokkaner, der das Ausscheiden aber nicht verhindern konnte. Ausführlichere Reaktionen und die Ouahbi-Pressekonferenz ergänzen wir, sobald sie vorliegen.
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Internationale Stimmen: Frankreich zu stark, Marokkos Reise endet
Al Jazeera begleitete das Spiel im Live-Blog und fasste den Bruch im Spiel nüchtern zusammen: Frankreich habe die besseren Chancen gehabt, ehe der Damm durch Mbappés fantastischen Schuss in der 60. Minute brach. Nur sechs Minuten später habe Dembélé mit einem weiteren starken Abschluss auf 2:0 erhöht. Zugleich würdigt das Portal Marokkos historische Rolle als erste afrikanische Mannschaft, die in zwei WM-Turnieren nacheinander das Viertelfinale erreichte.
ESPN titelte „Mbappé und Dembélé bauen Frankreichs Führung aus“ und sieht die Bleus auf Kurs zum dritten WM-Finale in Folge. Das tödliche Duo im Sturm sei der Unterschied gewesen. Yahoo Sports schrieb, Frankreich sei mit dem 2:0 ins Halbfinale eingezogen und habe die Partie durchgehend dominiert, nachdem Torhüter Bono in der ersten Stunde mehrfach stark pariert hatte. Marokko sei ausgeschieden und beende damit seinen historischen Lauf.
CBS Sports hob im Ticker die Schlüsselszene der ersten Hälfte hervor: In der 25. Minute verwandelte Mbappé einen Foulelfmeter nicht, Bono hielt. Der Durchbruch kam erst kurz vor der Stundenmarke, als Mbappé unhaltbar ins lange Eck traf. CNN sah Frankreich nach den Toren von Mbappé und Dembélé „vor dem Halbfinale“, NBC News meldete schlicht die 2:0-Führung zum Auftakt der Viertelfinals.

So war die Ausgangslage
Schon vor dem Anpfiff war Frankreich für die internationale Presse der klare Favorit, getragen von der besten Offensive des Turniers und einer bis dahin makellosen Bilanz. Zugleich kam kaum eine Vorschau ohne den Verweis auf das Halbfinale von 2022 und die besondere Geschichte beider Nationen aus. Marokko ging als einzige verbliebene afrikanische Mannschaft mit einer offenen Rechnung ins Spiel, geschwächt durch den kurzfristigen Ausfall von Ismael Saibari. Am Ende setzte sich die Klasse des Favoriten durch.
Alle weiteren Partien der Runde findest du in der Übersicht zum WM-Viertelfinale, den kompletten Spieltag im WM-Spielplan. Wie es für die Bleus im Halbfinale weitergeht, halten wir dich auf unserer Team-Seite zu Frankreich auf dem Laufenden.