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Im Schatten der großen Stars weiss Spanien, dass auf seinen Joker Mikel Merino Verlass ist. Auch gegen Belgien könnte diese Erfolgsformel greifen. Wenn Abwehrreihen tatsächlich Meisterschaften gewinnen, darf sich Spanien, amtierender kontinentaler Champion von 2024, weiterhin sehr große Chancen auf den WM-Titel ausrechnen. Nach wie vor ist La Roja ohne Gegentor, auch nach dem 1:0-Sieg im Achtelfinale gegen Portugal. Spielerisch ist noch Luft nach oben, aber das kann auch eine gute Sache sein.

Der Spezialist für die späten Tore
Wie schon bei der EM 2024 gegen Deutschland traf Mikel Merino auch jetzt bei der WM 2026 spät gegen Portugal, nach Vorlage von Ferran Torres zum Tor des Tages, fast auf den Tag genau zwei Jahre nach seinem Siegtreffer in der 119. Minute im EM-Viertelfinale gegen Deutschland. Ich hebe mir die Tore wohl gerne für die letzte Minute auf, sagte der Arsenal-Profi und lachte. Kapitän Rodri fand den Top-Joker sensationell in jeder Hinsicht.

Die WM-Teilnahme stand auf der Kippe
Merino wusste am besten, dass seine WM-Nominierung bis kurz vor Schluss auf der Kippe gestanden hatte. Nach einer Fussoperation Ende Januar war der einstige Dortmunder bis zum letzten Premier-League-Spieltag ausgefallen, feierte dann bei Arsenals Meisterparade ein halbstündiges Comeback und sprang auf den spanischen Zug auf. Und jetzt geniesse ich einen der glücklichsten Momente meiner Karriere, sagte er. Jeder Tag voller Anstrengung und jeder Moment der Zweifel haben sich gelohnt. Jetzt ergibt alles einen Sinn.
De la Fuentes glücklicher Griff
Ähnlich sinnvoll wie die Entscheidung von Trainer Luis de la Fuente, Merino in der 85. Minute für Dani Olmo einzuwechseln. Er besitzt diese Fähigkeit, die nur sehr wenige haben, in den wichtigen Momenten zur Stelle zu sein, lobt Rodri. Ob der Dreisatz gegen Belgien wieder so einfach ist, Merino kommt von der Bank, schiesst das Tor zum Halbfinaleinzug und feiert erneut an der Eckfahne? Der Super-Joker und sein Team hätten sicher nichts dagegen.