CR7 Ronaldo verlässt WM-Bühne für immer – Rekorde über Rekorde!

Cristiano Ronaldo hat seine letzte Weltmeisterschaft mit einem bitteren Aus im Achtelfinale beendet. Nach dem 0:1 gegen Spanien steht fest: Der Portugiese wird nie wieder ein WM-Spiel bestreiten. Trotz Tränen, Frust und großer Enttäuschung verließ der Superstar die Bühne mit erhobenem Kopf.

Portugals Kapitän Cristiano Ronaldo verfolgt aufmerksam die Partie im Achtelfinale der WM 2026 gegen Spanien am 6. Juli 2026 im Dallas Stadium in Arlington. (Lars Baron / Getty Images North America via Getty Images)
Portugals Kapitän Cristiano Ronaldo verfolgt aufmerksam die Partie im Achtelfinale der WM 2026 gegen Spanien am 6. Juli 2026 im Dallas Stadium in Arlington. (Lars Baron / Getty Images North America via Getty Images)
Weltmeisterschaften
6.7.2026
- 21:00
Portugal
0 1
Spanien

Ein letzter Auftritt auf der größten Bühne

In Dallas sprach Ronaldo nach dem Aus mit fester Stimme und betonte: „Ich gehe mit reinem Gewissen“. Wenig später machte er dann unmissverständlich klar, dass seine WM-Karriere beendet ist. „Es war tatsächlich meine letzte Weltmeisterschaft, ja“, sagte der 41-Jährige. „Ich habe mein Bestes gegeben. Das Leben geht weiter.“

Für Portugal endete das Turnier mit dem späten Gegentor von Mikel Merino in der 90.+1 Minute. Für Ronaldo war es das Ende einer Ära. 27 WM-Partien in sechs Turnieren, elf Treffer, aber kein Titel stehen in seiner Bilanz. Nur einmal schaffte er es mit Portugal bis ins Halbfinale. „Traurig“ sei er, die Weltmeisterschaft so verlassen zu müssen, erklärte er. „Aber so ist Fußball. So ist das Leben eines Fußballers.“

WM 2026
Portugal
5
5
441′
3 (1)
6.9
Länderspiele 2026
Portugal
1
1
65′
6.3
Pro League Saudi Arabien 2025/2026
Al-Nassr
30
30
2614′
2
28 (6)
2
7.2
Gesamt:
36
36
0
3120′
2
0
0
31 (7)
2
0
Saison: 2025-2026
Absolvierte Begegnungen
36
-
Per Game
In Startaufstellung
36
1.0
Per Game
Minuten
3120
86.7
Per Game
Tore
31
0.9
Per Game
Assists
2
0.1
Per Game

Die WM verliert ihre große Figur

Die Tränen nach dem Abpfiff trockneten schnell, doch die Erkenntnis blieb: In seinem durchtrainierten Körper stecken keine weiteren vier Jahre auf absolutem Topniveau. Auch Portugals Nationaltrainer Roberto Martinez fand nach dem Aus deutliche Worte. „Er ist ein Beispiel, dem man folgen sollte. Er ist eine Ikone des Fußballs. Es gibt nicht viele Ronaldos auf der Welt“, sagte der Coach, der kurz nach der Niederlage seinen Rücktritt bestätigte.

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Mit Ronaldo verliert die Weltmeisterschaft mehr als nur einen Spieler. „CR7“ ist längst eine globale Marke, weit über den Fußball hinaus. Kaum jemand steht so sehr für Glamour wie der Mann, der in Interviews gern in der dritten Person über sich spricht. Nach dem Aus in Dallas erinnerte Ronaldo selbst an seine Bilanz mit Portugal: „Ich habe mit Portugal drei Titel gewonnen. Vor Cristiano gab es keinen einzigen.“

Portugal's Cristiano Ronaldo im neuen Portugal Heimtrikot am 27.September 2022. (Photo by PATRICIA DE MELO MOREIRA / AFP)
Portugal’s Cristiano Ronaldo im neuen Portugal Heimtrikot am 27.September 2022. (Photo by PATRICIA DE MELO MOREIRA / AFP)

Ruhm, Zahlen und offene Zukunft

Auf dem Platz ist Ronaldo seit mehr als zwei Jahrzehnten eine feste Größe. 2016 wurde er Europameister, 2019 und 2025 führte er Portugal jeweils zum Triumph in der Nations League. Dazu kommen fünf Champions-League-Siege und fünf Auszeichnungen als Weltfußballer. Mit Lionel Messi verbindet ihn eine legendäre Rivalität, bei der die Antwort auf die Frage nach dem Besseren für jeden anders ausfällt.

Bei der WM 2026 verbuchte Ronaldo noch ein Elfmetertor im Sechzehntelfinale gegen Kroatien beim 2:1 sowie einen Doppelpack gegen den krassen Außenseiter Usbekistan beim 5:0. Nach den Treffern gegen die harmlosen Usbeken rief er selbstbewusst: „Ich bin zurück!“ Gegen die spanische Auswahl war davon jedoch wenig zu sehen. Die Statistiker notierten nur 19 Ballkontakte, während Spaniens Jungstar Lamine Yamal auf 61 kam.

Ganz abgeschlossen ist Ronaldos Karriere dennoch nicht. Auf Vereinsebene wird er in seiner Wahlheimat Saudi-Arabien auch in der kommenden Saison für ein fürstliches Gehalt beim Spitzenklub Al-Nassr auflaufen. Für die Nationalmannschaft wollte er sich unmittelbar nach dem Aus nicht festlegen. „Es gibt keinen Grund, jetzt schon darüber nachzudenken“, sagte er. „Wir werden sehen.“ Er werde sich Zeit nehmen, um nachzudenken.

Insgesamt kommt Ronaldo auf 233 Länderspiele und 146 Tore, die er zumeist mit seinem ikonischen „SIUUU“-Jubel feierte. Zugleich wirkte diese Inszenierung, bei der er hoch springt, sich in der Luft dreht und mit ausgestreckten Armen landet, zuletzt ein wenig aus der Zeit gefallen, fast so wie der Spieler selbst. Vor dem Achtelfinale hatte er schon eingeräumt: „Ich weiß, dass ich nicht mehr derselbe Spieler bin wie früher“, sagte Ronaldo. „Aber eines hat sich nicht verändert: Ich kann immer noch Tore schießen.“

Am Ende blieb ihm bei dieser WM nur der Dank an den Glauben und das, was er im Fußball erreicht hat. „Gott war unglaublich großzügig zu mir. Er hat mir mehr gegeben, als ich je erwartet hätte, sowohl mit der Nationalmannschaft als auch persönlich“, sagte Ronaldo am Tag vor dem Ausscheiden. Der WM-Titel gehörte allerdings nie zu diesen Geschenken.