„Der beste Spieler der Geschichte“: Messi trägt Argentinien ins Viertelfinale

Lionel Messi hat Argentinien mit einer großen Einzelvorstellung ins WM-Viertelfinale geführt. Beim 3:2 (0:1) nach Rückstand gegen Ägypten drehte der Superstar das Spiel fast im Alleingang und löste in der Kabine anschließend große Emotionen aus. Nun wartet die Schweiz im WM-Viertelfinale.

Der argentinische Stürmer Lionel Messi (Nr. 10) steht auf dem Spielfeld vor dem Beginn des Endspiels der Fußballweltmeisterschaft Katar 2022 zwischen Argentinien und Frankreich im Lusail-Stadion in Lusail, nördlich von Doha, am 18. Dezember 2022. (Foto: Paul ELLIS / AFP)
Der argentinische Stürmer Lionel Messi (Nr. 10) steht auf dem Spielfeld vor dem Beginn des Endspiels der Fußballweltmeisterschaft Katar 2022 zwischen Argentinien und Frankreich im Lusail-Stadion in Lusail, nördlich von Doha, am 18. Dezember 2022. (Foto: Paul ELLIS / AFP)
Weltmeisterschaften
7.7.2026
- 18:00
Argentinien
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Ägypten

Messi lenkt das Comeback

Während seine Mitspieler nach dem dramatischen Achtelfinalerfolg in Atlanta tanzten und sangen, blieb der Kapitän der Weltmeister erschöpft sitzen und blickte lächelnd auf das Geschehen. Es wirkte, als wolle Messi jeden Moment dieses Glücks bei seiner letzten Weltmeisterschaft in sich aufnehmen.

„Wir wollten einfach nicht, dass es das Ende ist, wir wollen noch nicht nach Hause gehen“, sagte der Argentinier nach der Partie. Mit seiner Aufholjagd hielt er den Titelverteidiger im Turnier, obwohl beim Stand von 0:2 bereits das Aus gedroht hatte und Messi zuvor sogar einen Foulelfmeter vergeben hatte.

Der beste WM-Torschütze der Geschichte riss die Begegnung dann an sich. Den Anschluss durch Cristian Romero in der 79. Minute bereitete er präzise vor, vier Minuten später erzielte er mit seinem 21. WM-Tor selbst den Ausgleich. Enzo Fernandez krönte das furiose „Comeback, das in die Geschichte eingehen wird“ laut „Clarin“ in der 90.+2 Minute noch vor der Verlängerung.

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Große Worte für den Kapitän

Nach dem Abend von Atlanta überschlugen sich bei den Teamkollegen die Lobeshymnen. Julian Alvarez nannte Messi den „besten Spieler der Geschichte“ und eine „Legende“. Zugleich lobte er die Dankbarkeit im Team: „Wir sind ihm auch dankbar für alles, was er für uns tut, und auch für seine Art im Umgang mit uns.“

Auch Lautaro Martinez stellte die Sonderrolle des Kapitäns heraus. Für ihn ist Messi der „Wegweiser, Bezugspunkt und Anführer“ der Argentinier, die in der Nacht auf Sonntag um 3.00 Uhr MESZ bei MagentaTV in Kansas City auf die Schweiz treffen. Martinez kündigte an: „Wir werden weiterhin alles für uns geben, aber vor allem für ihn, weil es seine letzte Weltmeisterschaft ist und er uns so viel gegeben hat.“

Argentiniens Superstar Lionel Messi bejubelt seinen Treffer zum zweiten argentinischen Tor im Achtelfinale der WM 2026 gegen Ägypten am 7. Juli 2026 im Atlanta Stadium. (Dan Mullan / Getty Images North America via Getty Images)
Argentiniens Superstar Lionel Messi bejubelt seinen Treffer zum zweiten argentinischen Tor im Achtelfinale der WM 2026 gegen Ägypten am 7. Juli 2026 im Atlanta Stadium. (Dan Mullan / Getty Images North America via Getty Images)

Ein Turnier, das von Messi lebt

Obwohl Argentinien spielerisch weiter Schwächen zeigte, kann ein solcher Erfolg neue Kräfte freisetzen. Messi sprach nach Schlusspfiff von „einem Moment purer Freude und Erleichterung“ und betonte: „Wir haben alles gegeben, es ist unglaublich, was diese Gruppe leisten kann.“

Die Verantwortung lastet dennoch weiter auf dem 39-Jährigen. Mal schlendert er über den Platz, beteiligt sich nur gelegentlich am Gegenpressing und steht häufig im Abseits, doch am Ball gelingt ihm fast immer etwas Besonderes. Alvarez fand dafür klare Worte: „Ehrlich gesagt gibt es kaum noch Worte, um ihn zu beschreiben. Die WM, die er spielt, ist unglaublich.“

Argentinien glaubt an den Magier, der mit acht Turniertoren das Offensivzentrum der Mannschaft bleibt und die Hoffnungen eines stolzen Fußballlandes trägt. Für Trainer Lionel Scaloni waren die Emotionen nach dem Schlussspurt zu viel. „Ich kann nicht mehr, es tut mir leid. Das ist zu viel. Was für eine Gruppe von Spielern“, sagte er unter Tränen und brach das TV-Interview ab.