WM 2026: Österreich mit „Endspiel“ gegen Spanien: Tüftler Rangnick gefordert

Ralf Rangnick und Österreich standen schon mit einem Fuß draußen, nun bietet sich bei der WM doch noch einmal eine große Gelegenheit. Im Sechzehntelfinale wartet mit Europameister Spanien und Ausnahmetalent Lamine Yamal allerdings eine gewaltige Hürde. Für den deutschen Teamchef beginnt damit sofort wieder die Tüftelarbeit.

Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick im MagentaTV-Interview nach dem dramatischen 3:3 gegen Algerien.
Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick im MagentaTV-Interview nach dem dramatischen 3:3 gegen Algerien. (Screenshot: MagentaTV)
Spanien - Österreich1/16
Do 02.07. · 21:00 Uhr · ARD
Weltmeisterschaften
2.7.2026
- 21:00
Spanien
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Österreich

Rangnick zwischen Geburtstagstorte und WM-Druck

Die Geburtstagsüberraschung seiner Spieler nahm Rangnick sichtlich gerne mit. An seinem 68. Geburtstag überreichte Kapitän David Alaba dem ÖFB-Obmann die Torte, die Kerze darauf wurde von Rangnick mit breitem Grinsen ausgepustet. Lange blieb jedoch keine Zeit für Feierlaune, denn schon stand die Vorbereitung auf das nächste K.o.-Spiel im Mittelpunkt.

„Das ist das nächste Endspiel“, betonte der Teamchef mit Blick auf die Partie am Donnerstag um 21.00 Uhr MESZ gegen Spanien im Los Angeles. Nur wenn seine Mannschaft für die enorm anspruchsvolle Aufgabe eine passende Lösung findet, bleibt der österreichische WM-Traum am Leben. Sonst ist die Reise beendet.

Lamine Yamal bereitet besondere Kopfschmerzen

Vor allem der dribbelstarke Lamine Yamal beschäftigt Rangnick vor dem Duell. Der 18 Jahre alte Offensivspieler des FC Barcelona wurde vom österreichischen Coach in den USA als „absoluter Topstar“ bezeichnet. Rangnick verband damit auch große Erwartungen für die Zukunft: Wenn Yamal gesund bleibe und sich die Bodenhaftung bewahre, könne er sich „irgendwann auf einem ähnlichen Niveau befinden, auf dem sich Lionel Messi befindet.“

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Die Erinnerung an das Gruppenspiel gegen Argentinien ist in Österreich noch frisch. Dort hatte Rangnick den späteren Weltmeister mit seinen Leuten beim 0:2 nicht stoppen können. Jetzt stellt sich die Frage, ob es gegen den designierten Nachfolger Messis und die Furia Roja besser läuft. Dafür müsse alles zusammenpassen, sagte Rangnick, und zwar auf dem „obersten Level“.

Vom Aus zur zweiten Chance

Dass Österreich überhaupt noch im Turnier ist, grenzt an ein kleines Fußballwunder. Nach dem dramatischen Gruppenfinale gegen Algerien stand die Auswahl praktisch schon vor dem Aus, als Riyad Mahrez in der Schlussphase zum 3:2 traf. Doch in einer wilden Wendung rettete der frühere Stuttgarter Sasa Kalajdzic die Alpenrepublik mit seinem Treffer zum 3:3 in der 90.+6 Minute doch noch in die K.o.-Runde. Rangnick verglich das Geschehen mit einem Hitchcock-Drehbuch und sprach von einem Drama, das kaum spektakulärer hätte ausfallen können.

Die Österreicher kamen damit, wie die Kronen Zeitung schrieb, mit einem „Blauen Auge“ davon und erhielten bei ihrer ersten WM seit 28 Jahren eine zweite Chance. Diese wollen Rangnick und seine Mannschaft nun im gewaltigen SoFi Stadium nutzen.

Hitze, Klima und neue Energie

„Dieses Spiel kann uns noch einmal richtig zusätzliche Energie geben“, sagte Rangnick mit Blick auf das Duell mit Spanien. Auch die äußeren Bedingungen spielen aus seiner Sicht eine Rolle. Die schwüle Hitze in Kansas City hatte den Österreichern gegen Algerien zugesetzt, in Los Angeles erwartet sie ein ähnliches Klima wie im Teamquartier in Santa Barbara, das nur rund 150 Kilometer nordwestlich liegt. „Darüber bin ich nicht böse“, sagte Rangnick.

Druck verspürt der Teamchef dabei nicht. „In diesem Spiel“, stellte er klar, „können wir tatsächlich nur gewinnen.“