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Virgil van Dijk hat sich kritisch zu den Trinkpausen bei der WM geäußert und FIFA vorgeworfen, damit Spiele unnötig zu unterbrechen. Der Kapitän der Niederlande störte sich vor allem daran, dass die Eingriffe aus seiner Sicht den Rhythmus zerstören und die Zuschauer vor dem Bildschirm nerven. Die Niederlande spielt nach dem 2:2-Auftakt gegen Japan in WM Gruppe 2026 F noch gegen Schweden und Tunesien.
FIFA Regel der Trink- und Abkühlpausen: Aus zwei mach vier

Auslöser der Debatte sind die in diesem Sommer bei allen Partien eingeführten Hydration Breaks. Sie sollen die Spieler bei den teils extremen Temperaturen in Nordamerika mit Flüssigkeit versorgen und den Teams zugleich kurze Ansagen von der Bank ermöglichen.
Van Dijk stellt FIFA-Regel infrage
Nach dem unterhaltsamen 2:2 der Niederlande gegen Japan in Texas am Sonntag nahm van Dijk kein Blatt vor den Mund. Der Liverpool-Verteidiger wurde auf die Pausen während der Halbzeiten angesprochen und machte deutlich, dass er die Regel nicht uneingeschränkt mitträgt.
„Die Trinkpausen sind schon etwas merkwürdig“, sagte van Dijk. „Ich habe mir natürlich fast alle Spiele bis heute angesehen, und jedes Mal, wenn es in die Werbung geht, ist das ein bisschen … nicht gerade etwas, das mir gefällt.“
Der Niederländer fügte zudem hinzu, dass die Unterbrechungen seiner Ansicht nach auch für neutrale Fernsehzuschauer kein Gewinn seien. „Ich denke, für die neutralen Zuschauer im Fernsehen ist es auch nicht toll“, erklärte er. Wenn es wirklich heiß sei, könne eine Pause sinnvoll sein, fügte er hinzu. „Aber ich denke, man muss das meiner Meinung nach bei jedem Spiel separat betrachten.“
FIFA WM 2026: Warum die Trinkpausen? Sinnvoll oder nur Werbeblock?
Breite Debatte um die Trinkpausen
Van Dijk wollte seine Kritik danach nicht weiter zuspitzen. Mit einem Lächeln sagte er: „Ich glaube, dazu habe ich schon genug gesagt.“ Damit blieb es bei einem deutlichen, aber kurzen Seitenhieb auf die FIFA-Regel.
Die Maßnahme gehört ohnehin zu den meistdiskutierten Themen des Turniers. FIFA hatte die Trinkpausen nach den Erfahrungen beim erweiterten Klub-WM-Turnier des vergangenen Jahres beschlossen, wo Spieler und Betreuer in mehreren Gastgeberstädten mit großer Hitze konfrontiert waren.
Nach der aktuellen Regelung erhalten die Teams in jeder Halbzeit eine dreiminütige Trinkpause, unabhängig davon, in welchem Stadion gespielt wird oder wie die Wetterbedingungen ausfallen.

Auch Werbung und Taktik geraten in den Fokus
Zusätzlichen Zündstoff liefert die Begleiterscheinung, dass FIFA den TV-Sendern erlaubt, während der Unterbrechungen Werbung zu zeigen. Viele Anhänger sehen dadurch den Spielfluss gestört und die Intensität der Partien beeinträchtigt.
Neue Aufmerksamkeit bekam das Thema nach dem klaren 7:1 von Deutschland gegen Curaçao. Bundestrainer Julian Nagelsmann räumte offen ein, dass die Pause seinem Team taktisch geholfen habe, nachdem die Mannschaft in der ersten Hälfte zunächst mit dem Diamant-Mittelfeld des Gegners zu kämpfen hatte.
„Curacao hat heute in einer Raute gespielt, und wir haben unsere Angriffsstrategie noch vor der Trinkpause angepasst“, erklärte Nagelsmann. „Die Trinkpause war eigentlich gut, um noch einmal am Spielfeldrand zu wiederholen, was wir bereits angepasst hatten.“
Auch van Dijk traf am Sonntag beim 2:2 der Niederlande gegen Japan.