Stand: 31. Juli 2026

Freiburg plant ohne seinen bisherigen Stammtorhüter
Noah Atubolu gilt als große Zukunftshoffnung für das deutsche Tor. Dennoch erlebt der 24-Jährige derzeit eine ungewöhnliche Vorbereitung. Während seine Mannschaftskollegen vor der beeindruckenden Alpenkulisse im Trainingslager in Schruns arbeiten, absolviert der langjährige Stammtorhüter seine Einheiten allein auf dem Freiburger Vereinsgelände, rund 260 Autokilometer nordwestlich vom österreichischen Trainingsort entfernt.
Bereits in weiten Teilen der Vorbereitung gehörte Atubolu nicht zum Kader des SC Freiburg. Ein Jahr vor dem Vertragsende hatte der gebürtige Freiburger seinen Wunsch nach einem Vereinswechsel hinterlegt. Er möchte sich bei einem Spitzenklub der Premier League für die deutsche Nationalmannschaft empfehlen.
Der Sport-Club stellte sich früh auf den Abgang ein und verpflichtete Mio Backhaus von Werder Bremen. Für den Torhüter zahlte Freiburg die Vereinsrekordsumme von zwölf Millionen Euro. Gemeinsam mit Florian Müller und Jannik Huth bildet Backhaus inzwischen das Torhütertrio der Breisgauer. Das Problem aus Freiburger Sicht: Atubolu ist auch Ende Juli noch beim Europa-League-Finalisten unter Vertrag.
Der Torhütermarkt kommt nur langsam in Bewegung
Eine neue Adresse hat der Keeper trotz einer famosen vergangenen Saison und zweier Nominierungen für die deutsche Nationalmannschaft bislang nicht gefunden. SC-Sportdirektor Klemens Hartenbach sieht den Grund vor allem in der besonderen Dynamik des Marktes.
„Vielleicht haben wir alle ein bisschen unterschätzt, wie spät Tempo in diesen besonderen Torwartmarkt kommt“, sagte Hartenbach dem kicker. „Gerade in einem WM-Jahr wollen sich viele Klubs auf der neuralgischen Torhüter-Position nicht so früh festlegen. Die Dominosteine sind noch nicht so gefallen.“
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Damit bleibt beiden Seiten nur Geduld. Atubolu trainiert fernab seiner Teamkollegen, während Freiburg auf eine Ablöse von ungefähr 20 Millionen Euro hofft. Medienberichten zufolge lehnte der Schlussmann Angebote der Aufsteiger Hull City und Coventry City ab. Er wartet auf die für ihn bestmögliche Lösung.
Zuletzt wurden Europa-League-Sieger Aston Villa und der AFC Bournemouth mit dem Freiburger in Verbindung gebracht. Auch Juventus Turin soll Interesse gezeigt haben. Atubolu favorisiert jedoch offenbar einen Wechsel nach England. Der Premier League fühle er sich besonders verbunden, da er „von klein auf großer Fan“ der englischen Elite-Liga sei, wie er einst der Sport Bild sagte.
Wohin wechselt Noah Atubolu? Diese Klubs werden gehandelt
Ein unterschriebener Vertrag existiert bislang nicht, gehandelt werden aber mehrere Adressen. Der Stand der Transfergerüchte um den Freiburger Torwart:
Aston Villa (England): Der Europa-League-Sieger wurde zuletzt am konkretesten mit Atubolu in Verbindung gebracht.
AFC Bournemouth (England): Ebenfalls Premier League, ebenfalls als Interessent genannt.
Juventus Turin (Italien): Soll Interesse gezeigt haben, England ist für Atubolu aber die klar bevorzugte Option.
Hull City und Coventry City: Angebote der beiden Aufsteiger hat der Torhüter Medienberichten zufolge bereits abgelehnt.
Die Tendenz ist also eindeutig: Atubolu will in die Premier League, aber nicht um jeden Preis. Ein Wechsel zu einem Klub, der gegen den Abstieg spielt, käme dem Ziel, sich für das DFB-Tor zu empfehlen, kaum entgegen.
Ablöse, Vertrag und Zeitplan: die Eckdaten zum Atubolu-Transfer
Ablöse: Der SC Freiburg hofft auf ungefähr 20 Millionen Euro.
Vertrag: Atubolu ist noch bis 2027 an den Sport-Club gebunden, ein Verkauf in diesem Sommer ist für Freiburg deshalb die letzte Gelegenheit, eine nennenswerte Summe zu erlösen.
Zeitplan: Beide Seiten wollen möglichst schnell Klarheit, spätestens mit dem Schließen des Transferfensters muss eine Entscheidung fallen.
Status: Atubolu trainiert getrennt vom Team, gehörte in weiten Teilen der Vorbereitung nicht zum Kader und reiste nicht ins Trainingslager nach Schruns.
Persönliche Gespräche sollen den Wechsel beschleunigen
Nach Angaben Hartenbachs könnte die Suche nun konkreter werden. „Gerade ist so ein bisschen der Übergang, dass Noah nach Vorgesprächen der Berater auch selbst persönliche Gespräche mit Vereinen führt“, erklärte der Sportdirektor.
Aus diesem Grund blieb Atubolu für „eine größere Flexibilität“ in Freiburg und reiste nicht mit der Mannschaft nach Schruns. Den Kontakt zu seinem bisherigen Klub beschreibt Hartenbach trotz der schwierigen Situation als eng. Der Austausch sei „weiter wirklich sehr eng und vertrauensvoll“, betonte der Freiburger Funktionär.
Dennoch wollen sowohl der Spieler als auch der Verein möglichst bald Klarheit. Atubolu würde sich nur zu gerne schnell in der Premier League und damit am Sehnsuchtsort seiner Karriere dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp präsentieren. Im deutschen Tor ist die Position zwischen den Pfosten vakant.
Der erneut zurückgetretene Manuel Neuer hatte bereits im vergangenen Jahr lobende Worte für den Freiburger gefunden: „Ihm stehen alle Türen offen für die Zukunft.“ Zunächst muss Atubolu jedoch den passenden Verein finden.
SC Freiburg Transfernews: Was sich sonst im Kader tut
Die Personalie Atubolu ist nicht die einzige Baustelle im Breisgau. Mit Mio Backhaus haben die Freiburger für die Vereinsrekordsumme von zwölf Millionen Euro bereits den designierten Nachfolger von Werder Bremen geholt, gemeinsam mit Florian Müller und Jannik Huth bildet er das neue Torhütertrio. Die Hierarchie im Tor ist damit auch ohne Atubolu geklärt.
Sportlich hat der Europa-League-Finalist zudem gleich mehrere Spieler im Blickfeld des DFB: Neben Atubolu, den BILD als Torwart-Kandidaten für Jürgen Klopp nennt, tauchen mit Rechtsverteidiger Philipp Treu und Flügelspieler Derry Scherhant zwei weitere Freiburger auf der 57er-Liste des neuen Bundestrainers auf. Für einen Klub, der seine Kaderwerte vor allem über Eigengewächse steigert, ist das eine gute Nachricht, auch mit Blick auf künftige Ablösesummen.
FAQ: Die wichtigsten Fragen zum Wechsel von Noah Atubolu
Wohin wechselt Noah Atubolu?
Entschieden ist noch nichts. Gehandelt werden Aston Villa, der AFC Bournemouth und Juventus Turin. Atubolu favorisiert einen Wechsel in die Premier League, Angebote der Aufsteiger Hull City und Coventry City hat er Medienberichten zufolge abgelehnt.
Warum trainiert Atubolu nicht mit dem SC Freiburg?
Atubolu hat ein Jahr vor Vertragsende seinen Wechselwunsch hinterlegt und gehörte deshalb in weiten Teilen der Vorbereitung nicht zum Kader. Statt ins Trainingslager nach Schruns zu reisen, trainiert er allein auf dem Freiburger Vereinsgelände, um für persönliche Gespräche mit interessierten Klubs flexibel zu sein.
Wie hoch ist die Ablöse für Noah Atubolu?
Der SC Freiburg hofft auf eine Ablöse von ungefähr 20 Millionen Euro.
Bis wann läuft Atubolus Vertrag beim SC Freiburg?
Der Vertrag des gebürtigen Freiburgers läuft noch bis 2027.
Warum dauert der Wechsel so lange?
SC-Sportdirektor Klemens Hartenbach verweist auf den besonderen Torwartmarkt: „Gerade in einem WM-Jahr wollen sich viele Klubs auf der neuralgischen Torhüter-Position nicht so früh festlegen. Die Dominosteine sind noch nicht so gefallen.“
Wer ist der neue Torhüter des SC Freiburg?
Mio Backhaus, den der Sport-Club für die Vereinsrekordsumme von zwölf Millionen Euro von Werder Bremen verpflichtet hat. Dahinter stehen Florian Müller und Jannik Huth.
Wie alt ist Noah Atubolu?
Der gebürtige Freiburger ist 24 Jahre alt und war zuletzt langjähriger Stammtorhüter des SC Freiburg.
Kann Atubolu neue Nummer eins der Nationalmannschaft werden?
Möglich ist es. Nach dem erneuten Rücktritt von Manuel Neuer ist die Position im DFB-Tor offen, Atubolu zählt neben Oliver Baumann, Jonas Urbig und Mio Backhaus zum Kandidatenkreis von Bundestrainer Jürgen Klopp. Wer dabei ist, zeigt sich Mitte September, den jeweils aktuellen Stand gibt es im aktuellen DFB-Kader.