Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Ein gerechtes Remis aus deutscher und schweizer Sicht
- 2 Mehr Fragen als Antworten in den USA
- 3 Garcia nimmt den Punkt mit und blickt auf den Iran
- 4 Ein gut organisierter Aussenseiter aus afrikanischer Sicht
- 5 Zahlen zu Salah und Lukaku
- 6 Worin sich alle einige sind
- 7 WM 2026 Tabelle der Gruppe G
- 8 Wie es weitergeht
Belgien und Ägypten trennten sich im ersten Spiel der Gruppe G der WM 2026 im Lumen Field von Seattle mit 1:1, und das fühlte sich für den Favoriten wie ein Rückschlag an. Emam Ashour brachte die Pharaonen in der 19. Minute nach einer Vorlage von Mohamed Salah in Führung, erst ein Eigentor von Mohamed Hany in der 66. Minute rettete der Mannschaft von Rudi Garcia das Remis. Der WM-Mitfavorit gab den möglichen Sieg gegen den Aussenseiter aus der Hand, und die internationale Presse las den Abend sehr unterschiedlich. Alle Tore und der Verlauf stehen im Ergebnis-Artikel zum Spiel, an dieser Stelle bündeln wir die Stimmen der Medien.
Ein gerechtes Remis aus deutscher und schweizer Sicht
Sky Sport zog ein nüchternes Fazit. „Das 1:1 spiegelt das Geschehen angemessen wider. Im zweiten Durchgang wurde nochmal ordentlich Fahrt aufgenommen“, schrieb der Sender. Nach zwei sehr unterschiedlichen Halbzeiten wertete man das Unentschieden als gerechtes Ergebnis, das den Spielverlauf treffend abbildet.
Schärfer fiel das Urteil aus der Schweiz aus. SRF Sport befand, die ägyptische Führung sei „nicht unverdient“ gewesen, denn „zu pomadig war Belgien gegen die Nummer 29 der Weltrangliste aufgetreten“. Der Schweizer Rundfunk sah ein überraschend starkes Ägypten und eine zu träge belgische Elf, die sich die frühe Führung des Aussenseiters selbst zuzuschreiben hatte.
Mehr Fragen als Antworten in den USA
Fox Sports knüpfte an die jüngere belgische Geschichte an. „Belgiens goldene Generation mag 2022 zu Ende gegangen sein, doch die jüngere Auswahl eröffnete ihre WM so, wie sie zuletzt fast alles eröffnet hat, mit mehr Fragen als Antworten“, urteilte das US-Portal. Die junge Mannschaft knüpfe an die Enttäuschungen der Vorjahre an und habe einen Auftakt geliefert, der mehr Zweifel als Gewissheiten hinterlasse.
Garcia nimmt den Punkt mit und blickt auf den Iran
Die Stimme aus dem belgischen Lager lieferte The Straits Times. „Wir sind noch im Turnier, mit einem Fuss in der Tür, aber jetzt müssen wir natürlich gegen den Iran gewinnen“, wird Trainer Rudi Garcia zitiert. Er ordnete den Punkt nüchtern ein und machte zugleich klar, dass im zweiten Gruppenspiel ein Sieg her muss.
Ein gut organisierter Aussenseiter aus afrikanischer Sicht
Morocco World News rückte die Leistung der Pharaonen in den Vordergrund. „Ägypten ging als Aussenseiter in die Partie, wirkte aber von der ersten Minute an gut organisiert“, schrieb das marokkanische Portal. Hervorgehoben wurden die Disziplin und die taktische Ordnung, mit der die Mannschaft dem Favoriten von Beginn an einen klaren Plan entgegensetzte.
Zahlen zu Salah und Lukaku
Der Datendienst Opta steuerte über Al Jazeera zwei Einordnungen bei. Zum einen sei Salah „der erste afrikanische Spieler seit 1966, der an seinem Geburtstag an einem WM-Tor beteiligt war“, denn seine Vorlage zum 0:1 fiel auf seinen Geburtstag. Zum anderen hielt Opta fest, dass „Romelu Lukaku den Ausgleich nur 22 Sekunden nach seiner Einwechslung erzwang“ und damit seine Bedeutung für Belgien unterstrich.
Worin sich alle einige sind
In der Bewertung des Ergebnisses liegen die Medien dicht beieinander, in der Tonlage gehen sie auseinander. Sky Sport las das 1:1 als gerechten Ausgang, während SRF Sport und Fox Sports vor allem die Schwäche des Favoriten betonten, der eine harmlos auftretende Mannschaft gewesen sei und mehr Fragen als Antworten hinterlassen habe. Morocco World News kehrte den Blick um und würdigte die Ordnung des Aussenseiters. Garcia selbst nahm den Punkt sachlich, und Opta lieferte mit Salahs Geburtstagsstatistik und Lukakus Blitz-Wirkung die Randnotizen des Abends.
WM 2026 Tabelle der Gruppe G
Wie es weitergeht
Belgien hat im zweiten Gruppenspiel die Chance auf Wiedergutmachung, am 21. Juni 2026 wartet der Iran. Ägypten tritt einen Tag später, am 22. Juni 2026, gegen Neuseeland an.
