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Ägypten hat sich beim 1:1 (1:1) gegen den Iran im abschließenden Gruppenspiel der Gruppe G bei der WM 2026 in Seattle den Gruppensieg entgehen lassen, zieht als Tabellenzweiter aber sicher ins Sechzehntelfinale ein. Für das Team von Trainer Hossam Hassan war das Weiterkommen schon vor dem Anpfiff sicher, der Iran muss als Dritter mit drei Punkten dagegen weiter bangen.

Saber trifft früh, Shoubeir hält den Elfmeter
Die Partie startete wild. Mahmoud Saber brachte die Ägypter schon in der 5. Minute in Führung, der frühere Frankfurter Omar Marmoush saß da noch auf der Bank. Wenig später folgte die nächste große Szene, diesmal auf der anderen Seite. Mostafa Shoubeir parierte in der 11. Minute einen schlecht platzierten Foulelfmeter von Mehdi Taremi, den Mohamed Abdelmonem zuvor im Strafraum unglücklich getroffen hatte. Bitter aus ägyptischer Sicht, der Verursacher verletzte sich bei der Aktion und konnte nicht weitermachen.
Rezaeian gleicht aus, ein Tor wird aberkannt
Lange währte die Freude über Shoubeirs Glanztat nicht. Der Iran, der wegen der Reiserestriktionen erst zwei Tage vor der Partie in die USA hatte einreisen dürfen, machte Druck und wurde belohnt. Ramin Rezaeian traf in der 14. Minute sehenswert aus spitzem Winkel zum 1:1. Auch nach der Pause blieb das Spiel umkämpft, vor allem Ägypten setzte nach. In der Nachspielzeit brachte Shoja Khalilzadeh den Ball zwar noch einmal im ägyptischen Tor unter, der Treffer zählte wegen einer knappen Abseitsstellung jedoch nicht. Gespielt wurde im Seattle Stadium, wo sonst die Seattle Seahawks ihre Heimspiele austragen.
Ägypten nach Dallas, der Iran wartet
Den Gruppensieg sicherte sich Belgien, Ägypten zog als Zweiter dennoch in die K.o.-Phase ein. Im Sechzehntelfinale wartet am Freitag in Dallas Australien. Es ist erst das zweite Mal, dass die Pharaonen bei einer WM ein K.o.-Spiel erreichen. Das erste lag eine Ewigkeit zurück, 1934 startete das Turnier allerdings schon mit der ersten K.o.-Runde. Der Iran bleibt mit drei Punkten als Tabellendritter zurück und muss nun abwarten, ob es als einer der besten Gruppendritten doch noch für den Sprung in die nächste Runde reicht.
Spannungen vor dem Pride Match
Von dem Wirbel im Vorfeld war auf dem Platz nichts zu spüren. Die Veranstalter hatten die Begegnung schon vor der Auslosung zum Pride Match erklärt, weil an diesem Wochenende die LGBTQI+-Community in Seattle feiert. Nach der Auslosung sorgte das für Spannungen mit den Verbänden der beiden muslimisch geprägten Länder. Beide Trainer hatten betont, sich allein auf das Sportliche konzentrieren zu wollen.