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Tschechien und Südafrika haben sich am zweiten Spieltag der Gruppe A bei der WM 2026 mit 1:1 getrennt, und das Remis fühlt sich für beide Seiten unfertig an. Michal Sadílek brachte die Tschechen schon in der 6. Minute in Führung, danach aber blieben die zwingenden Aktionen aus, ehe Teboho Mokoena sieben Minuten vor Schluss per Handelfmeter zum 1:1 traf. So stehen nach diesem Abend im Mercedes-Benz Stadium von Atlanta, wo sonst die Atlanta Falcons spielen, vor 67.442 Zuschauern beide Teams mit nur einem Punkt am Tabellenende der Gruppe. Alle Tore und der Verlauf des Spiels stehen in unserem Ergebnis-Artikel zum Spiel, hier bündeln wir, wie die internationale Presse den Abend bewertet hat.

Tschechische Passivität als roter Faden
Auffällig einig sind sich die deutschen und englischen Beobachter darin, dass dieses Remis vor allem ein tschechisches Versäumnis war. Das Nachrichtenportal HASEPOST fasste den Kern in einem Satz, die Tschechen hätten sich nach dem frühen Führungstreffer zunehmend zurückgezogen und Südafrika den Ball überlassen. Genau diese Passivität, so das Portal, habe den späten Ausgleich erst begünstigt.
Sky Sports schlug in dieselbe Kerbe. Autor Ron Walker urteilte, Tschechien sei an der eigenen Chancenverwertung gescheitert und habe den Punkt durch Ineffizienz aus der Hand gegeben. Auch Sports Mole machte in seinen Einzelkritiken vor allem die vergebenen Großchancen verantwortlich, namentlich die von Stürmer Patrik Schick. Der englische Dienst attestierte der tschechischen Defensive immerhin einen soliden Auftritt, doch das Lob blieb in der Gesamtschau ein Trostpflaster.
Eurosport nimmt Schick in Schutz
Etwas anders gewichtete Eurosport. Der Sender gab Kapitän Ladislav Krejčí wieder, der den zuvor kritisierten Stürmer Patrik Schick ausdrücklich verteidigte. „Wir müssen ihn einfach in die bestmöglichen Positionen bringen und ihm helfen“, so der Kapitän in der Wiedergabe von Eurosport. Krejčí nahm damit weniger den Angreifer als die Mannschaft in die Pflicht, ihren Stürmer besser in aussichtsreiche Situationen zu bringen. Wo Sports Mole die liegen gelassenen Chancen einem Spieler zuschrieb, rückte Eurosport das kollektive Zuspiel in den Vordergrund.
Aus Afrika kommt Anerkennung für die Moral
Aus der Perspektive der Bafana Bafana liest sich derselbe Abend deutlich versöhnlicher. Das panafrikanische Portal Sport News Africa hob die Widerstandskraft der Südafrikaner hervor, die nach dem extrem frühen Rückstand nicht aufsteckten und sich den Ausgleich am Ende erkämpften. Der Punkt erscheint hier nicht als geschenkt, sondern als erarbeitet, ein anderer Blickwinkel als jener der europäischen Kollegen, die vor allem auf das tschechische Unvermögen schauten.
Das Fazit der Presse
In der Summe trifft sich die Bewertung an einem Punkt deutlich. HASEPOST, Sky Sports und Sports Mole sehen ein Spiel, das Tschechien selbst aus der Hand gab, sei es durch das frühe Sichzurückziehen oder durch die vergebenen Möglichkeiten von Patrik Schick. Eurosport setzt mit der Schick-Verteidigung einen leicht abweichenden Akzent, und Sport News Africa kehrt die Erzählung um und lobt die südafrikanische Moral statt das tschechische Versagen zu betonen. Eine vollständige Presseschau ist das allerdings nicht. Belastbare Stimmen aus den heimischen Leitmedien beider Länder lagen uns für diesen Abend nicht vor, ebenso wenig verwertbare Reaktionen aus den sozialen Netzwerken. Die hier gebündelten fünf Stimmen zeichnen also ein stimmiges, aber bewusst schmales Bild.
WM 2026 Tabelle der Gruppe A
Wie eng es im unteren Drittel zugeht, zeigt der Blick auf die Tabelle. Südafrika und Tschechien teilen sich das Tabellenende, beide mit einem Punkt aus zwei Spielen.
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Der Blick auf den dritten Spieltag
Für beide Teams wird es am 25. Juni 2026 zum Abschluss der Gruppenphase ernst. Tschechien trifft am dritten Spieltag der Gruppe A auf Mexiko, Südafrika misst sich am selben Tag mit Südkorea. Nach diesem geteilten Punkt steht für beide einiges auf dem Spiel.