WM 2026 heute Ergebnis 4:2 für England gegen Kroatien: Doppelpack! Rekord! Kane!

Thomas Tuchel hat seine erste WM-Prüfung als englischer Nationaltrainer mit Bravour bestanden. In Dallas setzte sich England im Duell mit Kroatien verdient mit 4:2 durch und machte im nominell schwierigsten Spiel der Gruppe L einen großen Schritt Richtung K.o.-Phase. Überragt wurde der Auftakt von Harry Kane, der mit einem Doppelpack sogar WM-Geschichte schrieb. Mit seinen Treffern Nummer neun und zehn bei Weltmeisterschaften zieht der England-Kapitän mit Gary Lineker als bester englischer WM-Torschütze gleich. England spielt wieder am Dienstag, den 23. Juni, um 22 Uhr MESZ gegen Ghana. Diese Partie wird in Boston ausgetragen und kommt auf ARD und MagentaTV.

Englands Jude Bellingham bejubelt gemeinsam mit Harry Kane seinen Treffer zum 3:0 im Gruppenspiel L der FIFA Weltmeisterschaft 2026 gegen Kroatien am 17. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas. Francois Nel / Getty Images
Englands Jude Bellingham bejubelt gemeinsam mit Harry Kane seinen Treffer zum 3:0 im Gruppenspiel L der FIFA Weltmeisterschaft 2026 gegen Kroatien am 17. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas. Francois Nel / Getty Images
WM 2026 | Spieltag 1
England
S U N S S
4 : 2
2.82
xG
0.53
Endergebnis
Kroatien
S S N N S
Harry Kane
12'
Harry Kane
42'
J. Bellingham
47'
Marcus Rashford
85'
M. Baturina
36'
P. Musa
45'+5'
1
Jordan Pickford
3
N. O'Reilly
5
John Stones
2
E. Konsa
24
R. James
4
Declan Rice
8
E. Anderson
18
A. Gordon
10
J. Bellingham
20
N. Madueke
9
Harry Kane
1
D. Livaković
4
J. Gvardiol
22
L. Vušković
6
J. Šutalo
14
I. Perišić
15
M. Pašalić
10
L. Modrić
2
J. Stanišić
16
M. Baturina
17
P. Sučić
26
P. Musa
field field
Tore
Elfmetertor
12'
36'
42'
45'
+5
Tor
47'
85'

 

Tuchel bekommt vorerst Ruhe

Der in England nicht unumstrittene deutsche Coach verschaffte sich mit dem Erfolg zunächst Luft. Die Diskussionen um seine Entscheidungen hatten die Three Lions nach Nordamerika begleitet, vor allem die Nicht-Nominierung von Cole Palmer und Phil Foden sorgte für Stirnrunzeln auf der Insel. Tuchel soll die stolze Fußball-Nation, die seit 60 Jahren auf den zweiten WM-Titel wartet, endlich wieder zum großen Wurf führen. Der erste Schritt gelang in der Neuauflage des Halbfinals von 2018.

England bei der WM 2026 – Warum Thomas Tuchel nach der WM fliegen könnte

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England startete offensiv, blieb aber nicht über die gesamte Spielzeit stabil. Kane traf zunächst per wiederholtem Foulelfmeter und legte später nach einer Ecke per Kopf nach. Der 32-Jährige vom FC Bayern zog damit mit Gary Lineker als Englands WM-Rekordtorschütze gleich, beide stehen nun bei zehn Treffern. Zwischenzeitlich hatte Kroatien durch Martin Baturina und Petar Musa ausgeglichen. Marcus Rashford sorgte in der Schlussphase für den vierten englischen Treffer.

Englands Teammanager Thomas Tuchel gestikuliert an der Seitenlinie im Gruppenspiel L der FIFA Weltmeisterschaft 2026 gegen Kroatien am 17. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas. Michael Steele / Getty Images
Englands Teammanager Thomas Tuchel gestikuliert an der Seitenlinie im Gruppenspiel L der FIFA Weltmeisterschaft 2026 gegen Kroatien am 17. Juni 2026 im Dallas Stadium in Arlington, Texas. Michael Steele / Getty Images

Kane setzt die frühen Akzente

Kane blieb ein früher Rückschlag erspart. Den ersten Strafstoß hatte er zwar noch vergeben, doch Schiedsrichter Clément Turpin ließ wiederholen, weil Dominik Livaković sich zu früh von der Linie bewegt hatte. Zuvor war Luka Modrić das Foul an Noni Madueke unterlaufen. Beim zweiten Versuch blieb Kane eiskalt und brachte England in Führung.

Der Auftakt gab den Engländern zwar kurz Sicherheit, doch Tuchels Team wirkte in der Anfangsphase weiter nervös. Aus dem Spiel heraus kam zunächst wenig Gefahr, defensiv blieb England anfällig. Kroatien nutzte diese Schwäche, blieb aber zunächst ebenfalls nicht dauerhaft zwingend.

Bellingham bringt die Wende, Rashford macht zu

Nach dem erneuten Ausgleich der Kroaten schlug Bellingham direkt nach der Pause zu. Der Offensivspieler von Real Madrid vollendete ein starkes Solo zum 3:2 und leitete damit die stärkste Phase der Three Lions ein. Danach rollten die Angriffe im Minutentakt auf das kroatische Tor zu. Bellingham, Nico O’Reilly, Declan Rice, Anthony Gordon und Kane verpassten die Vorentscheidung teils hochkarätig.

England blieb bei Standards ebenfalls gefährlich, Kane tauchte mehrfach im Strafraum auf und hatte das 4:2 sogar dreimal auf dem Fuß. Kroatien erhöhte in der Schlussphase das Risiko, um doch noch den Ausgleich zu erzwingen. Das öffnete Räume, die England eiskalt nutzte: Rashford traf in der 85. Minute zum 4:2.

Tuchel hatte seine Startelf im Vergleich zu mancher Erwartung angepasst. Bellingham erhielt auf der Zehnerposition den Vorzug vor Morgan Rogers, Anthony Gordon begann links vor Marcus Rashford, Noni Madueke rechts. Bukayo Saka blieb vorsichtshalber auf der Bank, weil er nicht ganz fit war. In der Innenverteidigung stand Ezri Konsa neben John Stones. Bei Kroatien starteten unter anderem Modrić, der mit 40 Jahren seine fünfte WM-Partie bestritt und auf sein 199. Länderspiel zusteuerte, sowie Luka Modrićs langjähriger Mitspieler-Kosmos um Kovacic, Baturina und Musa.

England WM 2026 Gruppe L

#
Team
B
S
U
N
Tore
GT
TD
Pkt.
1
1
1
0
0
4
2
2
3
2
0
0
0
0
0
0
0
0
3
1
0
0
1
2
4
-2
0
4
0
0
0
0
0
0
0
0

 

Ein Spiel mit vielen Wendungen in Dallas

England führte bereits in der 11. Minute durch Kanes ersten Elfmeter, ehe Martin Baturina in der 36. Minute mit einem Schuss aus knapp 18 Metern ausglich. Kane stellte noch vor der Pause auf 2:1, doch Petar Musa traf in der fünften Minute der Nachspielzeit zum 2:2. Kurz nach dem Seitenwechsel brachte Bellingham England wieder nach vorne, Rashford setzte den Schlusspunkt.

Der Spielfluss litt phasenweise unter kleineren Unterbrechungen, die Begegnung blieb aber bis in die Schlussphase spannend und kurzweilig. Clément Turpin kam am Ende ohne Verwarnung durch, nach 90 Minuten stand fest, dass England das offener geführte Duell unter dem Strich verdient gewonnen hatte. In der Nachspielzeit wurden noch sechs Minuten angezeigt.

Im Dallas Stadium herrschten bei über 30 Grad hochsommerliche Bedingungen, für den Nachmittag galt sogar eine Hitzewarnung. Entsprechend konnten Cooling Breaks durchaus ihren Sinn entfalten. England nahm damit eine schwere erste Hürde, Kroatien blieb trotz der Niederlage als zäher Gegner im Turnier.