England bei der WM 2026 – Warum Thomas Tuchel nach der WM fliegen könnte

Thomas Tuchel steht bei England trotz seines erst im Februar bis 2028 verlängerten Vertrags offenbar nicht völlig sicher da. Sollte die Titelmission bei der WM 2026 scheitern, könnte der 52-Jährige nach dem Turnier seinen Job als Nationaltrainer wieder los sein. Im neuen Arbeitspapier ist nämlich eine leistungsabhängige Klausel verankert.

Englands Teammanager Thomas Tuchel beobachtet eine öffentliche Trainingseinheit der englischen Nationalmannschaft. Die Session fand am 13. Juni 2026 in Kansas City statt. Richard Pelham / Getty Images
Englands Teammanager Thomas Tuchel beobachtet eine öffentliche Trainingseinheit der englischen Nationalmannschaft. Die Session fand am 13. Juni 2026 in Kansas City statt. Richard Pelham / Getty Images

Leistungsklausel im Vertrag

Das bestätigte Mark Bullingham, der Geschäftsführer des englischen Fußball-Verbandes FA, einen Tag vor dem WM-Auftakt gegen Kroatien am Mittwoch um 22.00 Uhr MESZ, live bei ZDF und MagentaTV, im Teamcamp in Kansas City. Welche genauen Bedingungen dort festgeschrieben sind, ließ er offen. „In jedem einzelnen Vertrag bei der FA gibt es Leistungsklauseln, aber ich werde nicht im Detail darauf eingehen“, sagte Bullingham.

Gleichzeitig machte der FA-Boss klar, dass England Tuchel im Erfolgsfall nicht so leicht verlieren würde. „Wir können ihn an diesen Vertrag binden“, sagte Bullingham. Damit soll verhindert werden, dass der Chefcoach nach einer starken WM zum Gegenstand von Gerüchten über einen Wechsel zu einem Klub oder einer anderen Auswahl wird.

Kritik an früher Verlängerung

Dass die FA Tuchels Vertrag noch vor der Titelmission bis zur Heim-EM 2028 in Großbritannien und Irland ausgedehnt hatte, sorgte auf der Insel für Kritik. Bullingham verteidigte diesen Schritt mit dem Verweis auf das hohe Ansehen des Deutschen. „Die Realität ist, dass er ein Trainer auf Topniveau ist, der sehr gefragt wäre. Wir wussten, dass wir jemanden haben, der einen wirklich guten Job macht, und wir können nicht einfach erwarten, dass jemand abwartet und schaut, wie es läuft“, erklärte er.

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Außerdem spielte für die Verbandsspitze auch der Timing-Aspekt eine Rolle. Spekulationen über Tuchels Zukunft sollten das Turnier nicht überlagern. „Man möchte so etwas nie im Hintergrund haben, wenn man in ein Turnier geht“, sagte Bullingham.

Große Aufgabe bei der WM

England wartet inzwischen seit 60 Jahren auf den zweiten WM-Titel. Genau dieses lange Warten soll Tuchel beenden und die Three Lions zum Triumph führen. Ob ihm das gelingt, könnte am Ende auch über seine Zukunft als Nationaltrainer entscheiden.