WM 2026 – Ex-96-Profi Cherundolo sorgt sich um Situation in den USA

WM 2026 – Ex-96-Profi Cherundolo sorgt sich um Situation in den USA: Steven Cherundolo blickt kurz vor der Heim-WM mit Sorge auf die politische und gesellschaftliche Lage in den Vereinigten Staaten. Der 47‑jährige frühere Hannover‑96‑Spieler und Ex‑US‑Nationalspieler sagte im Gespräch mit t‑online, das vergangene Jahr sei „nicht einfach“ gewesen und eine stark polariserte Gesellschaft berge Risiken. Zugleich hält Cherundolo die USA zusammen mit Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) weiterhin für einen geeigneten Gastgeber des Turniers. Er fordert Spieler dazu auf, sich auf sportliche Aufgaben zu konzentrieren und betont zugleich die Bedeutung von Meinungsfreiheit.

FIFA Fußball WM 2026 in USA, Mexiko & Kanada
FIFA Fußball WM 2026 in USA, Mexiko & Kanada

Cherundolo zur gespaltenen Lage in den USA

Der ehemalige Bundesliga-Profi beschreibt die gesellschaftliche Entwicklung in den USA als besorgniserregend: „Ich mache mir große Sorgen, das vergangene Jahr war nicht einfach. Es geht nie gut aus, wenn eine Gesellschaft so gespalten, so polarisiert ist.“ Cherundolo stellt die interne Polarisierung als Risiko dar, das über den sportlichen Rahmen hinausgeht und die Atmosphäre rund um ein großes Turnier beeinflussen könne.

Einschätzung zur Gastgeberrolle bei der WM 2026

Trotz der Sorgen spricht sich Cherundolo klar für die Austragung des Turniers in Nordamerika aus. Er betont: „Das Drumherum spielt keine Rolle. Es ist ein Sportevent, keine Politik.“ Damit bestätigt der Ex‑Trainer des Los Angeles FC in der Major League Soccer seine Einschätzung, dass die organisatorischen Voraussetzungen und die Infrastruktur der USA, Mexikos und Kanadas für die WM passen.

Ein Rat an die Spieler und Haltung zu politischen Statements

Gleichzeitig warnt Cherundolo davor, die Bühne des Turniers politisch zu instrumentalisieren: Er erwartet, dass sich US‑Präsident Donald Trump die Öffentlichkeit zunutze machen werde, und sagt: „Damit muss man umgehen können.“ Sein klarer Rat an die Mannschaften lautet, sich auf die eigenen Aufgaben zu konzentrieren. Zur Frage politischer Äußerungen formuliert er eine prinzipielle Grenze: „Pauschal darf niemandem ein Maulkorb verpasst werden, es darf aber auch niemand zum öffentlichen Positionieren gezwungen werden.“

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