Pejcinovic mit 3 Toren gegen Rostock: Ein Dreierpack im ersten Pflichtspiel für den neuen Verein, das schafft nicht jeder. Dzenan Pejcinovic hat sich beim VfB Stuttgart mit einer Gala-Vorstellung eingeführt und die Schwaben mit seinen drei Toren beim 4:0 gegen Hansa Rostock in die zweite DFB-Pokalrunde geschossen.

Der Neuzugang stand bei seinem Debüt für den VfB gleich im Mittelpunkt des Geschehens. An der Ostsee ließ der 21-Jährige seine neuen Anhänger schon nach wenigen Einsatzminuten jubeln und untermauerte seine Ausnahmestellung mit einem kompletten Hattrick. Damit reiht sich Pejcinovic in eine exklusive Riege ein: Zuletzt war es Adhemar, dem im Februar 2001 in der Bundesliga gegen Kaiserslautern ein Dreierpack bei seinem VfB-Einstand gelungen war. Über zwei Jahrzehnte musste der Klub also auf eine solche Vorstellung eines Debütanten warten.
Überraschung auch beim Torschützen selbst
Dass ihm ein derartiger Auftakt gelingen würde, hatte selbst der Angreifer nicht auf dem Zettel. „Ehrlich gesagt habe ich das nicht erwartet. Für mich persönlich war es heute wichtig, alles rauszuhauen für die Mannschaft“, erklärte Pejcinovic nach dem Abpfiff. Der Auftritt habe ihm ein „gutes Gefühl“ vermittelt, so einen gelungenen Einstand hingelegt zu haben. Auch Sportvorstand Fabian Wohlgemuth zeigte sich beeindruckt von der Leistung des Offensivspielers. „Das war heute ein sehr, sehr guter Einstand. Das freut mich total für ihn“, lobte der VfB-Funktionär.
Nationalmannschaft noch kein Thema
Angesichts der starken Leistung stellte sich schnell die Frage, ob der Pokalauftritt bereits ein Signal in Richtung Bundestrainer Jürgen Klopp und die A-Nationalmannschaft sein könnte. Weder Pejcinovic noch Wohlgemuth wollten sich jedoch zu voreiligen Prognosen hinreißen lassen. „Ich bin aktuell U21-Nationalspieler. Was dann kommt, werden wir sehen. Ich schaue einfach, dass ich meinen Job richtig mache. Das ist für mich noch kein großes Thema“, stellte der Angreifer klar.
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Auch der Sportvorstand dämpfte die aufkommenden Erwartungen und verwies auf die kurze Zeitspanne, die bislang zur Bewertung zur Verfügung steht. Es seien zunächst einmal 90 Minuten gewesen, „in denen er sehr sehr gut gespielt hat, aber ich denke, dass der Bundestrainer die erste Phase bis zur Länderspielpause abwarten wird“, so Wohlgemuth. Unterdessen hatte die Sport Bild berichtet, Klopp habe das Sturmtalent bereits informiert, ihn mit Blick auf die EM 2028 im Auge zu behalten.