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Spielt Folarin Balogun heute Nacht im WM-Achtelfinale der USA gegen Belgien? Die kurze Antwort: Ja, Stand jetzt darf er spielen. Die FIFA hat die automatische Sperre nach seiner Roten Karte am Sonntag überraschend zur Bewährung ausgesetzt, und in der voraussichtlichen Aufstellung der USA steht der Stürmer in der Startelf. Doch ganz sicher ist sein Einsatz noch immer nicht: Belgiens Verband RBFA ficht die Spielberechtigung an, eine finale Entscheidung müsste vor dem Anpfiff in der Nacht auf Dienstag, 7. Juli 2026 um 02:00 Uhr MESZ fallen. Dahinter steckt der größte Skandal dieser WM: US-Präsident Donald Trump hat zugegeben, wegen der Roten Karte persönlich bei FIFA-Präsident Gianni Infantino angerufen zu haben. Stand: Montag, 6. Juli 2026, 17:30 Uhr.
Update: Vor WM Achtelfinale gegen USA: Belgien lässt im Fall Balogun nicht locker

Spielt Balogun gegen Belgien? Die Antwort im Überblick
Balogun ist nach der FIFA-Entscheidung vom Sonntag spielberechtigt. Trainer Mauricio Pochettino plant fest mit seinem besten Stürmer, in unserer Übersicht der voraussichtlichen Aufstellungen von USA gegen Belgien steht Balogun in der Sturmspitze. Angepfiffen wird die Partie in der Nacht auf Dienstag um 02:00 Uhr MESZ im Seattle Stadium, im Free-TV läuft das Spiel in der ARD, dazu live bei MagentaTV. Alle Hintergründe zur Übertragung stehen im Artikel Wer überträgt USA gegen Belgien?
Ein Restrisiko für seinen Einsatz bleibt aber: Belgien hat am Montag offiziell angekündigt, die Einsatzberechtigung des Spielers anzufechten. Sollte die FIFA dem Einspruch stattgeben, wäre Balogun doch gesperrt. Eine Entscheidung muss vor dem Anpfiff fallen.
Was ist im Fall Balogun passiert?
Beim 2:0 der USA im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina trat Balogun in der 64. Minute Tarik Muharemovic unglücklich auf den Knöchel. Nach VAR-Überprüfung stellte ihn der brasilianische Schiedsrichter Raphael Claus vom Platz. Die Folge schien klar, denn Artikel 66.4 der FIFA-Disziplinarordnung ist eindeutig: Eine Rote Karte zieht automatisch eine Sperre von einem Spiel nach sich, ein Einspruch dagegen ist nicht möglich.
Am Sonntag folgte dann die Kehrtwende: Die FIFA setzte die Sperre unter Verweis auf Artikel 27 der Disziplinarordnung ohne weitere Erklärung zur Bewährung aus. Dieser Artikel erlaubt es dem Weltverband, „die Umsetzung einer Disziplinarmaßnahme ganz oder teilweise auszusetzen“.
Brisant ist der Weg dorthin: Nach übereinstimmenden Berichten von AFP, New York Times und Guardian hatte US-Präsident Donald Trump nach dem Bosnien-Spiel persönlich bei FIFA-Präsident Gianni Infantino angerufen, angeblich sogar mehrmals. Am Montag gab Trump den Anruf im Weißen Haus offen zu: „Ich habe um eine Überprüfung gebeten, weil ich nicht dachte, dass es ein Foul war. Alles, was ich getan habe, war, um eine Überprüfung zu bitten. Ich habe nicht gesagt, ihr müsst das tun.“ Schiedsrichter Claus nannte er „ein bisschen suspekt“. Bei Truth Social bedankte sich Trump bei der FIFA dafür, „das Richtige zu tun und eine große Ungerechtigkeit rückgängig zu machen“. Die komplette Chronologie der Einflussnahme haben wir im Artikel Trump mischt sich in die WM ein aufgearbeitet.
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Belgien fechtet an: Kippt der Balogun-Einsatz doch noch?
Der belgische Verband RBFA kündigte am Montag an, die Einsatzberechtigung Baloguns anzufechten, und erhob schwere Vorwürfe gegen die FIFA. Von der Entscheidung habe man aus den Medien erfahren, auf Anfragen habe der Weltverband nicht reagiert. Stattdessen habe die FIFA aus einer simplen Bitte um eine Kopie der Entscheidung einen Einspruch „konstruiert“ und diesen „umgehend als unzulässig verworfen“. Zudem sei in der Spielsitzung vor der Partie der Abschnitt über die automatische Spielersperre „bewusst“ aus der Präsentation gestrichen worden, obwohl er in allen vier vorherigen Sitzungen Standard gewesen sei. Die RBFA sieht sich deshalb gezwungen, das Urteil anzufechten, „zutiefst besorgt über den Verlauf der Ereignisse“.

Die Reaktionen weltweit fallen drastisch aus. Die UEFA sieht eine „rote Linie“ überschritten und nennt die Entscheidung „beispiellos, unbegreiflich und nicht zu rechtfertigen“. DFB-Präsident Bernd Neuendorf fordert schnelle Aufklärung, es gehe „um die Integrität des Wettbewerbs und die Glaubwürdigkeit der FIFA“. Der designierte Bundestrainer Jürgen Klopp schimpfte bei MagentaTV: „Diese beiden Menschen, die beide von Fußball keine Ahnung haben, sollten gar nichts damit zu tun haben. Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel.“ Ex-FIFA-Boss Joseph Blatter fragt „Quo vadis, FIFA?“, und Nicholas McGeehan von der Organisation FairSquare spricht von einem „skandalösen Verstoß gegen die Regeln“ und einer möglichen „Manipulation des Wettbewerbs“. Wie sich der Wirbel auf das Spiel auswirken könnte, steht in unserer Prognose zu USA gegen Belgien.
FAQ: Die wichtigsten Fragen zum Fall Balogun
Warum wurde die Sperre von Balogun aufgehoben?
Die FIFA berief sich auf Artikel 27 der Disziplinarordnung, der es erlaubt, Disziplinarmaßnahmen ganz oder teilweise auszusetzen. Eine Begründung lieferte der Weltverband nicht. Zuvor hatte US-Präsident Trump nach eigenen Angaben bei FIFA-Präsident Infantino angerufen und um eine Überprüfung der Roten Karte gebeten.
Was sagt Artikel 66.4 der FIFA-Disziplinarordnung?
Eine Rote Karte zieht automatisch eine Sperre von einem Spiel nach sich, ein Einspruch dagegen ist ausgeschlossen. Genau darauf hatte die FIFA vor der WM in einem Rundschreiben an alle Verbände selbst hingewiesen.
Gab es einen vergleichbaren Fall schon einmal?
Nur ansatzweise. Cristiano Ronaldo wurde im November nach einem Ellbogenschlag im Qualifikationsspiel gegen Irland für drei Spiele gesperrt, zwei davon setzte die FIFA zur Bewährung aus. Der entscheidende Unterschied: Ronaldo musste das erste Spiel absitzen, und eine politische Intervention gab es nicht.
Kann Belgien den Einsatz von Balogun noch verhindern?
Der belgische Verband ficht die Einsatzberechtigung offiziell an. Eine finale Entscheidung müsste vor dem Anpfiff fallen. Bleibt die FIFA bei ihrer Linie, spielt Balogun.
Wann und wo läuft USA gegen Belgien?
Das Achtelfinale USA gegen Belgien wird in der Nacht auf Dienstag, 7. Juli 2026 um 02:00 Uhr MESZ im Seattle Stadium angepfiffen. Im Free-TV überträgt die ARD ab 01:25 Uhr, dazu läuft die Partie live bei MagentaTV.
Quelle der Zitate und Hintergründe: SID.