RB Leipzig muss erneut ohne Assan Ouédraogo planen. Der Nationalspieler zog sich im Training eine Kapselverletzung in der rechten Schulter zu und wird dem Bundesligisten laut Vereinsangaben für „wenige Wochen“ fehlen, nur zwei Wochen vor dem Saisonstart.

Wie die Sachsen mitteilten, hatte sich Ouédraogo die Blessur bei einem Zweikampf zugezogen. Die Verletzung soll konservativ, also ohne operativen Eingriff, behandelt werden. Der Vorfall ereignete sich bereits am Donnerstag auf dem Trainingsgelände. Laut Berichten des Online-Portals „RBlive“ musste der Mittelfeldspieler unmittelbar danach mit schmerzverzerrtem Gesicht behandelt werden und griff sich dabei mehrfach an die betroffene Schulter, ein deutliches Zeichen dafür, wie unangenehm die Kollision für ihn war.
Erneuter Rückschlag für den Mittelfeldmotor
Für den 20-Jährigen ist es bereits der nächste Dämpfer in einer ohnehin von körperlichen Problemen geprägten Phase. Erst Anfang des Jahres hatte ihn eine Sehnenverletzung im linken Knie über mehrere Monate außer Gefecht gesetzt. Bereits zum Ende des vergangenen Jahres war Ouédraogo wegen Problemen an der Sehne in der linken Kniekehle für einige Wochen ausgefallen. Die Ansammlung an muskulären und strukturellen Blessuren bremst damit erneut einen Spieler, dem beim Verein eigentlich eine zentrale Rolle zugedacht ist.
Wichtige Position im Umbruch der Sachsen
Sportlich wiegt der Ausfall schwer, da Ouédraogo nach dem ablösefreien Wechsel von Xaver Schlager für das zentrale Mittelfeld von RB Leipzig vorgesehen war. Der gebürtige Schalker soll dort künftig gestalterische und defensive Aufgaben übernehmen, muss seine Einsatzbereitschaft nun aber erneut verschieben. Immerhin unterstreicht seine sportliche Klasse der Umstand, dass er bei der zurückliegenden Weltmeisterschaft als Nachrücker in den Kader der deutschen Nationalmannschaft berufen wurde, ein Beleg für sein Potenzial, das der Klub nun so schnell wie möglich wieder auf dem Platz sehen möchte.