Platzverweis im WM-Viertelfinale: Erstmals äußert sich Embolo nach seiner Schwalbe

Wochen nach seinem folgenreichen Platzverweis hat sich Breel Embolo nun doch noch geäußert. Von Reue oder einer Entschuldigung ist in seinem Statement allerdings nichts zu finden.

Schiedsrichter Joao Pinheiro zeigt Breel Embolo (#7) aus der Schweiz während des Viertelfinalspiels der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Argentinien und der Schweiz im Kansas City Stadium am 11. Juli 2026 in Kansas City, Missouri, die rote Karte
KANSAS CITY, MISSOURI – 11. JULI: Schiedsrichter Joao Pinheiro zeigt Breel Embolo (#7) aus der Schweiz während des Viertelfinalspiels der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Argentinien und der Schweiz im Kansas City Stadium am 11. Juli 2026 in Kansas City, Missouri, die rote Karte. (Foto: Lars Baron/Getty Images)

Der Platzverweis im WM-Viertelfinale gegen Argentinien und das damit verbundene Ausscheiden der Schweiz haben Breel Embolo sichtlich zugesetzt. Über Instagram meldete sich der ehemalige Gladbacher Offensivspieler nun erstmals öffentlich zu Wort: „Es gibt immer noch keine Worte, um die Enttäuschung zu beschreiben, die ich empfinde.“ Er habe eine Weile gebraucht, um die bittere Niederlage überhaupt zu verarbeiten.

Diese Zeit reichte offenbar dennoch nicht aus, um sich zu einer Entschuldigung durchzuringen, obwohl Embolo entscheidend und völlig unnötig zum frühen WM-Aus seiner Mannschaft beigetragen hatte. Die „Neue Zürcher Zeitung“ fand damals klare Worte: „Mit seinem Platzverweis erweist Breel Embolo dem Team einen Bärendienst. Die Aktion hat das Spiel entschieden, zu Ungunsten der Schweizer.“ Auch Mats Hummels übte bei Magenta TV scharfe Kritik und nannte es „natürlich Wahnsinn, schon gelb-verwarnt so eine Schwalbe zu machen“.

Zwei Gelbe Karten und ein Zusammenbruch auf dem Rasen

Im Duell mit Lionel Messi und dessen Mitspielern in Kansas City lief für den 29-jährigen Angreifer wenig zusammen. Zunächst wurde er wegen eines Foulspiels verwarnt. Später fiel er durch eine deutliche Schwalbe auf, die erst der Videobeweis aufdeckte. In der 72. Minute, nur fünf Minuten nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Eidgenossen, sah Embolo dafür die zweite Gelbe Karte und musste vom Platz. Sichtlich mitgenommen brach er anschließend in Tränen aus. Am Ende verlor die Schweiz die Partie nach Verlängerung mit 1:3 und schied aus dem Turnier aus.

Yakin zeigt Mitgefühl, Embolo bleibt bei Kampfansage

Nationaltrainer Murat Yakin reagierte nach dem Drama mit Verständnis für seinen Schützling: „Er ist am Boden zerstört. Es tut uns weh, es tut ihm weh, dass wir auf diese Weise einen Mann weniger auf dem Platz waren.“ Von Selbstkritik oder einer Erklärung seines Verhaltens ist in Embolos aktuellem Statement dennoch nichts zu lesen. Stattdessen setzt er auf Zukunftsoptimismus: „Diese Niederlage tut weh, aber sie wird uns nicht definieren.“ Die Schweiz verdiene großartige Momente, so der Offensivspieler weiter. „Wir werden weiterkämpfen, um sie euch zu bescheren. Wir werden stärker zurückkommen. Die Schweiz wird stärker zurückkommen.“