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Italiens Verband träumt von Pep Guardiola als neuem Nationaltrainer. FIGC-Präsident Giovanni Malago bezeichnete den Starcoach als Wunschlösung für den vakanten Posten und stellte zugleich klar, dass eine Entscheidung noch offen ist. Favorit auf das Amt soll allerdings Andrea Pirlo sein.

Guardiola als große Lösung für die Azzurri
Nach dem dritten verpassten WM-Turnier in Serie steht Italien unter enormem Druck. Die Enttäuschung über den erneuten Absturz der einstigen Fußball-Großmacht sitzt tief, und genau in dieser Lage wäre Guardiola aus Sicht vieler Verantwortlicher ein Name mit Strahlkraft. Der 55-Jährige hatte nach zehn erfolgreichen Jahren bei Manchester City erst kürzlich seinen Posten aufgegeben. Eigentlich war danach eine längere Pause geplant, doch in Italien wird bereits darüber spekuliert, ob der Katalane die Azzurri aus der Krise führen könnte.
Guardiola kennt das Land aus seiner aktiven Zeit. Der frühere Weltstar spielte in der Serie A für Brescia und die AS Rom und taucht nun auf einer Kandidaten-Shortlist für die Nachfolge von Gennaro Gattuso auf. Malago sagte bei Sky Italia: „Niemand kann bestreiten, dass es etwas sehr Bedeutendes wäre, Pep Guardiola als Nationaltrainer Italiens zu haben“, schränkte aber direkt ein: „Ob er die passende Wahl ist und ob es dafür die nötige Übereinstimmung gibt, muss sich erst noch zeigen.“
Pirlo liegt vorne, andere Namen bleiben im Rennen
Ganz oben auf der Liste soll dennoch ein anderer stehen. Laut Gazzetta dello Sport gilt Ex-Weltmeister Andrea Pirlo als Favorit der Verantwortlichen. Das Blatt schrieb am Mittwoch zugespitzt: „Pirlo in der Pole, Guardiola hält dagegen“, als ginge es um ein Formel-1-Duell. Pirlo war bis August 2024 Trainer in Genua und wird als erste Option gehandelt.
Gleichzeitig sind weitere bekannte Namen im Gespräch. Auch Antonio Conte und Roberto Mancini werden weiter mit dem prestigeträchtigen Posten verbunden. Bis spätestens 23. Juli soll die Entscheidung fallen. Nach der neuerlichen WM-Blamage soll es mit Blick auf die EURO 2028 und die WM 2030 einen klaren Neuanfang geben.
Umbau im Verband und finanzielle Hürden
Der personelle Umbau beim italienischen Verband läuft bereits. Neben Gattuso mussten auch Verbandspräsident Gabriele Gravina und Torwart-Legende Gianluigi Buffon als Teamkoordinator gehen. Nun tragen Paolo Maldini als Technischer Direktor des Verbandes und Leonardo, der frühere Sportdirektor von Paris Saint-Germain, als Berater die Verantwortung. Beide suchen mit Hochdruck nach einem Coach, der nach dem Absturz wieder Aufbruchsstimmung erzeugen kann.
Sportlich wäre Guardiola dafür zweifellos ein naheliegender Kandidat. Unklar ist aber, ob der frühere Chef des FC Bayern nach seiner Zeit in Manchester überhaupt bereit wäre. Dazu kommen die finanziellen Rahmenbedingungen, die den Italienern bei einem solchen Wunschkandidaten Probleme bereiten könnten. Zuletzt hatte sich Ligapräsident Luciano Buonfiglio ohnehin gegen einen ausländischen Nationaltrainer ausgesprochen. Träumen bleibt in Italien dennoch erlaubt.
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