Neues US-Visum für Torabi: Iran atmet auf, Taremi klagt über ein „Desaster“

Mehdi Torabi darf seine Nationalmannschaft bei der WM 2026 nun ohne neue bürokratische Hürde durch die USA begleiten. Wie die Medienabteilung des iranischen Verbands am Dienstag mitteilte, hat der Flügelspieler ein US-Visum für mehrfache Einreisen erhalten. Ausgestellt wurde es nach Angaben des Verbands dank dessen Bemühungen und in Abstimmung mit der FIFA, sodass Torabi das Team Melli bei den kommenden Gruppenspielen gegen Belgien und gegen Ägypten „problemlos begleiten können“ werde.

Mehdi Torabi führt im roten Trikot mit der Nummer 9 den Ball
Mehdi Torabi am Ball für Tractor FC im Spiel der AFC Champions League Elite gegen Shabab Al Ahli im April 2026 in Dschidda. Foto: Abdullah Ahmed/Getty Images
WM 2026
Iran
0
0
0′
Saison: 2025-2026
Absolvierte Begegnungen
0
-
Per Game
In Startaufstellung
0
0
Per Game
Minuten
0
0
Per Game
Tore
0
0
Per Game
Assists
0
0
Per Game

Der Hintergrund liegt im Auftaktspiel gegen Neuseeland, das mit 2:2 endete und bei dem Torabi nicht zum Einsatz kam. Danach war sein bis dahin geltendes Visum für nur eine einzige Einreise in die Vereinigten Staaten ausgelaufen.

Iran
S N N S S
2 : 2
Endergebnis
Neuseeland
S N U N N
R. Rezaeian
32'
M. Mohebi
64'
Elijah Just
7'
Elijah Just
54'
Tore
7'
54'
Tor
64'
1
A. Beiranvand
5
M. Mohammadi
19
A. Nemati
4
S. Khalilzadeh
23
R. Rezaeian
17
A. Yousefi
6
S. Ezatolahi
14
S. Ghoddos
8
M. Mohebi
9
M. Taremi
20
S. Moghanlou
1
Max Crocombe
13
Liberato Cacace
5
Michael Boxall
16
Finn Surman
2
Tim Payne
8
Marko Stamenić
6
Joe Bell
11
Elijah Just
10
S. Singh
20
Callum McCowatt
9
Chris Wood
field field

Warum das alte Visum zum Problem wurde

Die Einreiseregeln hatten die Iraner schon vor dem Turnier hart getroffen, die Mannschaft durfte nur an den WM-Spieltagen in die USA und hat ihr Quartier deshalb ins mexikanische Tijuana verlegt. Nach der Partie im SoFi Stadium von Los Angeles, wo sonst die Rams und die Chargers spielen, musste die Auswahl noch am selben Abend wieder die Rückreise ins Trainingscamp antreten. Mit dem neuen Mehrfach-Visum entfällt für Torabi diese Einschränkung.

Taremi spricht von einem „Desaster“

Kapitän Mehdi Taremi hatte die Umstände nach dem Spiel scharf kritisiert. Ursprünglich sei für den Dienstagvormittag noch ein Regenerationstraining vorgesehen gewesen, „und erst dann sollten wir nach Tijuana aufbrechen“. Stattdessen sei die Mannschaft zur sofortigen Abreise aufgefordert worden. „Das ist nicht gut für uns und den Fußball“, sagte Taremi. Die Gesamtumstände nannte er ein „Desaster“, weil dem Team das eigene Medienteam, der Verbandspräsident und wichtige Teile des Staffs fehlten. Bei einer WM aber, so der Kapitän, müsse man sich ordentlich auf das nächste Spiel vorbereiten können. Schon zuvor hatte der iranische Verband die US-Behörden öffentlich angegriffen und von einer „Diskriminierung höchster Stufe“ gesprochen.