Nationalmannschaft der Schweiz steht erstmals seit 1954 im WM-Viertelfinale

Die Schweiz hat Historisches geschafft und steht erstmals seit 1954 wieder im Viertelfinale einer Weltmeisterschaft. Beim Erfolg gegen Kolumbien reichte der Nati zwar kein Glanzauftritt, doch der Weg in die Runde der letzten acht war nach dem Elfmeterschießen frei. Nächster Gegner ist in Kansas City Titelverteidiger Argentinien mit Lionel Messi.

VANCOUVER, KANADA - 07. Juli 2026: Die Spieler der Schweiz feiern den entscheidenden und fünften verwandelten Elfmeter von Ruben Vargas im Elfmeterschießen des WM-2026-Achtelfinals gegen Kolumbien im BC Place in Vancouver. (Foto: Luke Hales/Getty Images)
VANCOUVER, KANADA – 07. Juli 2026: Die Spieler der Schweiz feiern den entscheidenden und fünften verwandelten Elfmeter von Ruben Vargas im Elfmeterschießen des WM-2026-Achtelfinals gegen Kolumbien im BC Place in Vancouver. (Foto: Luke Hales/Getty Images)
Argentinien – Schweiz1/4
So 12.07. · 03:00 Uhr · MagentaTV
Weltmeisterschaften
12.7.2026
- 3:00
Argentinien
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Schweiz

Das Achtelfinal-Tief ist überwunden

Für Granit Xhaka war der entscheidende Schritt vor allem ein psychologischer. „Endlich haben wir das Achtelfinale überstanden“, sagte der Kapitän nach dem Sieg im Elfmeterschießen gegen Kolumbien, nachdem die Schweiz in den vergangenen 20 Jahren zuvor viermal im WM-Achtelfinale gescheitert war. „Aber es ist noch nicht vorbei, jetzt wollen wir den nächsten Schritt gehen.“

Dieser nächste Schritt wartet in der Nacht auf Sonntag um 3 Uhr Schweizer Zeit. Dann trifft die Nati auf Argentinien und damit auf den Weltmeister von 2022 und Superstar Lionel Messi. Es ist zugleich eine Neuauflage des Duells von 2014, als die Schweiz in São Paulo nach starker Vorstellung im Achtelfinale an Argentinien scheiterte. Beim bitteren 0:1 unter Ottmar Hitzfeld standen damals bereits Xhaka und Ricardo Rodriguez auf dem Platz, beide gehören noch heute zu den Stützen des Teams

Weltmeisterschaften
13.6.2026
- 21:00
Qatar
0.76
xG
3.15
1 1
Schweiz
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Schweiz
1.20
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0.24
4 1
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- 21:00
Schweiz
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1.19
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Kanada
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- 5:00
Schweiz
2 0
Algerien
Weltmeisterschaften
7.7.2026
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Schweiz
0.06
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0.25
0 0
Kolumbien
Weltmeisterschaften
12.7.2026
- 3:00
Argentinien
- -
Schweiz

Noch Luft nach oben, aber stabil genug

Ganz frei von Schwächen präsentierte sich die Schweiz bei dieser WM bislang nicht. Auch gegen die zweikampfstarken Kolumbianer überzeugte sie spielerisch nur phasenweise, entwickelte aus dem offenen Spiel kaum Torgefahr und blieb in der Nullnummer erneut unter ihren Möglichkeiten. Dafür verlor die Mannschaft nie die Ordnung.

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Ein wichtiger Faktor sind dabei die starken Innenverteidiger Manuel Akanji und Nico Elvedi, die dem Team Stabilität verleihen. Hinzu kommt Gregor Kobel von Borussia Dortmund, der mit seiner Parade im Elfmeterschießen endgültig im Nationalteam angekommen ist.

Die Startelf der Schweiz stellt sich vor dem Achtelfinale der WM 2026 gegen Kolumbien am 7. Juli 2026 im BC Place in Vancouver zum Mannschaftsfoto auf. (David Ramos / Getty Images North America via Getty Images)
Die Startelf der Schweiz stellt sich vor dem Achtelfinale der WM 2026 gegen Kolumbien am 7. Juli 2026 im BC Place in Vancouver zum Mannschaftsfoto auf. (David Ramos / Getty Images North America via Getty Images)

Verletzungen, Umstellungen und ein wichtiger Joker

Gegen Kolumbien musste die Schweiz mehrere Ausfälle verkraften. Besonders schmerzlich war das Fehlen von Johan Manzambi, dessen Absenz im Team deutlich zu spüren war. Der Offensivspieler hatte sich im Abschlusstraining vor der Partie verletzt und brachte mit seiner Spielfreude, Dynamik und Geschwindigkeit genau jene Elemente, die der ruppigen und zerfahrenen Begegnung fehlten.

Die Schweiz hat damit wieder ein Knie der Nation, wie schon 1985, als das Land vor der Weltmeisterschaft um Skiheld Pirmin Zurbriggen bangte. Murat Yakin durfte sich am Ende dennoch als strahlender Sieger fühlen, auch wenn er mit Ardon Jashari zunächst auf die falsche Lösung setzte und diesen taktischen Fehler zur Pause korrigierte.

Jetzt wartet Messis Argentinien

Den entscheidenden Elfmeter verwandelte schließlich Cedric Itten, der mit Fortuna Düsseldorf abgestiegen war. Auch Miro Muheim vom Hamburger SV und Silvan Widmer von Mainz 05 standen in der Verlängerung auf dem Feld. Es sind keine Namen, die im Weltfußball Furcht verbreiten, und doch steht die Schweiz nun im WM-Viertelfinale gegen Argentinien.

„Wir haben nie die Ruhe verloren, solidarisch verteidigt, hart gekämpft und immer an uns geglaubt“, sagte Akanji, der seinen schwachen Versuch im Elfmeterschießen mit einem Lächeln kommentierte: „Ich werde nie mehr antreten.“ Nun folgt gegen Messis Argentinien der ultimative Härtetest für die helvetische Defensive.

Voraussichtliche Aufstellungen Argentinien gegen Schweiz (Sonntag, 3 Uhr, MagentaTV)

Argentinien: E. Martinez, Molina, Romero, Li. Martinez, Tagliafico, de Paul, Paredes, Fernandez, Mac Allister, Messi, Alvarez.

Schweiz: Kobel, Ndoye, Akanji, Elvedi, Rodriguez, Freuler, Zakaria, Xhaka, Rieder, Embolo, Vargas.

Schiedsrichter: noch nicht bekannt.