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Die Schweiz steht vor dem vielleicht größten Spiel ihrer Fußballgeschichte. Im WM-Viertelfinale gegen Argentinien wollen die Eidgenossen Lionel Messi aus dem Turnier drängen und den Superstar in den WM-Ruhestand schicken.

Yakin setzt auf Lösungen statt Worte
Vor dem Duell in Kansas City ließ sich Murat Yakin von der ständigen Messi-Frage nicht aus der Ruhe bringen. Der Nationaltrainer der Schweiz verschob das Thema kurzerhand auf den Platz: „Wir können viel reden“, sagte er, „aber am Schluss muss es auf dem Platz gerichtet werden. Und da haben wir schon unsere Lösungen.“
Eine davon skizzierte Kapitän Granit Xhaka. Einen Akteur wie Messi über 90 Minuten komplett auszuschalten, sei kaum möglich, erklärte er. Die Schweiz wolle aber „clever“ auftreten, eng und kompakt verteidigen und die Räume schließen, damit der argentinische Ausnahmekönner nicht zu viel Platz bekomme. Dazu komme der eigene Ballbesitz. „Wenn wir den Ball haben, wird er nicht so viele Aktionen haben.“
Hoffnung auf das historische Halbfinale
Für die Schweiz ist es das erste WM-Viertelfinale seit 72 Jahren. Xhaka und seine Mitstreiter können den historischen Abend kaum erwarten, denn mit einem Sieg wäre nicht nur die erste Halbfinal-Teilnahme der Schweiz bei einer Weltmeisterschaft überhaupt perfekt. Gleichzeitig würde damit wohl auch Messis Reise auf der größten Fußballbühne enden.
Angst vor Argentinien herrscht bei der „Nati“ vor dem Showdown in der Nacht zum Sonntag um 3.00 Uhr MESZ im MagentaTV-Stream nicht. Zu wechselhaft präsentierte sich der Titelverteidiger und Favorit in den K.-o.-Spielen bisher. Deshalb richtet sich in der Schweiz alles auf dieselbe Frage: Wie lässt sich Lionel Messi stoppen, der Rekordtorschütze dieser WM und der herausragende Spieler des Turniers?
Argentinien wankt, die Schweiz träumt
Yakin zeigt sich trotz des Ausfalls von Shootingstar Johan Manzambi, der wegen einer Knieprellung fehlt, zuversichtlich. Er verweist auf die Anfälligkeit der Argentinier, die schon in den bisherigen K.-o.-Partien zu sehen gewesen sei. Gegen Kap Verde im Sechzehntelfinale brauchten die Südamerikaner ein 3:2 nach Verlängerung, gegen Ägypten im Achtelfinale drehten sie ein 0:2 noch in ein 3:2. Beide Spiele waren emotional, mitreißend und voller Energie, aber keineswegs souverän.
In der Schweiz lebt deshalb der Traum vom großen Coup. Abwehrspieler Manuel Akanji brachte die Stimmung auf den Punkt: „Wir sind noch nicht fertig“, kündigte er an. In der Hoffnung auf eine unvergessliche Partynacht wurde in mehreren Städten und Kantonen die Sperrstunde aufgehoben.
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Große Bühne, großer Respekt
Xhaka will die Begegnung genießen, denkt aber längst an den nächsten Schritt. „Nach 72 Jahren mit der Schweiz hier stehen und gegen den Weltmeister spielen zu dürfen, macht mich sehr stolz. Aber ich bin nicht hergekommen, um nur hier zu stehen. Wir wollen natürlich auch den nächsten Schritt machen.“ Messi hin oder her, betonte der Kapitän. „Wir sind sehr gut vorbereitet“, sagte er. Der Plan steht.