Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
Die Debatte um Joshua Kimmichs Rolle in der Nationalmannschaft bekommt neuen Schub. Nach Lothar Matthäus spricht sich nun auch Philipp Lahm für eine sofortige Rückkehr des DFB-Kapitäns ins Mittelfeld aus.

Lahm sieht Kimmich nicht rechts hinten
In seiner WM-Kolumne für den kicker machte der Weltmeisterkapitän von 2014 deutlich, dass er Aleksandar Pavlovic im bisherigen Turnier noch nicht auf dem erwarteten Niveau gesehen habe. Lahm bemängelte dabei vor allem die vielen einfachen Ballverluste und schrieb: „Aleksandar Pavlovic hat in diesem Turnier noch nicht wirklich überzeugt, ich erkenne unglaublich viele leichte Ballverluste“.
Nach seiner Einschätzung ist der Bayern-Profi im aktuellen System außerdem nicht ideal auf dem Platz positioniert. Deshalb sieht Lahm Joshua Kimmich im Zentrum. Dort habe der 30-Jährige etwa zehn Jahre auf höchstem Niveau gespielt, sowohl in der Nationalelf als auch beim FC Bayern. Das würde der Mannschaft aus seiner Sicht mehr Stabilität geben und Kimmichs Qualitäten deutlicher zur Geltung bringen. „Er würde der Mannschaft Stabilität geben, seine Stärken würden deutlich mehr sichtbar werden.“ Auch defensiv könne Kimmich helfen, dazu mit seinen tiefen Pässen die Offensive ankurbeln. „Kimmich könne der Defensive helfen, genau wie der Offensive mit seinen tiefen Pässen“.
Pavlovic müsste raus, Anton könnte rechts spielen
Lahm würde deshalb folgerichtig Felix Nmecha neben Kimmich sehen. Für Aleksandar Pavlovic hätte das den Gang aus der Startelf zur Folge. Für das Sechzehntelfinale am Montag gegen Paraguay in Foxborough schlug Lahm zudem eine weitere Veränderung vor: Waldemar Anton vom BVB soll hinten rechts auflaufen. Die Partie beginnt um 22.30 Uhr und wird im ZDF sowie bei MagentaTV gezeigt.
Zur linken Abwehrseite äußerte sich Lahm vergleichsweise gelassen. Ob dort Nathaniel Brown oder David Raum spiele, mache aus seiner Sicht keinen großen Unterschied. Rechts hinten sei die Lage dagegen anders, dort tue man Kimmich keinen Gefallen. „Ob links Nathaniel Brown oder David Raum spielt, macht keinen großen Unterschied. Rechts hinten tut man jedoch Kimmich keinen Gefallen. Seine Stärken und Führungsqualitäten sind im Mittelfeld gefragt.“
Völler hält sich bedeckt, Nagelsmann schließt nichts aus
DFB-Sportdirektor Rudi Völler wich der Positionsfrage bei seiner Pressekonferenz am Samstag aus. Er betonte lediglich, Kimmich sei „da, wo er spielt, ganz gut aufgestellt“. Bundestrainer Julian Nagelsmann lehnt einen erneuten Wechsel bislang zwar ab, nach der Niederlage gegen Ecuador (1:2) stellte er jedoch auch klar: „Im Fußball sollte man nichts ausschließen.“