Gündogan wegen zunehmender Belastung im Profifußball“zutiefst besorgt“

Ilkay Gündogan warnt eindringlich vor der wachsenden Belastung im Profifußball. Der 35-jährige Ex-Nationalmannschaftskapitän nennt den Spielplan „unglaublich vollgepackt“ und spricht bei LinkedIn von „dünnem Eis“ zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Wohl der Spieler. Gleichzeitig zeigt er sich angetan vom neuen Champions-League-Modus, der sportlich mehr Spannung bringt. Gündogan fordert einen gesunden Dialog über Erholung, physische und psychische Folgen für die Akteure.

Im neuen DFB Away Trikot 2024: İlkay Gündogan beim Länderspiel gegen die Niederlande (Foto Depositphotos.com)
Im neuen DFB Away Trikot 2024: İlkay Gündogan beim Länderspiel gegen die Niederlande (Foto Depositphotos.com)

Gündogan warnt vor gesundheitlichen und psychischen Folgen

Ilkay Gündogan äußert „zutiefst Besorgnis über die Arbeitsbelastung“ im Profi-Fußball und betont, dass man die langfristigen körperlichen und psychischen Folgen für die Spieler noch nicht kenne. Er fordert einen Ausgleich zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Wohlergehen der Hauptakteure, weil die Qualität des Fußballs leidet, „wenn sich die Spieler nicht mehr erholen können“. Dennoch bleibt er konkret: Ohne ausreichende Regeneration sinkt die Leistungsfähigkeit und steigt das Verletzungsrisiko.

Neues Champions-League-Format: Mehr Spannung, aber mehr Spiele

Obwohl Gündogan die Sorge um die Belastung teilt, räumt er ein, dass das neue CL-Format sportlich positive Effekte erzeugt. Nach anfänglicher Kritik gesteht er: „Es mache den Fußball wirklich viel spannender.“ Zugleich stellt er fest, dass durch das Format „alle Top-Teams bis zum letzten Spieltag gepusht“ haben, was den Wettbewerbsgeist deutlich erhöht. Mit Galatasaray hatte Gündogan jüngst dramatisch Juventus Turin ausgeschaltet (5:2, 2:3 n.V.); im Achtelfinale trifft sein Team nun auf den FC Liverpool (10./18. März).

Konkrete Belastung: Klubkalender und internationale Termine

Gündogan nennt konkrete Zahlen als Beispiel für die Belastung: Bayern München könnte in dieser Saison auf bis zu 61 Pflichtspiele kommen, sollten die Endspiele im DFB-Pokal und in der Champions League erreicht werden. Für Nationalspieler kommen Länderspiele und die bevorstehende WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) hinzu. Gerade für Vereine wie den FC Bayern — Stichwort Säbener Straße und intensive Klubvorbereitung — wird die Belastungssteuerung zur Herausforderung, schreibt Gündogan.

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Seine eigene Länderspielkarriere hatte Gündogan nach der Heim-EM mit insgesamt 82 Einsätzen im DFB-Trikot beendet.