Fußball WM heute: US-Regierung sorgt für Kritik mit Visa-Entscheidungen

Die US-Regierung hat die umstrittenen Visa-Entscheidungen gegen den somalischen Schiedsrichter Omar Artan und mehrere Funktionäre des iranischen Fußball-Verbandes verteidigt. Nach Darstellung des Weißen Hauses wurden keine Spieler und keine Trainer abgewiesen. Stattdessen gehe es um Offizielle, und zwar aus „gutem Grund“.

US-Präsident Donald Trump sitzt an Bord der Marine One, nachdem er das dritte Spiel der NBA-Finals zwischen den New York Knicks und den San Antonio Spurs verlassen hat. Die Partie fand am 8. Juni 2026 im Madison Square Garden in New York City statt. (Samuel Corum / Getty Images North America via Getty Images)
US-Präsident Donald Trump sitzt an Bord der Marine One, nachdem er das dritte Spiel der NBA-Finals zwischen den New York Knicks und den San Antonio Spurs verlassen hat. Die Partie fand am 8. Juni 2026 im Madison Square Garden in New York City statt. (Samuel Corum / Getty Images North America via Getty Images)

Weißen Haus verweist auf Sicherheitsbedenken

Der WM-Verantwortliche des Weißen Hauses, Andrew Giuliani, erklärte, das Ziel sei es, „dass Personen mit böswilligen Absichten, die (…) unter dem Deckmantel der Fußball-Weltmeisterschaft ins Land zu gelangen versuchen, keinen Zugang zu den Vereinigten Staaten erhalten“. Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte AFP am späten Dienstag zudem, Artan stehe „mit mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen in Verbindung“, weshalb er „für die Einreise in die Vereinigten Staaten nicht zugelassen“ sei.

Artan selbst hatte zuvor gegenüber der New York Times betont, er habe „die richtigen Unterlagen und alles“ gehabt und ergänzt: „Ich hatte das richtige Visum“. Der Somalier war am Flughafen von Miami abgewiesen worden und sagte: „Ich glaube, dass sie ein Problem mit meinem Land haben.“ Nach seinen Angaben wurde er am Flughafen elf Stunden lang befragt und anschließend in eine Einzelzelle gebracht. Danach habe er nach Istanbul reisen müssen, ohne dass ihm Beamte eine Begründung genannt hätten.

Iranische Delegation plant trotz Auflagen mit Reise in die USA

Auch beim Iran sorgte das Vorgehen für Unruhe. Giuliani sagte, der gesamte iranische Trainerstab reise an, zugleich gebe es aber „einige iranische Funktionäre, die nicht ins Land kommen – wiederum aus sehr gutem Grund“. Zudem stellte er in den Raum, es gebe „einige Leute, die behaupten, Trainer zu sein, es aber womöglich gar nicht sind“.

Die Iraner hatten ihr WM-Quartier inzwischen nach Mexiko verlegt. Ursprünglich wollten sie sich während des Turniers in den USA aufhalten, sollen dort aber an Spieltagen jeweils an- und wieder abreisen. An diese Vorgabe will sich die Delegation nach Angaben des Verbandes nicht halten. „Gemäß des FIFA-Programms wird die Mannschaftsdelegation mit einem Charterflug in die Vereinigten Staaten reisen“, erklärte Amir Mehdi Alavi, Sprecher des iranischen Verbandes, laut der Nachrichtenagentur ISNA. „Die Mannschaft wird einen Tag vor dem Spiel gegen Neuseeland am Austragungsort eintreffen, für die beiden darauffolgenden Partien werden wir bereits zwei Tage vor Spielbeginn vor Ort sein“, fügte er hinzu.

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