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Spaniens abgezockte Defensive hat Frankreichs WM-Hoffnungen im Halbfinale brutal beendet. Der Europameister gewann das Gigantenduell in Dallas verdient mit 2:0, stopfte das französische Star-Ensemble um Kylian Mbappé und zieht nun ins Endspiel gegen Titelverteidiger Argentinien oder England ein.

🇫🇷⚔️🇪🇸 Liveticker Frankreich gegen Spanien
Yamal zieht den Faden, Oyarzabal trifft vom Punkt
Die Partie nahm früh Fahrt auf, und Spanien setzte gleich die ersten Nadelstiche. Mikel Oyarzabal brachte die Iberer in der 22. Minute per Foulelfmeter in Führung, nachdem Lamine Yamal im Strafraum zu Fall gebracht worden war. Für den Angreifer war es bereits der fünfte Turniertreffer. Den zweiten spanischen Treffer besorgte Pedro Porro in der 58. Minute nach starker Vorarbeit von Dani Olmo.
Für Yamal steht im Finale in New York ein besonderer Meilenstein auf dem Spiel. Mit dann 19 Jahren und sechs Tagen könnte sich das Ausnahmetalent zum jüngsten Profi krönen, der Europa- und Weltmeistertitel zugleich gewinnt.

Frankreichs Offensivstars laufen vergeblich an
Für die Franzosen wurde der Nationalfeiertag zum bitteren Abend. Statt wie geplant zum dritten Mal nacheinander in ein WM-Finale einzuziehen und dort um den dritten Stern zu kämpfen, scheiterte die Équipe Tricolore an Spaniens kompakter Abwehr. Wie schon im EM-Halbfinale vor zwei Jahren, das mit 1:2 verloren ging, fand Frankreich auch diesmal kein Mittel gegen die spanische Defensivarbeit.
Das hoch gelobte Sturm-Trio mit Mbappé, Michael Olise und Ousmane Dembélé blieb über weite Strecken wirkungslos. Als sich in der Schlussphase doch einmal eine Lücke auftat, war Unai Simon zur Stelle. Frankreich hatte die ersten sechs WM-Partien des Turniers gewonnen, kam im insgesamt achten WM-Halbfinale aber lange nicht zu einer nennenswerten Torchance. Außerdem verletzte sich Außenverteidiger William Saliba nach rund einer halben Stunde ohne gegnerische Einwirkung und musste ausgewechselt werden.

Spanien bleibt auch im Pressing gnadenlos
Vor dem Anpfiff hatte Didier Deschamps, der mit seinem 26. WM-Spiel am Dienstag den bisherigen Rekord von Helmut Schön überbot und nun alleiniger Rekordtrainer ist, die Favoritenrolle fast schon höflich an Spanien weitergereicht. Er wolle sein Gegenüber „nicht unter Druck setzen“, sagte er, „aber die Erwartungen an Spanien sind hoch“.
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Lamine Yamal konterte vor dem Spiel selbstbewusst: „Wenn jemand Angst haben sollte“, tönte der Offensivmann vom FC Barcelona, „dann sie“. Auf dem Platz bestätigten die Spanier diese Worte eindrucksvoll. Vor den 70.176 Zuschauern in Dallas drückte der Europameister früh nach vorn, zwang Frankreich mit aggressivem Pressing in die Defensive und stellte die Räume clever zu. Ein Freistoß von der Strafraumgrenze landete zunächst von Alex Baena direkt in der Mauer, ehe Lucas Digne Yamal an der Strafraumkante stoppte und Oyarzabal den fälligen Strafstoß sicher verwandelte.
Spaniens beste Defensive des gesamten Turniers hatte bis dahin nur ein Gegentor kassiert und hielt auch gegen Frankreich dicht. Während die Iberer vor den Augen von Sprinter-Legende Usain Bolt mehrfach sauber durchs Mittelfeld kombinierten, rettete Dayot Upamecano in höchster Not gegen Fabian Ruiz, nachdem Dani Olmo die Szene mit der Hacke und Yamal vorbereitet hatte. Nach dem 2:0 von Pedro Porro wurde die Schlussoffensive der Franzosen nicht mehr belohnt. Didier Deschamps wird die Nationalmannschaft nach 14 Jahren ohne den ersehnten Titel an seinen Nachfolger Zinédine Zidane übergeben.