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Früherer Bundesligatorwart Koch gestorben: Georg Koch ist im Alter von 54 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben, teilte Fortuna Düsseldorf am Mittwoch mit. Im Jahr 2023 erhielt Koch die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs, die seitdem als unheilbar galt. Der Torhüter bestritt insgesamt 213 Bundesligaspiele und prägte besonders seine Zeit bei Fortuna Düsseldorf. Vereine und Weggefährten reagierten bestürzt auf die Nachricht.

Fortuna Düsseldorf bestätigt Tod
Fortuna Düsseldorf gab den Tod ihres ehemaligen Schlussmanns auf X bekannt und teilte die Nachricht in tiefer Trauer mit. Der Klub schrieb: „Ruhe in Frieden, Georg Koch. Unser ehemaliger Torhüter ist nach schwerer Krankheit verstorben. Wir sind in tiefer Trauer.“ Gleichzeitig betonte Fortuna: „Die Anteilnahme und das Mitgefühl aller Fortunen gelten seiner Familie, seinen Freunden und allen, die Georg Koch kannten und schätzten.“
Karriere: Bundesliga-Stationen, Ausland und Pokal
Georg Koch absolvierte in seiner aktiven Karriere 213 Bundesligaspiele für Fortuna Düsseldorf, den 1. FC Kaiserslautern, den MSV Duisburg und Arminia Bielefeld. Besonders prägend war seine Zeit bei Fortuna: Zwischen 1991 und 1997 stand er in 131 Partien im Tor und stieg 1995 mit dem Team nach einem Durchmarsch aus der 3. Liga in die höchste Spielklasse auf. Zudem lief Koch eine Saison in der 2. Bundesliga für Energie Cottbus auf und spielte im Ausland unter anderem für PSV Eindhoven, Dynamo Zagreb und Rapid Wien.
Internationale Einsätze und sportliche Höhepunkte
Mit PSV Eindhoven sammelte Koch Erfahrung auf europäischer Bühne und stand in der Champions League im Tor. Zu den weiteren sportlichen Eckpunkten zählt das DFB-Pokalfinale 2003 mit dem 1. FC Kaiserslautern. Diese Stationen unterstreichen Kochs Rolle als erfahrenen Profi, der sowohl national als auch international aktiv war.
Diagnose 2023 und die letzten Jahre
Im Jahr 2023 erhielt Koch die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs; die Krankheit galt seitdem als unheilbar. Trotz der niederschmetternden Diagnose zeigte sich Koch in Interviews kämpferisch: „Es gibt Tage, da bin ich deprimiert und im Kopf leer. Es gibt aber auch Tage, da könnte ich Bäume ausreißen“, sagte er 2024 im Gespräch mit Sport1. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere startete er eine Laufbahn als Torwarttrainer und war zuletzt beim Drittligisten Viktoria Köln tätig.
Reaktionen: MSV Duisburg und weitere Vereine
Auch der MSV Duisburg verabschiedete sich mit bewegten Worten: „Danke für deine Zeit in ZebraStreifen, lieber Georg. Danke für all‘ die Momente, die du der ZebraFamilie gegeben hast“, teilte der Klub mit und bezeichnete den Verlust als „ein schlimmer Schock für die ZebraFamilie und die ganze deutsche Fußballwelt“. Zahlreiche weitere Vereine drückten ihr Mitgefühl aus und gedachten Kochs Verdiensten für den deutschen Fußball.