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Frauen DFB-Bundestrainer Christian Wück startet ins neue Länderspieljahr 2026 mit der Suche nach einer „Super-Knipserin“, nachdem Deutschland in wichtigen Spielen gegen Spanien ohne Tor blieb. In den ersten Quali-Partien zur Fußball-Wm 2027 am geht es bereits um wertvolle Punkte für den direkten Weg nach Brasilien: am Dienstag 3.3. in Dresden gegen Slowenien und vier Tage später in Stavanger gegen Norwegen. Personelle Entscheidungen, Verletzungen und junge Neulinge bestimmen die Debatte um die benötigte Torgefahr.

Fehlende Knipserin bremst die Titelambitionen
Ex-Kapitänin Alexandra Popp monierte zuletzt, es fehle eine konstante Knipserin, die Spiele entscheiden kann. Im vergangenen Jahr gelang den DFB-Frauen gegen Spaniens Weltmeisterinnen kein Treffer – weder in den Nations-League-Endspielen noch im EM-Halbfinale. Nur Klara Bühl habe „sehr häufig für richtig Torgefahr gesorgt“; die Frage nach einer verlässlichen Vollstreckerin bleibt damit zentral für die Mission WM 2027 Ticket.
Kaderentscheidungen: Schüller, Cerci und die Nachrücker
Der Angriffsrhythmus wird durch Ausfälle und Transfers beeinflusst: Selina Cerci (TSG Hoffenheim) musste verletzungsbedingt kurzfristig absagen, somit rückt Lea Schüller nach ihrem Wechsel von Bayern München zu Manchester United stärker in den Fokus. Wück prophezeite, Schüller werde sich „körperlich, athletisch unheimlich weiterentwickeln“ in England. Als Nachnominierte darf Larissa Mühlhaus (Werder Bremen) erstmals beweisen, ob sie die Rolle als Offensivoption übernehmen kann.
WM 2027 Quali Spielplan
Weitere Optionen im Sturmzentrum und taktische Überlegungen
Im Sturmzentrum erhielt zuletzt Nicole Anyomi (Eintracht Frankfurt) mit neun Ligatoren den Vorzug; Shekiera Martinez (West Ham United) entspricht laut Wücks Profil ebenfalls einer Mittelstürmerin, blieb als Joker gegen Spanien aber ohne Tor. Vanessa Fudalla (Bayer Leverkusen), mit zwölf Treffern eine der Bundesliga-Toptorjägerinnen, bekam keine Nominierung – ihr Vereinstrainer kritisiert diese Entscheidung scharf. Wück fordert dagegen bestimmte Spielklassen und Fähigkeiten, die er in der aktuellen Auswahl priorisiert.
Direkter Weg nach Brasilien: Termine, Gegner und Anforderungen
Für das direkte WM-Ticket muss die DFB-Auswahl den Gruppensieg anvisieren; die ersten Prüfsteine heißen Slowenien (Dienstag, 17.45 Uhr/ARD) in Dresden und Norwegen (Samstag, 18.00 Uhr/ZDF-Livestream) in Stavanger. Neben Chancenverwertung und Abschlussstärke werden auch körperliche Präsenz, Pressingresistenz und internationale Erfahrung entscheidend sein. Gerade junge Torgefahrträgerinnen sollen international reifen, um das Offensivzentrum dauerhaft zu verstärken.
Junge Talente und Perspektiven
Sophie Weidauer (Union Berlin) gilt als nächste Test-Kandidatin, benötigt laut Wück aber vorab „unheimlich wichtig“ internationale Einsätze. Deshalb wurde Weidauer wie ursprünglich auch Mühlhaus für das U23-Nationalteam nominiert – im Gegensatz zu Vanessa Fudalla. Parallel bleibt die Suche nach der zuverlässigen Super-Knipserin das beherrschende Thema auf dem Weg zur WM 2027.