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Frankreich hat das WM-Halbfinale gegen Spanien bitter verloren und einen Abend erlebt, an dem der große Plan nie wirklich aufging. Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise fanden gegen die robuste Defensive der Spanier kaum ein Durchkommen. Der Traum vom dritten WM-Finale in Serie platzte damit auf schmerzhafte Weise.

Mbappé und der frustrierende Schlusspunkt
Spätestens in der 89. Minute war für Kylian Mbappé alles entschieden. Aus bester Freistoßposition jagte er den Ball weit über das spanische Tor, kurz darauf stand es in Arlington 0:2 und die Zeit lief Frankreich unwiderruflich davon. Der Superstar, der im bisherigen Turnierverlauf noch so überragend aufgetreten war, blieb ausgerechnet im wichtigsten WM-Spiel ohne Wirkung.
Auch Ousmane Dembélé und Michael Olise konnten das Duell nicht kippen. Der französische Super-Dreizack brachte die stählerne Abwehr Spaniens nicht einmal ernsthaft ins Wanken. Mbappé brachte es nach Abpfiff im Sender M6 auf den Punkt: „Ich denke, wir haben nicht das Spiel gemacht, das wir machen wollten, weder taktisch, noch technisch, noch in Bezug auf das Gesamtlevel, das wir gezeigt haben. Und wenn du in einem WM-Halbfinale nicht das machst, was du machen sollst, gewinnst du nicht“, sagte er. Gleichzeitig erinnerte er an den verpassten Endspiel-Einzug als Traum für das ganze Land: „Es war ein Traum für uns, ins Finale zu kommen, unserem Land die Möglichkeit zu geben, weiter zu träumen und Geschichte zu schreiben. Wenn man gewinnt, gewinnt man mit erhobenem Haupt, also muss man, wenn man verliert, auch mit erhobenem Haupt verlieren.“
Der Kapitän wirkte nach dem Schlusspfiff sichtlich gebrochen. Er biss sich auf die Lippen, schloss die Augen und legte den Kopf verzweifelt in den Nacken. Später räumte er „enorm viel Enttäuschung“ ein und sprach davon, dass Les Bleus gegen Spanien „zu viele technische Ungenauigkeiten“ gehabt hätten, um „ihnen wehzutun“.
Deschamps sieht seine Mannschaft am Boden
Wenig Minuten nach Mbappés Abgang stand Didier Deschamps vor den ersten Fragen und machte keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. „Die Spieler sind am Boden. Wir waren sehr positiv gestimmt, waren aber heute nicht gut genug gegen eine Mannschaft, die hervorragend gespielt hat“, sagte der Nationaltrainer. Für den 57-Jährigen, der mit nun 26 Spielen alleiniger WM-Rekordtrainer ist, wird das Spiel um Platz drei das letzte als französischer Nationalcoach sein.
Auch der Unparteiische bekam Kritik ab. Deschamps fragte mit spürbarem Unverständnis: „Ich habe eine Frage, aber keine Antwort: Hatte er die Klasse für ein WM-Halbfinale?“ Gemeint war Ivan Barton aus El Salvador. Gleichzeitig stellte der Coach klar, dass es daran nicht gelegen habe.
Spanische Welle überrollt Les Bleus
In Frankreich wurde die Niederlage als heftiger Rückschlag wahrgenommen. Der Traum vom dritten WM-Finale in Serie zerplatzte, und die Medien zeichneten ein klares Bild des Abends. „Das Feuerwerk ist abgesagt. An diesem Dienstagabend in Dallas wurden Les Bleus von der roten spanischen Welle überrollt“, schrieb Le Parisien. L’Equipe sprach im Halbfinale von „beinahe eine Lehrstunde“.
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Auch für Kylian Mbappé, der in Arlington als Hoffnungsträger gestartet war und am Ende doch vor allem als Symbol der französischen Enttäuschung stehen blieb.