FIFA WM-Kritik wegen Rassismus-Vorwürfe: Brasiliens Menschenrechtsrat klagt an!

Brasiliens Nationaler Menschenrechtsrat schlägt Alarm: Während der WM 2026 sei ein „transnationaler struktureller Rassismus“ sichtbar geworden, wie das Gremium in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur AFP erklärte. Nun fordert der Rat sowohl die Vereinten Nationen als auch die FIFA zum Eingreifen auf.

Brasilien-Fans mit Fahnen posieren vor dem Stadion in Philadelphia
Brasilianische Anhänger feiern mit Nationalflaggen vor dem Anpfiff am Stadion in Philadelphia. Foto: Al Bello/Getty Images

Weltmeisterschaften
19.7.2026
- 21:00
Spanien
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Argentinien

Rassistische Vorfälle sorgen für Empörung

In seiner Erklärung listet der Menschenrechtsrat mehrere Vorkommnisse während des Turniers auf, die aus seiner Sicht klar rassistisch motiviert waren. Besonders hervorgehoben werden dabei Beleidigungen gegen Frankreichs Kapitän Kylian Mbappé. Auch der frühere spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy geriet in die Kritik, nachdem er die französische Nationalelf abfällig als Mannschaft „ohne Franzosen“ bezeichnet hatte.

Angesichts dieser Häufung verlangt das Gremium konkrete Konsequenzen. Die Gastgeberstaaten USA, Mexiko und Kanada sollen ebenso wie die teilnehmenden Nationalverbände und der Weltverband FIFA die Vorfälle lückenlos aufklären und wirksame Gegenmaßnahmen entwickeln. Ratspräsidentin Ivana Leal machte deutlich, welchem Anspruch das Turnier eigentlich gerecht werden müsse: „Die Weltmeisterschaft bringt Millionen Menschen zusammen und sollte die Begegnung zwischen Völkern und Kulturen repräsentieren.“ Gleichzeitig räumte sie ein, dass Rassismus „eine globale Herausforderung“ für die Menschenrechte bleibe.

Alarmierende Zahlen aus dem FIFA-Überwachungssystem

Um ihre Kritik zu untermauern, zog Leal Daten aus dem hauseigenen Monitoring-System der FIFA heran. Allein in der Gruppenphase des Turniers wurden demnach mehr als sechs Millionen Beiträge in sozialen Netzwerken ausgewertet. Rund 89.000 dieser Beiträge stuften die Analysten als beleidigend ein, darunter mehrere Tausend mit eindeutig rassistischem Inhalt.

Besonders alarmierend fällt der Vergleich mit dem vorherigen Turnier aus: Nach Angaben des Menschenrechtsrates liegt der aktuelle Wert 13-mal höher als die bei der WM 2022 in Katar registrierte Zahl vergleichbarer Vorfälle. Für das Gremium ein deutliches Signal, dass strukturelle Probleme im internationalen Fußball dringend einer Neuausrichtung bedürfen.

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