Nadine Angerer sieht Manuel Neuer bei der aktuellen WM 2026 nicht in der gewohnten Rolle als prägenden Rückhalt. Aus ihrer Sicht hat der Bayern-Kapitän bisher nicht jene Präsenz gezeigt, die ihn über Jahre ausgezeichnet habe. Der Grund dafür liegt für die frühere Nationaltorhüterin auch darin, dass der deutsche Keeper bislang kaum gefordert wurde.

Angerer vermisst Neuers alte Ausstrahlung
In ihrer Kolumne für das Nachrichtenportal t-online schrieb die zweimalige Weltmeisterin: „Der Manuel Neuer, den wir von den Bayern und aus früheren Deutschland-Spielen kennen, der steht gerade nicht im Tor“, schrieb die zweimalige Weltmeisterin in ihrer Kolumne für das Nachrichtenportal t-online: „Er kommt einfach nicht richtig ins Turnier.“
Nach den bisherigen WM-Partien der deutschen Nationalmannschaft gegen Curacao, die Elfenbeinküste und Ecuador sieht Angerer dafür auch sportliche Gründe. Beim 7:1 gegen Curacao, dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste und dem 1:2 gegen Ecuador seien kaum Bälle auf das deutsche Tor gekommen. „Es gab kaum Schüsse auf sein Tor. Und die, die es gab, waren schwer zu halten“, erklärte sie.
Zu wenig Zugriff, ein ungewohnter Fehler
Neuer habe im Turnierverlauf bislang vier Gegentreffer hinnehmen müssen und erst drei Bälle pariert. Angerer beschreibt den Weltmeistertorwart deshalb als „noch etwas gehemmt“. Als Beispiel nennt sie die missglückte Abstimmung mit Jonathan Tah im Spiel gegen Ecuador. „Szenen wie diese sind für Neuer untypisch“, so Angerer.
Auch beim zweiten Gegentreffer dieser Partie sieht sie Luft nach oben. Neuer sei dort „auch zu zögerlich“ gewesen, meint die Ex-Nationalkeeperin. „Da hätte er vielleicht mit den Fäusten hingehen müssen.“