Ein Modell für die Torwart-Zukunft beim FC Bayern? Fehlanzeige, sagt Jonas Urbig. Der 22-Jährige bremst Spekulationen über einen geordneten Thronwechsel im Münchner Tor und verweist stattdessen auf seine tägliche Arbeit im Training.

Urbig winkt bei Neuer-Nachfolge ab
Die Diskussion um die Zukunft zwischen den Pfosten beim deutschen Rekordmeister nimmt Fahrt auf, seit Manuel Neuer vor einer Woche mit deutlichen Worten für Aufsehen sorgte. „Es sieht schon stark danach aus, dass ich aufhöre“, hatte der Kapitän der Bayern angedeutet und damit die Debatte um seine Nachfolge neu entfacht. Ins Spiel gebracht wird dabei immer wieder Urbig, der als möglicher Erbe des Rekordnationaltorhüters gehandelt wird, spätestens ab Sommer 2027.
Doch von konkreten Planspielen will der Youngster nichts wissen. „Also ein Modell habe ich jetzt nicht ausgearbeitet“, stellte Urbig am Mittwoch in Hongkong klar, wo die Bayern ihre Asienreise absolvieren. „Der Fokus liegt auf der alltäglichen Arbeit.“ Von Neuers Ankündigung habe er zudem „gerade zum ersten Mal“ gehört, betonte der Schlussmann.
Keine klaren Absprachen über Einsatzzeiten
Auch über eine mögliche Ausweitung seiner Einsatzzeiten gibt es offenbar keine expliziten Gespräche im Verein. Urbig war in der vergangenen Spielzeit bereits auf 20 Pflichtspieleinsätze gekommen und hatte damit einen festen Platz in der Rotation zwischen den Pfosten. „Der Austausch ist grundsätzlich immer gut. Das war auch letzte Saison so. Ich habe mich natürlich immer gefreut, wenn der Trainer mich aufgestellt hat“, erklärte der gebürtige Kölner. Wichtiger als die individuelle Aufstellung sei jedoch das Vertrauen im gesamten Team: „Grundsätzlich geht es aber darum, dass das Team weiß, egal welcher Torwart spielt, sie können sich auf alle verlassen.“
Dieses Vertrauen scheint gerechtfertigt. Seit seinem Wechsel vom 1. FC Köln im Januar 2025 zum FC Bayern bestritt Urbig 32 Partien im Trikot der Münchener und hielt dabei elf Mal die Null. „Ich glaube, im Bälle halten bin ich gut“, so der Keeper selbstbewusst, der auch abseits klassischer Torwartqualitäten überzeugen will: „Fußballerisch, glaube ich, kann ich dem Team viel mitgeben.“ Ein Anspruch, den er ausdrücklich auch für das Duell mit den Konkurrenten Neuer und Sven Ulreich formuliert.
DFB-Perspektive bleibt vorerst außen vor
Auch mit Blick auf die Nationalmannschaft hält sich Urbig bedeckt. Das Thema DFB-Karriere sei für ihn aktuell noch kein Gegenstand intensiver Beschäftigung, ließ er durchblicken. Während der vergangenen Weltmeisterschaft hatte er die deutsche Auswahl bereits als Trainingstorwart durch Nordamerika begleitet, ohne dabei im Kader für Pflichtspiele zu stehen.
Der junge Schlussmann bekräftigte mehrfach, sich lieber von Partie zu Partie orientieren zu wollen, statt langfristige Szenarien auszumalen. Die nächste Gelegenheit, sich zu beweisen, bietet sich bereits am Freitag (14 Uhr MESZ): Zum Abschluss der Asienreise trifft der FC Bayern in Hongkong auf den englischen Erstligisten Aston Villa.
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