Lothar Matthäus sieht Jonas Urbig langfristig als mögliche Stammkraft im Tor der deutschen Nationalmannschaft. Der Rekordnationalspieler plädiert dafür, den Bayern-Keeper frühzeitig und gezielt für künftige Turniere zu entwickeln.

Vor der ersten Kadernominierung von Jürgen Klopp rückt damit auch die Torwartfrage in den Mittelpunkt. Für die nächsten vier Länderspiele erwartet Matthäus Marc-André ter Stegen sicher im Aufgebot.
Matthäus setzt auf Urbig als Zukunftsprojekt
In seiner Sky-Kolumne sprach sich Matthäus dafür aus, Urbig perspektivisch als klare Nummer eins aufzubauen. „Ich finde, dass man Urbig auf Sicht aufbauen muss, um bei Turnieren in der Zukunft eine klare Nummer eins zu haben“, schrieb der frühere Weltfußballer vor Klopps erstem Aufgebot als Bundestrainer.
Aus Sicht des 65-Jährigen bringt der Torhüter vor allem sein Alter als wichtigen Vorteil mit. „Vom Alter her ist er derjenige, der die meisten Turniere spielen kann.“ Urbig könnte damit über einen längeren Zeitraum eine Rolle in der DFB-Auswahl einnehmen.
Klopp hat mehrere Optionen im deutschen Tor
Gleichzeitig verwies Matthäus auf die große Auswahl, die Klopp auf der Torhüterposition zur Verfügung steht. „Nimmt er drei oder vier Torhüter mit? Was macht er mit Jonas Urbig, der bei Bayern nicht die Einsatzzeiten hat wie die anderen Kandidaten in ihren Vereinen?“, fragte Matthäus.
Beim FC Bayern fehle Urbig derzeit der regelmäßige Wettkampfrhythmus. „Nicht den Spielrhythmus wie Marc-Andre ter Stegen bei Ajax, Loris Karius bei Schalke oder Noah Atubolu in Frankfurt“ habe der Münchner Schlussmann nach Einschätzung von Matthäus.
Ter Stegen werde bei der Bekanntgabe des Kaders am Donnerstag nach Matthäus‘ Überzeugung „sicher dabei sein“. Sollte der Keeper in Amsterdam weiterhin auf seinem aktuellen Niveau spielen, sei er „ein Kandidat für die Nummer eins im deutschen Tor.“