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Genau 18 Minuten standen Bundestrainer Julian Nagelsmann und Kapitän Joshua Kimmich nach dem ersten Training in Winston-Salem noch auf dem Platz und arbeiteten sich sichtbar intensiv durch die kommenden Aufgaben.

18 Minuten mit viel Gestik und klaren Fragen
Als die DFB-Stars den Trainingsplatz nach und nach verließen, blieb das Führungsduo noch zurück. Dabei wurde kräftig gestikuliert, der Austausch wirkte ernst und zielgerichtet. Offenbar ging es um die richtige Ausrichtung zum WM-Auftakt gegen Curaçao am Sonntag um 19 Uhr, also um die Frage, ob die Mannschaft von Beginn an voll angreifen oder das erste Spiel eher kontrolliert angehen soll.
Auch wenn beide über weite Strecken engagiert diskutierten, machte das Gespräch nicht den Eindruck eines Konflikts. Im Gegenteil, Nagelsmann und Kimmich schienen sich am Ende sehr gut zu verstehen. Anschließend gingen beide gemeinsam auf die Tribüne und gaben dort Seite an Seite Autogramme für die Fans.
Kimmich als Sprachrohr, Nagelsmann unter Druck
Sportdirektor Rudi Völler stellte Kimmich zuletzt als zentrale Figur heraus: „Kimmich ist der Fahnenträger für uns alle, er ist das Sprachrohr. Jo hat einen sehr engen Draht zum Bundestrainer, er nimmt ihn bei vielen Dingen mit ins Boot.“
Für Kimmich und Nagelsmann ist dieses Turnier von besonderer Bedeutung. Kimmich will nach zwei Vorrunden-Aus-Weltmeisterschaften in Russland und Katar endlich zeigen, dass er auch den ganz großen Erfolg schaffen kann. Er geht in diesem Jahr erstmals als Kapitän in ein Turnier und sagte jüngst zu BILD: „Ich freue mich schon sehr auf die Mannschaft und auf die Aufgabe.“
Auch für Nagelsmann steht viel auf dem Spiel. Bei der EM 2024 im eigenen Land sorgte er zwar für neue positive Stimmung rund um die Nationalelf, doch das Aus gegen Spanien im Viertelfinale kam denkbar knapp mit 1:2 nach Verlängerung. Danach musste der 38-Jährige viel Kritik einstecken. Nun soll er beweisen, dass seine Maßnahmen greifen und er eine Mannschaft mit echtem WM-Anspruch geformt hat.
Das Chef-Duo für den WM-Start
Kimmich und Nagelsmann bilden damit das Führungszentrum für einen Turnierstart, der den Anspruch der deutschen Auswahl untermauern soll. Dieses Chef-Duo soll eine geile WM bescheren.