Deutschland nach dem WM-Aus: Jetzt wartet schon der nächste Pflichttermin

Nach dem WM-Aus richtet sich der Blick nach vorne: München steht vor der dritten Champions-League-Endspiel-Austragung in der Allianz Arena, während die Nationalmannschaft in der Nations League bereits den nächsten Pflichttermin ansteuert.

Jürgen Klopp im Gespräch mit Bundestrainer Julian Nagelsmann und Thomas Müller nach dem Gruppenspiel der Gruppe E zwischen Deutschland und Curaçao bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Die Partie fand am 14. Juni 2026 im Houston Stadium in Houston, Texas, statt. Alexander Hassenstein / Getty Images
Jürgen Klopp im Gespräch mit Bundestrainer Julian Nagelsmann und Thomas Müller nach dem Gruppenspiel der Gruppe E zwischen Deutschland und Curaçao bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Die Partie fand am 14. Juni 2026 im Houston Stadium in Houston, Texas, statt. Alexander Hassenstein / Getty Images

WM-Ende in Foxborough

Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko im Sechzehntelfinale gescheitert. Gegen Paraguay unterlag das Team von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann nach 120 torlosen Minuten im Elfmeterschießen mit 4:5. Julian Enciso hatte Paraguay in der 42. Minute per Kopf in Führung gebracht, Kai Havertz glich per Kopf nach Flanke von Florian Wirtz aus (54.). Im Elfmeterschießen vergaben Havertz, Nick Woltemade und Jonathan Tah – José Canale verwandelte den entscheidenden Strafstoß für Paraguay.

Es war das erste K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft seit dem Titelgewinn 2014. Nagelsmann hatte auf eine offensive Formation gesetzt: Wirtz, Leroy Sané, Deniz Undav und Havertz in der Spitze, davor Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha auf der Doppelsechs. In der zweiten Hälfte brachte Leon Goretzka frischen Schwung, später folgten Jamal Musiala, Waldemar Anton und Woltemade. Deutschland dominierte Ballbesitz und Chancen, fand aber gegen die leidenschaftlich verteidigenden Südamerikaner kein zweites Tor. In der Verlängerung köpfte Antonio Rüdiger nach Ecke von Nathaniel Brown ein, der Treffer wurde wegen Offensivfouls aberkannt.

München als einziger Bewerber für 2028

Während die Nationalmannschaft die WM verarbeitet, zeichnet sich auf Vereinsebene ein Highlight ab: Die UEFA hat bestätigt, dass München für das Champions-League-Finale 2028 der einzige Interessent ist. 15 Mitgliedsverbände hatten Interesse an den Endspielen 2028 und 2029 bekundet – für 2028 blieb München bei der Königsklasse ohne Konkurrenz. 2029 bewerben sich London (Wembley) und Barcelona (Camp Nou) um das Finale.

Die Bewerbung ist noch nicht bindend. München muss die endgültigen Unterlagen bis zum 10. Juni 2026 einreichen, die Entscheidung fällt im September 2026 durch das UEFA-Exekutivkomitee. Sollte der Zuschlag erteilt werden, wäre es das dritte Champions-League-Endspiel in der Allianz Arena nach 2012 (Bayern gegen Chelsea, 3:4 n. E.) und 2025 (Paris Saint-Germain gegen Inter Mailand, 5:0). Zuvor hatten bereits drei Endspiele im Olympiastadion stattgefunden. Das Finale 2026 steigt in Budapest (Puskas Arena), 2027 in Madrid (Estadio Metropolitano).

Nations League: Auswärts in Belgrad

Für die DFB-Auswahl geht es schon im November weiter. Am 13. November (20.45 Uhr, live bei RTL) steht in Belgrad das vorletzte Gruppenspiel der UEFA Nations League 2026/2027 gegen Serbien an.

| 13.11.2026-21:45
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Karten gibt es ausschließlich über den Fan Club Nationalmannschaft und eigenständig organisierte Fanclubs. Die Bewerbungsphase für Fan-Club-Mitglieder läuft vom 15. bis 25. September 2026, der Ticketpreis liegt bei 11,20 Euro. Rund 2.500 Tickets stehen für das Gastkontingent im Stadion Rajko Mitić zur Verfügung. Gruppenbestellungen bis zu vier Personen sind möglich, wobei der Bonuspunkte-Status bei hoher Nachfrage über die Vergabe entscheidet.

Für Mitglieder eigenständiger Fanclubs läuft die Datenabfrage bereits, der Preis beträgt 11,50 Euro inklusive Gebühr.

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Zwischenbilanz

Der deutsche Fußball steht an einer Wegmarke. Das WM-Aus ist sportlich enttäuschend, die Entwicklung unter Nagelsmann war aber nicht gänzlich negativ – die Mannschaft zeigte Dominanz, scheiterte an der Effizienz und am Elfmeterglück. Gleichzeitig sichert sich der Standort München mit hoher Wahrscheinlichkeit das prestigeträchtigste Vereinsfinale Europas für 2028, was die Strahlkraft des deutschen Fußballs auf Klubebene unterstreicht. In der Nations League bietet sich gegen Serbien die Chance, den Kurs zu korrigieren und Punkte für das Final Four zu sammeln. Der Termin in Belgrad wird ein erster Gradmesser sein, wie die Mannschaft das WM-Aus verarbeitet hat.