VfB Sieg in der Champions League: Demirovic schreibt Geschichte

Ermedin Demirovic hat den VfB Stuttgart mit einem Dreierpack zu einem 3:1 gegen Viking Stavanger geführt und dabei einen historischen Champions-League-Abend erlebt. Der bosnische Nationalspieler traf innerhalb von zwölf Minuten dreimal und wurde folgerichtig zum „Man of the match“ gewählt.

Ermedin Demirović ballt am 9. September 2026 in der Stuttgart Arena die Faust und bejubelt seinen Treffer zum 2:1. Der Angreifer des VfB Stuttgart erzielte am ersten Spieltag der Ligaphase in der Champions League 2026/27 gegen Viking FK alle drei Tore seiner Mannschaft. Alex Grimm / Getty Images Europe via Getty Images
Ermedin Demirović ballt am 9. September 2026 in der Stuttgart Arena die Faust und bejubelt seinen Treffer zum 2:1. Der Angreifer des VfB Stuttgart erzielte am ersten Spieltag der Ligaphase in der Champions League 2026/27 gegen Viking FK alle drei Tore seiner Mannschaft. Alex Grimm / Getty Images Europe via Getty Images

Mit dem unterschriebenen Spielball unter dem Arm und einem breiten Lächeln stellte sich Ermedin Demirovic nach dem Abpfiff in der Mixed Zone den Fragen. Nach seinem außergewöhnlichen Auftritt zum Auftakt der Champions-League-Ligaphase wirkte der 28-Jährige selbst noch überwältigt.

„Das ist so ein Tag, den ich in meinem Leben nicht vergessen werde. Ich glaube, jeder möchte Champions League spielen, jeder träumt von Toren. Ich mache drei in einer Halbzeit. Unfassbar. Also ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin so glücklich“, sagte der Angreifer nach dem 3:1 (3:1) gegen Viking Stavanger. Für Demirovic sei der Abend schlicht „unbeschreiblich“ gewesen.

| 9.9.2026-18:45
VfB Stuttgart
U N S N S
3 : 1
Endergebnis
Viking
Ermedin Demirović
20'
Ermedin Demirović
26'
Ermedin Demirović
32'
Z. Tripić
22'

Dreierpack in zwölf Minuten für die VfB-Geschichtsbücher

Mit seinen Toren in der 20., 26. und 32. Minute schrieb Demirovic Vereinsgeschichte. Noch keinem Stuttgarter war es zuvor gelungen, in einer Partie des wichtigsten europäischen Klubwettbewerbs drei Treffer zu erzielen.

Auch in der Champions-League-Statistik nimmt der Stürmer nun einen besonderen Platz ein. Seine drei Tore binnen zwölf Minuten bringen ihn in einen exklusiven Kreis mit Mohamed Salah und Kylian Mbappé, die jeweils in sieben Minuten dreifach trafen, sowie Cristiano Ronaldo und Robert Lewandowski, denen dies innerhalb von elf Minuten gelang.

Sebastian Hoeneß würdigte die Leistung seines Torjägers entsprechend deutlich. „Er hat Geschichte geschrieben“, sagte der VfB-Coach. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth ergänzte: „Schön, dass er hier ist. Das ist außergewöhnlich, etwas ganz Besonderes“.

Undav bereitet zweimal vor, Demirovic bleibt gelassen

Bei den Treffern zum 2:0 und 3:0 leistete Deniz Undav jeweils die entscheidende Vorarbeit. Für Wohlgemuth war die Zusammenarbeit der beiden Offensivspieler ein wichtiger Hinweis auf die Qualität im Stuttgarter Kader. „Ein erstaunliches Signal“, nannte er es, „dass die individuelle Qualität in unserem Kader passt“.

Im Sommer war Demirovic noch wiederholt mit einem Wechsel in Verbindung gebracht worden. Der VfB hatte mit Dzenan Pejcinovic für 25 Millionen Euro ein junges Sturm-Talent vom VfL Wolfsburg verpflichtet. Der neue Konkurrent, der auch auf dem Zettel von Bundestrainer Jürgen Klopp stehen soll, hatte in den ersten beiden Bundesliga-Partien beim FC Bayern, die Stuttgart 1:5 verlor, sowie beim 4:1 gegen den 1. FC Köln zunächst den Vorzug erhalten. Demirovic blieb jeweils auf der Bank.

Nach seinem starken Auftritt gegen Stavanger wollte der 28-Jährige dennoch keine Kampfansage formulieren. „Es hat sich ein bisschen was angestaut in mir, wobei ich froh bin, jetzt hier zu sein. Es ist jetzt auch kein Thema mehr“, sagte er zur Konkurrenzsituation.

Seinen perfekten Abend ordnete Demirovic vielmehr in den Teamgedanken ein. „Wir brauchen eine schlagkräftige Mannschaft. Dazu gehören drei Stürmer. Es gibt keinen Freifahrtschein, wo du jedes Spiel machst“, erklärte er. Bei DAZN unterstrich er zudem: „Egal, wer von uns spielt, wir haben eine richtige Qualität auf dem Platz. Ich gönne ihm genauso viel wie er mir. Ich will nur das Beste, deswegen freue ich mich auch, dass er da ist.“

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Von einer angespannten Stimmung zwischen den Angreifern könne keine Rede sein. Natürlich werde von außen „ein bisschen gestichelt, aber in der Mannschaft ist davon gar nichts zu sehen.“