Was macht Paris Brunner? Viele Einsätze in der Startelf, zwei Treffer beim 2:0-Erfolg gegen Olympique Marseille, vier Tore aus vier Spielen, und ein Selbstbewusstsein, das schon vor der Aufholjagd Bestand hatte: Paris Brunner ist zurück im Rampenlicht. Nach Jahren des Stillstands liefert der 20-Jährige bei der AS Monaco endlich die Argumente, die seine großen Worte untermauern.

Vom gefeierten Juwel zur umstrittenen Personalie
Kaum ein deutsches Fußballtalent sorgte 2023 für so viel Aufsehen wie Paris Brunner. Beim WM-Triumph der deutschen U17 war er einer der Protagonisten und weckte Erinnerungen an ein außergewöhnliches Rohtalent. Doch auf den Höhenflug folgte eine lange Durststrecke, in der Brunner im Profibereich kaum Spuren hinterließ.
Bereits im Vorfeld der Junioren-WM häuften sich bei seinem damaligen Klub Borussia Dortmund kritische Stimmen zu seiner professionellen Einstellung. Eine Suspendierung wegen nie näher erläuterter disziplinarischer Verstöße folgte, ehe es im Sommer 2024 endgültig zum Bruch mit dem BVB kam. Ein glattpoliertes Akademie-Produkt war der musikalisch begabte Brunner, der in seiner Freizeit Klavier und Gitarre spielt, eben nie, sondern stets ein Spieler mit Ecken und Kanten.
Große Ankündigungen und späte Bestätigung
Erst im August ließ Brunner mit einer Aussage aufhorchen, die viele angesichts seiner bisherigen Karriere überraschte. Er wolle die Weltmeisterschaft gewinnen und, wenn er groß denke, auch den Ballon d’Or holen, sagte er damals. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Angreifer im Herrenbereich allerdings noch kaum nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
Inzwischen lässt Brunner seinen Ankündigungen Taten folgen. Beim Heimsieg gegen Marseille erinnerte er stark an jenen Spieler, der Deutschland 2023 begeisterte: Mit tief sitzender Hose und locker heruntergezogenen Stutzen sprintete er in den gegnerischen Strafraum, tanzte gleich zwei Bewacher mit sehenswerten Haken aus und vollendete eiskalt. „Ich bin überglücklich“, kommentierte er seinen Doppelpack anschließend.
Reifeprozess mit Blick auf die Nationalmannschaft
Nach zwei Jahren der Anlaufschwierigkeiten scheint sich Brunners Entwicklung in Monaco nun zu stabilisieren. „Ich bin jetzt ein Mann“, betonte der Offensivspieler selbstbewusst mit Blick auf seine gewachsene Reife. Der starke Saisonauftakt weckt dabei auch wieder Fantasien über eine mögliche Rückkehr in den Fokus der Nationalmannschaft.
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Auf entsprechende Nachfrage machte Brunner deutlich, dass ihn dieses Thema durchaus beschäftigt. „Ich denke immer an die Nationalmannschaft“, erklärte er. Zu seiner familiären Herkunft, seine Mutter stammt aus dem Kongo, sein Vater ist Deutscher, äußerte er sich ebenfalls, stellte jedoch klar: „Aber darauf konzentriere ich mich nicht.“ Stattdessen liege der Fokus klar auf seinen sportlichen Leistungen, „den Rest werden wir dann sehen.“