Mauricio Pochettino wird die USA auch bei der Weltmeisterschaft 2030 als Nationaltrainer anführen. Der Verband US Soccer verkündete am Montag eine Vertragsverlängerung um vier Jahre für den Argentinier, dessen ursprüngliches Arbeitspapier eigentlich mit dem Ende der Heim-WM ausgelaufen wäre.

Verlängerung über den Sommer hinaus
Damit besteht kein Zweifel mehr an der langfristigen Zukunftsplanung des US-Verbands mit seinem prominenten Chefcoach. Die kommende Ausgabe des Turniers 2030 wird gleich von vier Ländern auf zwei Kontinenten ausgetragen, nämlich Spanien, Portugal, Marokko und in Teilen Südamerikas. Pochettino soll die Mannschaft dorthin führen und den nächsten Entwicklungsschritt einleiten.
US-Soccer-Geschäftsführer JT Batson machte deutlich, dass trotz des Vertrauensbeweises noch erheblicher Handlungsbedarf besteht. „Wir wissen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben, um unsere klaren Ziele zu erreichen, darunter der Kampf um den Weltmeistertitel bei den Männern und das Bestreben, Fußball in jeder Gemeinde zur beliebtesten Sportart zu machen“, erklärte Batson. Er betonte zudem die Geschlossenheit im Projekt: „Ich freue mich riesig, dass Mauricio und sein Team entschlossen sind, gemeinsam mit uns allen die harte Arbeit zu leisten, die nötig ist, um diese Ziele zu verwirklichen.“
Achtelfinal-Aus gegen Belgien als Ausgangspunkt
Pochettino hatte das Amt im September 2024 übernommen und stand bei der XXL-WM im eigenen Land erstmals mit den Amerikanern im Rampenlicht eines Heimturniers. Der Gastgeber erreichte unter seiner Regie das Achtelfinale, scheiterte dort jedoch deutlich mit 1:4 gegen Belgien. Trotz des frühen Ausscheidens sieht der Verband die eingeschlagene Richtung offenbar als vielversprechend genug an, um langfristig weiterzuarbeiten.
Auch Pochettino selbst zog aus den vergangenen zwei Jahren wichtige Erkenntnisse für die weitere Strukturarbeit im US-Nationalteam. „Durch die Zusammenarbeit mit US Soccer in den letzten zwei Jahren ist uns klar geworden, dass es ein enormes Potenzial gibt, das Programm der Männer-Nationalmannschaft noch weiter zu stärken“, sagte der Argentinier. Die Atmosphäre während des Turniers habe ihn dabei zusätzlich in seiner Überzeugung bestärkt: „Die Leidenschaft, die wir während der gesamten Weltmeisterschaft bei den Fans erlebt haben, hat unseren Glauben daran, was hier möglich ist, nur noch verstärkt.“