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Der SC Freiburg verliert seinen Schweizer Ausnahmespieler und kassiert dafür so viel Geld wie nie zuvor in der Klubgeschichte: Johan Manzambi wechselt zu Europa-League-Sieger Aston Villa. Der Transfer des 20-jährigen WM-Aufsteigers ist seit Freitag offiziell bestätigt.

Rekordsumme für Freiburgs Juwel
Nach Angaben englischer Medien fließen dem Bundesligisten inklusive möglicher Bonuszahlungen knapp 70 Millionen Euro in die Kasse. Damit stellt der Abgang des Mittelfeldspielers einen neuen Ablöserekord für den Breisgau-Klub auf und übertrifft die bisherigen Bestwerte deutlich. Bislang hatten Kevin Schade, der zu Brentford wechselte, und Merlin Röhl, der nach Everton ging, mit jeweils 25 Millionen Euro die teuersten Transfers der Vereinsgeschichte markiert.
Interessant ist der Verlauf der Wechselgeschichte: Manzambi stand eigentlich bereits kurz vor einem Engagement bei Newcastle United, ehe sich Ligakonkurrent Aston Villa kurzfristig einschaltete und den Deal für sich entschied. Damit landet der Techniker nun bei genau jenem Champions-League-Starter, der den SC erst vor rund zwei Monaten im Endspiel der Europa League mit 3:0 bezwungen hatte.
Saier würdigt „außergewöhnliche“ Jahre in Freiburg
SC-Vorstand Jochen Saier beschrieb die Verhandlungen als anspruchsvoll und sprach von „wirklich intensiven Gesprächen und Verhandlungen“. Zugleich fand er warme Worte für den scheidenden Youngster: „Die Leistungen von Johan im SC-Trikot waren außergewöhnlich, er hat unser Spiel mitgeprägt. Wir bedanken uns bei allen, die ihn in seinen dreieinhalb Freiburger Jahren unterstützt haben.“
Erst vor etwa einem Jahr hatte der Sport-Club den Kontrakt mit dem im Januar 2023 von Servette Genf gekommenen Offensivspieler langfristig verlängert. Seither legte Manzambi eine steile Entwicklung hin, wurde zu einer festen Größe im Freiburger Spielaufbau und trug maßgeblich dazu bei, dass der Klub bis ins Europa-League-Finale vorstieß.
WM-Auftritt weckte internationales Interesse
Den entscheidenden Schub für seinen Marktwert lieferte die WM-Endrunde, bei der Manzambi mit drei Toren und zwei Vorlagen auf sich aufmerksam machte und zum gefeierten Senkrechtstarter der Schweizer Nationalmannschaft avancierte. Wegen einer Knieprellung musste er allerdings sowohl im Achtelfinale gegen Kolumbien, das die Eidgenossen im Elfmeterschießen mit 4:3 für sich entschieden, als auch beim Viertelfinal-Aus gegen Titelverteidiger Argentinien (1:3 nach Verlängerung) pausieren. Trotz der verpassten K.-o.-Duelle reichten seine Auftritte im Turnierverlauf, um Top-Klubs wie Newcastle und letztlich Aston Villa auf den Plan zu rufen.