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Lionel Messi und Argentinien geben sich bei dieser WM weiter nicht geschlagen. Nach dem epischen 2:1 gegen England steht der Titelverteidiger erneut im WM Finale und greift in der Nacht zum Sonntag gegen Spanien nach dem zweiten Stern in Folge. Für den 39-Jährigen könnte das Endspiel vor den Toren New Yorks zur endgültigen Krönung werden.

Messi trägt das Comeback der Albiceleste
Nach dem von den Medien als „Sieg für die Ewigkeit“ gefeierten Halbfinalerfolg thronte Messi auf den Schultern von Enzo Fernández. Argentiniens Comeback-Könige feierten den Finaleinzug und ihren Volkshelden, der mit zwei Vorlagen den unglaublichen Schlussspurt geprägt hatte. Immer wieder ballte Messi die Fäuste und schrie seine Freude heraus. Auch lange nach dem Schlusspfiff tanzten und sangen die WM-Finalisten auf dem Rasen von Atlanta vor ihren Fans.
„Unglaublich“, sagte Messi, dessen Emotionen nach dem späten Sieg so offen wie selten zu sehen waren: „Das sind besondere Gefühle. Ich glaube, die Mannschaft hat das gespürt. Es war ein Spiel, das alle Argentinier unbedingt gewinnen wollten – und wir auch. Jetzt stehen wir wieder im Finale. Das zweite in Folge. Natürlich bin ich überglücklich.“

Gegen England bereitete der achtmalige Weltfußballer die späten Treffer von Fernández in der 85. Minute und Lautaro Martínez in der zweiten Minute der Nachspielzeit mustergültig vor. Am Sonntag um 21.00 Uhr im ZDF und bei MagentaTV folgt nun die ultimative Bewährungsprobe.
Das große Duell mit Spanien und Yamal
Im Finale gegen Europameister Spanien will Messi seine Regentschaft mit dem zweiten WM-Titel vollenden. Er selbst sprach von einem „sehr besonderen Spiel zwischen zwei fantastischen Mannschaften“. Besonders speziell ist die Partie auch für ihn, weil er viele Jahre seines Lebens in Spanien verbracht hat und sogar einen spanischen Pass besitzt. Mit 13 Jahren zog Messi mit seiner Familie nach Barcelona und lebte dort zwei Jahrzehnte, ehe er den Klub 2021 in Richtung Paris verließ und später nach Miami wechselte.
Für sein 34. WM-Spiel erwartet Messi ein „sehr ausgeglichenes“ Duell. Dabei trifft der 39-Jährige auf Lamine Yamal, der nicht einmal halb so alt ist und als zweiter Superheld einer anderen Generation gilt. In den sozialen Netzwerken machte am Donnerstag erneut das berühmte Foto aus dem Dezember 2007 die Runde, auf dem Messi als 20-Jähriger vor einer Babywanne kniet und den fünf Monate alten Yamal für ein Fotoshooting badet. Wie einst Messi spielt auch Yamal inzwischen seit Jahren für Barca.

Argentinien schreibt WM-Geschichte
In der Heimat brach angesichts des Finaleinzugs längst Euphorie aus. Die führende Sportzeitung Olé adelte den Linksfuß mit „MaraMessi“ und schrieb: „Leo spielte wie Diego, feierte seinen ersten Sieg gegen England und schreibt weiterhin Geschichte.“ La Nación sprach von einem „Sieg für die Ewigkeit“.
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Mit einem weiteren Erfolg könnte Argentinien am Sonntag die erste Mannschaft seit Brasilien 1962 werden, die ihren WM-Titel verteidigt. Das gelang nicht einmal Diego Maradona. Für Messi ist das Turnier schon jetzt ein Triumph über die Zweifler. Während Cristiano Ronaldo längst im Urlaub ist und Kylian Mbappé sowie Harry Kane sich am Samstag im Spiel um Platz drei mit dem Trostpreis begnügen müssen, greift der ewig junge Spielmacher erneut nach den Sternen.
Bei seiner sechsten WM hat Messi die Antworten auf alle bohrenden Fragen vor dem Turnier geliefert. In sieben Partien in Nordamerika erzielte er acht Tore und schraubte seine WM-Bilanz auf 21 Treffer. Dazu kommen vier Vorlagen. Als die Himmelblauen im Halbfinale erneut in Rückstand gerieten, drehten Messi und seine Comeback-Könige das Spiel mit den Turniertoren elf und zwölf in der Crunchtime ab der 75. Minute.
„Ich bin sprachlos“, sagte Lionel Scaloni mit Tränen in den Augen. „Diese Gruppe überrascht mich immer wieder aufs Neue. Wir sind einzigartig, das ist keine Arroganz.“ Auf der Tribüne weinte Messis Ehefrau Antonela Roccuzzo, während am Obelisken in Buenos Aires Ausnahmezustand herrschte.