Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Spanische Pressestimmen: „Oyarzabal betritt die Ewigkeit“
- 2 Französische Pressestimmen: „Frankreich geht unter“
- 3 Deutsche Pressestimmen: „Frankreich weiter ideenlos“
- 4 Internationale Stimmen: „La Furia durchbohrt Frankreichs Herz“
- 5 Ausblick: Finale am Sonntag, Spanien wartet auf England oder Argentinien
Spanien steht im Finale der WM 2026! Der Europameister gewann das erste Halbfinale gegen Frankreich im Dallas Stadium von Arlington verdient mit 2:0 und greift am Sonntag, dem 19. Juli, im Finale von New York/New Jersey nach seinem zweiten WM-Titel. Mikel Oyarzabal brachte die Furia Roja per Foulelfmeter in Führung (22.), Pedro Porro erhöhte nach einem Doppelpass mit Dani Olmo (58.). Der Vize-Weltmeister blieb vor 70.176 Zuschauern ohne einen einzigen Schuss aufs Tor, ein Treffer von Lamine Yamal wurde wegen Abseits aberkannt. Wie schon vor dem Spiel haben wir die Pressestimmen zum Spiel Frankreich gegen Spanien gesammelt: die Reaktionen aus Madrid, Paris, Deutschland und dem Rest der Welt.

Spanische Pressestimmen: „Oyarzabal betritt die Ewigkeit“
In Spanien kippt die Berichterstattung binnen Minuten in den Feiermodus: Das erste WM-Finale seit dem Titelgewinn 2010 ist perfekt, und mit Mikel Oyarzabal hat die Furia Roja einen neuen Rekordmann. Sein fünfter Turniertreffer stellt die spanische Bestmarke von David Villa (2010) und Emilio Butragueño (1986) ein.
Marca
In einem WM-Halbfinale, einem Spiel für Auserwählte, lieferte Spanien eine unvergessliche Vorstellung ab. Die spanische Nationalmannschaft öffnete nachts den Prado und den Louvre, um ins zweite WM-Endspiel ihrer Geschichte einzuziehen. Oyarzabal und Porro erzielten die Tore für eine Truppe, in der Rodri der Anführer war.“
Mundo Deportivo
„Spanien war über viele Phasen des Spiels die bessere Mannschaft als Frankreich. Mbappé, Olise, Dembélé und Barcola wollten die Spanier mit ihrer Schnelligkeit ins Laufen bringen, doch am Ende waren sie es, die immer wieder dem Ball hinterherliefen.“
Sport
„Spanien steht im Finale der WM 2026. Die Auswahl wird um den zweiten Stern kämpfen, nachdem sie Frankreich und der ganzen Welt gezeigt hat, dass man mit Talent alles erreichen kann. Dani Olmo war diesmal das beste Beispiel für einen Spieler mit Klasse, der einen mehr als verdienten Sieg mit Toren von Oyarzabal per Elfmeter und Pedro Porro anführte.“
OKDiario
Oyarzabal entra en la eternidad de España (Oyarzabal betritt die Ewigkeit Spaniens)
Das Madrider Portal feiert den Matchwinner in großen Worten: Mit seinem 30. Länderspieltor überholt der Stürmer von Real Sociedad Fernando Hierro und ist nun die Nummer sechs der ewigen spanischen Torschützenliste. Seine fünf WM-Tore stellten die besten Turnierwerte von Villa 2010 und Butragueño 1986 ein, Oyarzabal schreibe „weiter goldene Seiten in der Geschichte der Selección“.
Goal.com España
Pedro Porro acerca a España a la final… y vuelve a sumir a Francia en la pesadilla de 1986 (Pedro Porro bringt Spanien in Richtung Finale und stürzt Frankreich zurück in den Albtraum von 1986)
Das Portal zieht eine historische Parallele: Zum ersten Mal seit dem verlorenen Halbfinale von 1986 gegen Deutschland kassierte Frankreich in einem WM-Halbfinale wieder zwei Gegentore. Damals wie heute hieß das Ergebnis 0:2, damals wie heute war Endstation kurz vor dem Finale.
Eurosport España
Oyarzabal hace historia en los Mundiales (Oyarzabal schreibt WM-Geschichte)
„Mikel Oyarzabal schreibt weiter Geschichte mit der spanischen Nationalmannschaft“, heißt es dort. Der Angreifer mit den „spektakulären Statistiken“ habe mit seinem fünften Tor bei dieser WM zu David Villa als bestem spanischen Torschützen einer einzelnen Endrunde aufgeschlossen.
El Español
España busca regresar a una final del Mundial 16 años después (Spanien will 16 Jahre danach zurück in ein WM-Finale)
Die Zeitung rahmt den Abend als Duell des besten Angriffs des Turniers (Frankreich) gegen die beste Abwehr (Spanien), das die Abwehr klar für sich entschied. Nach dem Abpfiff steht fest: Spanien kehrt erstmals seit dem Titel von Südafrika 2010 in ein WM-Finale zurück, es ist erst das zweite der Geschichte.

Französische Pressestimmen: „Frankreich geht unter“
In Frankreich herrscht Katerstimmung am Nationalfeiertag. Die Berichte kreisen um die erdrückende spanische Überlegenheit, eine Elfmeter-Polemik und eine Serie historischer Negativmarken, die an diesem Abend zusammenkamen.
L’Equipe
„Die französische Mannschaft wird von Spanien deklassiert und scheidet im Halbfinale gegen ein beeindruckendes spanisches Team aus. An diesem 14. Juli gab es keinen Tag des Ruhms. Die französische Nationalmannschaft verpasst ihr drittes WM-Endspiel in Folge. Am Ende eines Turniers, in dem das Team keinem echten Härtetest ausgesetzt war, haben die Bleus in Arlington von den Spaniern beinahe eine Lehrstunde erhalten.“
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Le Figaro
„Schwere Enttäuschung für Les Bleus, die von La Roja kurz vor dem Finale ausgeschaltet werden. Die französische Nationalmannschaft ist am Dienstag auf einen stärkeren Gegner gestoßen. Die Mannschaft von Didier Deschamps wird kein drittes Finale in Folge bestreiten.“
Le Parisien
„Das Feuerwerk ist abgesagt. An diesem Dienstagabend in Dallas wurden die Bleus von der roten spanischen Welle überrollt. Am Samstag spielen sie nun das Spiel um Platz 3. Eine bittere Enttäuschung. Die Equipe Tricolore findet gegen La Roja findet keine Lösung.“
Footmercato
Porro double la mise, la France coule contre l’Espagne ! (Porro erhöht, Frankreich geht gegen Spanien unter!)
Das Portal beschreibt das 0:2 als Genickbruch: Nach einer schnellen Kombination mit Dani Olmo sei Porro in den Strafraum geschickt worden und habe präzise ins rechte Eck abgeschlossen, Mike Maignan ohne Abwehrchance. Schon zuvor hatte die Redaktion den nächsten Rückschlag protokolliert: William Saliba, seit dem Champions-League-Finale von Rückenproblemen geplagt, musste nach knapp einer halben Stunde verletzt raus.
Goal.com France
La défaite face à l’Espagne plonge les Bleus dans une dynamique négative (Die Niederlage gegen Spanien stürzt die Bleus in eine Negativspirale)
Die französische Ausgabe von Goal trägt die bitteren Zahlen des Abends zusammen: Erstmals bei dieser WM lagen die Bleus überhaupt in Rückstand, es war ihr erstes Gegentor in einem WM-Halbfinale seit 1998, und laut Stats Foot ist Frankreich mit nun 16 verursachten Strafstößen das Team mit den meisten Gegen-Elfmetern der WM-Geschichte.
Main ou bonne décision ? Le penalty accordé à l’Espagne soulève des interrogations (Handspiel oder richtige Entscheidung? Der Elfmeter für Spanien wirft Fragen auf)
Der Strafstoß zum 0:1 sorgte für eine „lebhafte Polemik“: Lucas Digne räumte Lamine Yamal ab, doch viele Franzosen reklamierten ein vorheriges Handspiel des Spaniers. Der zitierte Analyse-Account Archivo VAR hält den Pfiff allerdings für korrekt, der Arm sei am Körper gewesen.
Euronews
France-Espagne : la Roja double la mise (Frankreich gegen Spanien: die Roja legt nach)
„Die Bleus leiden im Stadium von Dallas, komplett dominiert von der Roja“, schreibt der Sender über eine Mannschaft in großen Schwierigkeiten, die dem Rückstand über weite Strecken nichts entgegenzusetzen hatte.

Deutsche Pressestimmen: „Frankreich weiter ideenlos“
Die deutschen Medien sahen einen abgeklärten Europameister und einen Favoriten ohne Zugriff. Auffällig oft fällt das Wort ideenlos, dazu beschäftigen ein Beinahe-Platzverweis und ein deutscher Trainer-Rekord, der ausgerechnet an diesem Abend fiel.
ZDF
WM-Halbfinale im ZDF: Spanien erzielt das 2:0, Frankreich weiter ideenlos
Der übertragende Sender brachte den Abend schon vor dem Abpfiff auf den Punkt: Spanien „sehr kompakt und diszipliniert“, Frankreich über 90 Minuten ohne Durchschlagskraft und ohne echte Antwort auf den Rückstand.
t-online
WM live: Frankreich vs. Spanien, Lamine trifft, Tor aberkannt
„Für Spanien läuft alles nach Plan. Der Europameister schaffte es von Anfang an, sein Passspiel durchzuziehen“, bilanzierte der Ticker schon zur Pause. Frankreich habe nur auf Umschaltmomente gelauert und sei „im Spiel nach vorne insgesamt zu harmlos“ geblieben. Den Offensivstars um Mbappé, Olise und Dembélé bescheinigte die Redaktion einen „mickrigen xG-Wert von 0,04″.
Spox
„Nicht weit weg von einer Roten Karte“: Üble Szene von Michael Olise sorgt für Wirbel
Das Portal arbeitete die französischen Aufreger heraus: Olise traf Rodri schon in der 14. Minute mit offener Sohle am Knöchel und entging nur knapp dem Platzverweis. Dazu kam der frühe Schock um William Saliba, der kurz nach dem 0:1 verletzt ausgewechselt werden musste.
Er übertrifft einen deutschen Weltmeister-Trainer! Deschamps stellt neuen WM-Rekord auf
„Am französischen Nationalfeiertag ist Didier Deschamps zum alleinigen Rekordtrainer bei Fußball-Weltmeisterschaften aufgestiegen“, schreibt Spox: Sein 26. WM-Spiel als Trainer, eines mehr als Helmut Schön. Ein Rekord ohne Happy End.
Internationale Stimmen: „La Furia durchbohrt Frankreichs Herz“
OneFootball staunte über die Machtdemonstration: „Die Fußballwelt ist gerade ehrfürchtig. Spanien ist auf bestem Weg, die scheinbar übermächtigen Franzosen aus der WM zu werfen“, hieß es zum 2:0 unter der Überschrift „La Furia durchbohrt Frankreichs Herz“. Oyarzabal wurde dort zu „Mr. Reliable“, dem Zuverlässigen schlechthin. ESPN sah die Spanier „mit einer erhabenen Vorstellung ins Finale cruisen“: Frankreich sei bei diesem Turnier nie richtig geprüft worden, und an der ersten echten Prüfung zerbrochen.
In Italien richtete sich der Blick auf den Wendepunkt: Sky Sport Italia machte eine „Naivität von Digne“ aus, der Yamal im Strafraum abräumte und damit ein bis dahin ausgeglichenes Spiel kippen ließ, danach habe Spanien alles „in perfekter Kontrolle“ gehabt. Die Agentur Adnkronos beleuchtete die Elfmeter-Proteste der Bleus, die vor dem Pfiff ein Handspiel von Yamal reklamierten. Schiedsrichter Iván Barton blieb nach VAR-Check bei seiner Entscheidung.
Ausblick: Finale am Sonntag, Spanien wartet auf England oder Argentinien
Spanien bestreitet das WM-Finale am Sonntag, dem 19. Juli 2026, um 21:00 Uhr MESZ im New York New Jersey Stadium von East Rutherford. Der Gegner wird am Mittwochabend im zweiten Halbfinale zwischen England und Argentinien in Atlanta ermittelt (21:00 Uhr MESZ, live in der ARD). Für Frankreich bleibt nur das Spiel um Platz 3. Der Tenor der internationalen Presse ist nach diesem Abend eindeutig: Die seit nunmehr 38 Pflichtspielen ungeschlagenen Spanier sind der große Favorit auf den zweiten Stern, während Frankreichs Goldene Generation um Mbappé eine ihrer bittersten Turniernächte erlebte, die dritte K.o.-Niederlage gegen Spanien in Serie nach dem EM-Halbfinale 2024 und dem Nations-League-Halbfinale 2025.