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Im Achtelfinale der WM 2026 hat sich Spanien in einem umkämpften iberischen Duell gegen Portugal mit 1:0 durchgesetzt und das Viertelfinale erreicht. Portugal hat den Traum vom WM-Titel begraben müssen, Spanien dagegen steht nach einem späten Schlag zum ersten Mal seit 2010 wieder im Viertelfinale einer Weltmeisterschaft. Mikel Merino entschied das umkämpfte Achtelfinale in Dallas in der 90.+1 Minute mit seinem Treffer zum 1:0 für den Europameister. Für Cristiano Ronaldo könnte das 27. WM-Spiel zugleich sein letzter Auftritt auf der größten Fußballbühne gewesen sein.

Ronaldo erlebt wohl seinen letzten großen WM-Abend
Beim 41 Jahre alten Superstar platzte damit die Hoffnung auf einen glorreichen Abschied auf bitterste Weise. Portugal verlor das offensiv geführte Duell mit Spanien mit 0:1 (0:0) und musste sich dem Nachbarn aus der Iberischen Halbinsel knapp geschlagen geben. Für Ronaldo war es ein Abend mit viel Einsatz, aber ohne Happy End, obwohl sein Team über weite Strecken mutig auftrat.
Schon vor dem Anpfiff hatte das Generationenduell zwischen dem spanischen Jungstar Lamine Yamal, der 18 ist, und Ronaldo für enorme Aufmerksamkeit gesorgt. Dazu kamen die Vergleiche im Mittelfeld zwischen Rodri und Vitinha. Portugals spanischer Auswahlchef Roberto Martinez sprach deshalb von einem „Fest für den Fußball“, während Spaniens Coach Luis de la Fuente über Yamal sagte: „Er liebt genau solche Spiele.“ Ronaldo wiederum gab sich kämpferisch und erklärte: „Wir alle versuchen, den Titeltraum zu verwirklichen.“

Tempo, Technik und große Chancen auf beiden Seiten
Beiden Mannschaften war ihre spielerische Qualität von Beginn an anzumerken. Mit viel Technik, Übersicht und Ballkontrolle suchten sie sofort den Weg nach vorn und kamen früh zu Abschlüssen. Spaniens Torjäger Mikel Oyarzabal prüfte Diogo Costa zunächst aus der Distanz in der 3. Minute und ließ dann vier Minuten später eine dicke Gelegenheit liegen, als er völlig frei die Führung verpasste.
Portugal hielt in der lebhaften Anfangsphase dagegen und setzte ebenfalls Ausrufezeichen. Joao Cancelo in der 7. Minute und Ronaldo in der 12. Minute gaben die ersten Warnschüsse ab. Danach blieb das Tempo hoch, Spanien arbeitete sich immer wieder bis an den Strafraum vor. Bei der Doppelchance von Yamal und Álex Baena in der 16. Minute rettete Costa glänzend, ehe der Keeper des FC Porto auch Pedris tückische Hereingabe aus dem Halbfeld mit dem Fuß entschärfte.
Auf der anderen Seite war auf Unai Simón Verlass. Der baskische Schlussmann, der in den ersten vier Partien ohne Gegentor geblieben war, reagierte gegen João Félix und Ronaldo in der 37. Minute stark. Kurz darauf hatte Spanien Glück, als Nuno Mendes den Ball an die Latte jagte und Pedro Porro ihn in der 41. Minute noch dorthin abfälschte. Bis zur Pause kam von Spanien offensiv nicht mehr viel, Yamal war über rechts zunächst komplett abgemeldet.

Merino schlägt spät zu
Nach dem Seitenwechsel kam Portugal mit mehr Schwung aus der Kabine und drängte häufiger ins letzte Drittel. Wirklich zwingend wurden die Angriffe jedoch selten. Mehrere Verletzungsunterbrechungen nahmen der Partie zusätzlich den Rhythmus. Spanien brauchte eine Weile, um die eigene Schlagzahl wieder zu erhöhen, wurde dann aber erneut gefährlich. Yamal testete Costa in der 73. Minute per Freistoß.
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Die Entscheidung fiel schließlich spät und nach einem schnell ausgeführten Freistoß. In der 85. Minute wurde Merino eingewechselt, nur wenige Minuten später traf er in der 90.+1 zum 1:0. Damit feierte Spanien im iberischen Nachbarschaftsduell den Sprung ins Viertelfinale. Dort trifft der Mitfavorit am kommenden Freitag in Los Angeles um 21.00 Uhr MESZ auf Co-Gastgeber USA oder Belgien.
Spielbericht – Spanien ringt Portugal nieder
Nach einem lange umkämpften und taktisch geprägten Achtelfinale erlöste Joker Mikel Merino den Europameister erst in der Nachspielzeit. Spanien setzte sich mit 1:0 gegen Portugal durch und beendete damit den WM-Traum von Cristiano Ronaldo.


Frühe Dominanz Spaniens, Portugal hält dagegen (1. bis 23. Minute)
Spanien erwischte im Achtelfinale der WM 2026 den besseren Start und setzte Portugal mit hohem Pressing sofort unter Druck. Bereits in der 3. Minute prüfte Mikel Oyarzabal Torhüter Diogo Costa erstmals aus der Distanz. Fünf Minuten später vergab derselbe Angreifer die bis dahin größte Chance der Partie, als er frei vor Costa den Ball am rechten Pfosten vorbeischob (8.). Die Iberer blieben am Drücker und erspielten sich weitere Möglichkeiten. In der 16. Minute scheiterten zunächst Lamine Yamal und im direkten Nachschuss Alex Baena jeweils am überragend reagierenden portugiesischen Schlussmann. Portugal setzte offensiv zunächst auf vereinzelte Nadelstiche. Cristiano Ronaldo zwang Unai Simón mit seinem ersten Abschluss zu einer Parade (12.), während João Cancelo das Tor aus der Distanz verfehlte.
Portugal wird mutiger, Spanien bleibt spielbestimmend (24. bis 45.+6 Minute)
Nach der Trinkpause fand Portugal besser in die Begegnung und konnte das Spiel phasenweise ausgeglichener gestalten. Dennoch blieb Spanien die aktivere Mannschaft und kontrollierte Ballbesitz sowie Spieltempo. Dani Olmo verpasste nach einer Hereingabe von Pedri zwar das mögliche 1:0 (31.), stand dabei allerdings ohnehin im Abseits. Portugal blieb vor allem über Standards und Flanken gefährlich. Die größte Gelegenheit bot sich in der 41. Minute: Nach einer kurz ausgeführten Ecke köpfte Pedro Porro den Schuss von Nuno Mendes unglücklich an die eigene Latte. Kurz vor der Pause hatte Cristiano Ronaldo noch eine Halbchance, doch Unai Simón fing die Hereingabe sicher ab. So ging es trotz mehrerer hochkarätiger Möglichkeiten torlos in die Halbzeit.
Wenig Tempo und viele Fehler nach der Pause (46. bis 68. Minute)
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Achtelfinale der WM 2026 zunächst von Vorsicht geprägt. Beide Mannschaften agierten äußerst diszipliniert und gingen nur selten ins Risiko. Spanien fand gegen die kompakte portugiesische Defensive kaum Lösungen, während Portugal seine Konter nicht sauber ausspielte. Erschwerend kam für die Portugiesen hinzu, dass Linksverteidiger Nuno Mendes verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste (55.). Torchancen blieben lange Mangelware. Erst in der 61. Minute zwang Pedri Renato Veiga zu einer wichtigen Rettungsaktion, ehe Alex Baena vier Minuten später Diogo Costa mit einem Flachschuss prüfte. Auch ein Freistoß von Lamine Yamal stellte den portugiesischen Torhüter in der 73. Minute vor keine unlösbare Aufgabe.
Joker Merino entscheidet das WM-Duell spät (69. bis 90.+6 Minute)
In der Schlussphase erhöhte Spanien den Druck spürbar. Trainer Luis de la Fuente brachte mit Ferran Torres und Mikel Merino frische Kräfte, die das Offensivspiel belebten. Dani Olmo scheiterte nach einer starken Grätsche von Rúben Dias (78.), ehe Ferran Torres wenig später aus spitzem Winkel erfolglos blieb. Portugal verteidigte leidenschaftlich und schien die Verlängerung bereits vor Augen zu haben. Doch in der ersten Minute der Nachspielzeit folgte die Entscheidung: Rodri spielte Ferran Torres an, der den perfekt gestarteten Mikel Merino bediente. Der Joker blieb frei vor Diogo Costa eiskalt und schob zum umjubelten 1:0 ins linke Eck ein (90.+1). Portugal warf in den verbleibenden Minuten noch einmal alles nach vorne, fand gegen die spanische Defensive aber keine Lücke mehr. Spanien brachte den knappen Vorsprung souverän über die Zeit und zog dank des späten Treffers verdient ins Viertelfinale der WM 2026 ein.